Von der Anforderung bis zum produktionsreifen Service
Ein unternehmensweiter Diagrammservice ist mehr als eine technische Installation. Nutzergruppen, Datenklassen, Diagrammsprachen, Dokumentationssysteme, Betriebsplattform, Sicherheitsgrenzen, Verantwortlichkeiten und Freigaben müssen zu einem gemeinsamen Serviceentwurf verbunden werden.
Vier Tage sind notwendig, weil die Werkstatt konkrete Projektergebnisse erzeugt: Anforderungskatalog, Zielarchitektur, Proof of Concept, Sicherheits- und Integrationskonzept, Messplan, Governance, Rollout und Betriebsübergabe. Die Inhalte werden an einem realen oder realitätsnahen Organisationsszenario erarbeitet.
Inhaltsübersicht
- Stakeholder, Bestände und Nutzungsszenarien
- Serviceumfang, Diagrammtypen und Qualitätsziele
- Zielarchitektur und Plattformentscheidung
- Proof of Concept mit Gateway und ausgewählten Renderern
- Sicherheits-, Zugriffs- und Datenkonzept
- Dokumentations-, IDE- und CI/CD-Integration
- Governance, Monitoring und Betriebsmodell
- Lasttest, Rollout, Abnahme und Entscheidungsunterlagen
Zielgruppe
Die Projektwerkstatt richtet sich an Plattformarchitekten, technische Projektleiter, DevOps- und Betriebsteams, Softwarearchitekten, Dokumentationsverantwortliche und Informationssicherheitsfachkräfte. Die Teilnahme mehrerer Rollen aus demselben Vorhaben erhöht den Nutzen.
Voraussetzungen
Erforderlich sind ein konkretes oder realitätsnahes Einführungsszenario, Grundkenntnisse zu Kroki oder Diagrams as Code sowie Informationen zu vorhandenen Plattformen und Dokumentationssystemen. Entscheidungen zu produktiver Infrastruktur werden vorbereitet, nicht ohne organisatorische Freigabe vorweggenommen.
Lernstrecke Schritt für Schritt
- Schritt 1: Stakeholder und Ziele erfassen. Nutzergruppen, Verantwortliche, Betrieb, Sicherheit, Dokumentation und Fachbereiche werden benannt. Nutzen, Ausschlüsse und überprüfbare Erfolgskriterien werden vereinbart.
- Schritt 2: Diagrammbestände und Integrationen inventarisieren. Vorhandene Werkzeuge, Dateiformate, Repositories, Wikis, CI-Systeme und manuelle Abläufe werden mit Nutzung und Problemen dokumentiert.
- Schritt 3: Serviceumfang und Diagrammtypen festlegen. Freigegebene Renderer, Ausgabeformate, Größen, Zielgruppen und Supportgrenzen werden definiert. Experimentelle oder nicht benötigte Typen bleiben zunächst außerhalb.
- Schritt 4: Schutzbedarf und Datenwege analysieren. Diagrammquellen können Architektur-, Netzwerk- oder Prozessinformationen enthalten. Datenklassen, Übertragungswege, Protokollierung und zulässige Betriebsorte werden festgelegt.
- Schritt 5: Eine Zielarchitektur entwerfen. Clients, Reverse Proxy, Gateway, Companion-Dienste, Cluster oder Containerhost, Monitoring und Dokumentationssysteme werden mit klaren Vertrauensgrenzen modelliert.
- Schritt 6: Plattformoptionen bewerten. Einzelhost, Docker oder Podman und Kubernetes werden anhand von Last, Betriebsreife, Isolation, Skalierung und vorhandenen Kompetenzen verglichen.
- Schritt 7: Einen Proof of Concept aufbauen. Gateway, ausgewählte Renderer, Zugriffspfad und Beispielintegrationen werden in einer kleinen Umgebung umgesetzt. Kriterien und Messwerte sind vorab definiert.
- Schritt 8: API- und Clientstandards festlegen. Endpunkte, Formate, Zeitüberschreitungen, Fehlerbehandlung, Quellgrößen und Clientbibliotheken erhalten verbindliche Vorgaben.
- Schritt 9: Sicherheitskontrollen umsetzen. Sicherer Betriebsmodus, Netzwerkgrenzen, Reverse-Proxy-Authentisierung, Limits, Containerhärtung und Protokollierungsregeln werden im PoC geprüft.
- Schritt 10: Dokumentationssysteme anbinden. Mindestens ein Docs-as-Code- oder Plattformworkflow rendert eine versionierte Quelle über den Dienst. Endpunkt und Fallback bleiben konfigurierbar.
- Schritt 11: CI/CD und Automatisierung integrieren. Batch-Rendering, Cache, Artefakte, Rückgabecodes und Qualitätsprüfungen werden in einen repräsentativen Build eingebunden.
- Schritt 12: Governance und Zuständigkeiten definieren. Sprachkatalog, Namensregeln, Vorlagen, Review, Lebenszyklus, Support und Freigabe werden organisatorisch zugeordnet.
- Schritt 13: Observability und Betriebsprüfungen planen. Logs, Metriken, Spuren, synthetische Renderchecks und Alarmierung werden mit Servicezielen verknüpft.
- Schritt 14: Last und Fehlerverhalten testen. Ein repräsentativer Anfragemix, große Quellen, parallele Builds und Dienstausfälle werden geprüft. Ergebnisse führen zu Limits und Kapazitätsentscheidungen.
- Schritt 15: Rollout und Migration planen. Pilotgruppen, Kommunikationsmaßnahmen, Parallelbetrieb, Schulung, Bestandsmigration und Abbruchkriterien werden in eine gestufte Einführung überführt.
- Schritt 16: Abnahme und Betriebsübergabe vorbereiten. Architektur, Sicherheitskonzept, Testnachweise, Betriebshandbuch, Verantwortlichkeiten und offene Entscheidungen werden als abnahmefähiges Paket zusammengeführt.
Praxisaufgaben
- Einen belastbaren Anforderungskatalog mit Muss-, Soll- und Ausschlusskriterien erstellen.
- Eine Zielarchitektur mit Vertrauensgrenzen und Betriebsvarianten modellieren.
- Einen Proof of Concept mit mindestens zwei Diagrammtypen und einer Integration umsetzen.
- Sicherheits-, Last- und Ausfalltests durchführen und Entscheidungen daraus ableiten.
- Rolloutplan, Governance und Betriebsübergabepaket erstellen.
Kompetenzziele
- Ein unternehmensweites Kroki-Vorhaben fachlich, technisch und organisatorisch strukturieren.
- Plattform-, Sicherheits- und Integrationsentscheidungen nachvollziehbar begründen.
- Einen messbaren Proof of Concept planen, umsetzen und bewerten.
- Governance, Observability, Migration und Rollout zu einem Gesamtplan verbinden.
- Abnahmefähige Entscheidungs- und Betriebsunterlagen erstellen.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformarchitekten, technische Projektleiter, DevOps-, Betriebs- und Dokumentationsteams |
| Voraussetzungen: | Konkretes Einführungsszenario, Kroki-Grundkenntnisse und Informationen zur vorhandenen Infrastruktur |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, praktische Übungen, Live-Konfiguration und Review am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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