Seminar Libreboot CBFS und ROM-Anpassung

Seminar / Training

CBFS enthält zentrale Bestandteile eines Libreboot-ROMs. Änderungen an Payloads, Konfigurationen, Fonts, Keymaps oder Diagnosekomponenten dürfen nur mit klarer Platzplanung, Versionskontrolle und Integritätsprüfung erfolgen.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • CBFS-Inhalte, Typen, Kompression und Speicherbelegung analysieren
  • Dateien sicher hinzufügen, ersetzen und entfernen
  • ROM-Varianten für Standard-, Diagnose- und Fallbackzwecke strukturieren
  • Änderungen mit Prüfsummen, Starttests und Rückfallkopien absichern

Zielgruppe

Firmware-Administratoren, Build-Engineers, technische Integratoren und Entwickler mit Verantwortung für angepasste ROM-Images.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse der Libreboot-Architektur und sichere Linux-Shell-Nutzung. Ein vorhandenes Test-ROM und Erfahrung mit Prüfsummen werden vorausgesetzt.

Seminarinhalte

Kapitel 1: Flash-Layout, Regionen und Schreibbereiche

Inhaltsübersicht: Layout analysieren; Schreibziel bestimmen; Grenzen prüfen

  1. Schritt 1 – Layout analysieren: Flash-Größe, Descriptor, BIOS-Bereich, Management-Engine-Bereich, GbE-Daten, FMAP und CBFS werden je nach Plattform eingeordnet.
  2. Schritt 2 – Schreibziel bestimmen: Vollständiges ROM, definierte Region oder einzelner Baustein werden als Schreibziel festgelegt; unklare Mischformen werden vermieden.
  3. Schritt 3 – Grenzen prüfen: Regionale Sperren, Schreibschutz, doppelte Flash-Bausteine und gerätespezifische Reihenfolgen werden vor dem Flashen verifiziert.

Kapitel 2: CBFS-Struktur und sichere Inhaltsanalyse

Inhaltsübersicht: Inhalt auflisten; Platzbedarf bewerten; Referenz sichern

  1. Schritt 1 – Inhalt auflisten: Payloads, Konfigurationen, Fonts, Keymaps, Option-ROMs, Gerätebäume und weitere Dateien werden mit Größe und Position erfasst.
  2. Schritt 2 – Platzbedarf bewerten: Freier Speicher, Kompression, Alignment und notwendige Reserven werden vor jeder Änderung geprüft.
  3. Schritt 3 – Referenz sichern: Die unveränderte CBFS-Liste und ein Hash des Ausgangs-ROMs werden als Vergleichsbasis abgelegt.

Kapitel 3: CBFS-Dateien hinzufügen, ersetzen und entfernen

Inhaltsübersicht: Änderung planen; ROM-Kopie bearbeiten; Integrität verifizieren

  1. Schritt 1 – Änderung planen: Dateiname, Typ, Kompression, Zielpfad, Größe und Abhängigkeit zur Payload werden festgelegt.
  2. Schritt 2 – ROM-Kopie bearbeiten: Änderungen erfolgen ausschließlich an einer Arbeitskopie; jede Operation wird protokolliert und sofort kontrolliert.
  3. Schritt 3 – Integrität verifizieren: CBFS-Liste, ROM-Größe, Prüfsumme und Starttest werden nach der Änderung mit der Freigabebasis verglichen.

Kapitel 4: Board-, Payload- und Konfigurationsvarianten

Inhaltsübersicht: Varianten definieren; Konfiguration trennen; Freigabe begrenzen

  1. Schritt 1 – Varianten definieren: Standard-, Diagnose-, Fallback- und Spezial-ROMs werden mit eindeutigen Namen und festgelegtem Einsatzzweck beschrieben.
  2. Schritt 2 – Konfiguration trennen: Gerätespezifische Daten, Payload-Konfiguration und allgemeine Projektkonfiguration werden getrennt verwaltet.
  3. Schritt 3 – Freigabe begrenzen: Jede Variante erhält eine explizite Liste zulässiger Boards, Flashgrößen und Teststände.

Kapitel 5: Fallback-Payloads und Diagnosepfade

Inhaltsübersicht: Fehlerszenarien definieren; Fallback integrieren; Bedienung dokumentieren

  1. Schritt 1 – Fehlerszenarien definieren: Defekte Konfiguration, nicht auffindbares Betriebssystem, fehlerhaftes Medium und inkompatible Erweiterung werden als Testszenarien angelegt.
  2. Schritt 2 – Fallback integrieren: Alternative Payload oder Diagnosekonfiguration wird platzsparend und eindeutig erreichbar im ROM vorgesehen.
  3. Schritt 3 – Bedienung dokumentieren: Auslöser, Tastenkombinationen, Konsolenzugriff und Rückkehr zum Normalbetrieb werden in einer kurzen Notfallanweisung festgehalten.

Kapitel 6: ROM-Build, Artefakte und Prüfsummen

Inhaltsübersicht: Build ausführen; Artefakte prüfen; Hashwerte veröffentlichen

  1. Schritt 1 – Build ausführen: Ein einzelnes Boardtarget wird mit protokollierter Umgebung erzeugt; Fehler werden am ersten ursächlichen Schritt analysiert.
  2. Schritt 2 – Artefakte prüfen: Dateinamen, Größe, enthaltene Payloads, Konfiguration, CBFS-Inhalt und erwartete Boardvarianten werden kontrolliert.
  3. Schritt 3 – Hashwerte veröffentlichen: Freigegebene ROMs erhalten Prüfsummen, Buildprotokoll, Quellstand und eindeutige Zuordnung zum Zielgerät.

Kapitel 7: Testbelege, Defect-Management und Abnahme

Inhaltsübersicht: Belege sammeln; Fehler bearbeiten; Abnahme durchführen

  1. Schritt 1 – Belege sammeln: Logs, Fotos, Messwerte, Hashwerte und Testausgaben werden direkt dem jeweiligen Prüffall zugeordnet.
  2. Schritt 2 – Fehler bearbeiten: Reproduktionsweg, Auswirkung, Schweregrad, Workaround, Verantwortlichkeit und Zielversion werden gepflegt.
  3. Schritt 3 – Abnahme durchführen: Vollständigkeit, offene Risiken, Recovery-Nachweis und Freigabesignatur werden vor Produktivnutzung kontrolliert.

Praxisübungen

An einer ROM-Arbeitskopie werden Konfigurations- und Fallbackdateien kontrolliert verändert. Speicherbelegung, CBFS-Liste, Hashwerte und Bootfähigkeit werden vor und nach jedem Schritt verglichen.

Methodik

Fachliche Kurzvorträge, Live-Demonstrationen, geführte Laborphasen, Checklisten und dokumentierte Kontrollpunkte wechseln sich ab. Schreiboperationen am Firmware-Flash erfolgen ausschließlich an freigegebenen Übungsgeräten mit vorhandenem Original-ROM und vorbereitetem Recovery-Weg.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware-Administratoren, Build-Engineers, technische Integratoren und Entwickler mit Verantwortung für angepasste ROM-Images.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der Libreboot-Architektur und sichere Linux-Shell-Nutzung. Ein vorhandenes Test-ROM und Erfahrung mit Prüfsummen werden vorausgesetzt.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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