Seminar Kroki – Hardware-, Timing- und Verbindungsdiagramme

Digitale Signale, Register und Verkabelung nachvollziehbar dokumentieren

Hardwaredokumentation verlangt Genauigkeit bei Bits, Zeiten, Pinbelegungen und Verbindungen. Textbasierte Quellen reduzieren keine fachliche Prüfung, machen Änderungen aber nachvollziehbar und wiederholbar. Das Seminar verbindet vier spezialisierte Diagrammwerkzeuge über Kroki zu einem konsistenten Dokumentationsablauf.

Zwei Tage sind erforderlich, weil Registerfelder, digitale Signalverläufe, Bauteilsymbole und Kabelpläne unterschiedliche Denkmodelle verwenden. Ein gemeinsames Schnittstellenbeispiel stellt sicher, dass Bezeichner, Signale und Verbindungen zwischen den Darstellungen übereinstimmen.

Inhaltsübersicht

  • Anwendungsgrenzen der Hardware-Diagrammtypen
  • Bytefield für Register- und Paketaufbau
  • WaveDrom für digitale Signale und Timing
  • Symbolator für elektronische Bauteilsymbole
  • WireViz für Steckverbinder, Kabel und Adern
  • Einheiten, Benennung und technische Konsistenz
  • Kroki-Rendering, Skalierung und Ausgabeformate
  • Validierung und integrierte Schnittstellenfallstudie

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Hardwareentwickler, Embedded-Entwickler, Testingenieure, technische Redakteure, Systemintegratoren und Entwickler technischer Schnittstellen. Es eignet sich auch für Betriebsteams, die Verkabelungs- oder Rack-nahe Detaildokumentation pflegen.

Voraussetzungen

Erforderlich sind Grundkenntnisse zu digitalen Signalen, Registern oder elektrischen Verbindungen entsprechend dem eigenen Schwerpunkt. Einfache strukturierte Textformate sollten vertraut sein. Tiefgehende Elektronikberechnungen sind nicht Bestandteil des Seminars.

Lernstrecke Schritt für Schritt

  1. Schritt 1: Dokumentationsziel und Diagrammtyp abgrenzen. Registerlayout, Protokollfeld, Signalverlauf, Bauteilsymbol und Kabelplan werden den geeigneten Werkzeugen zugeordnet. Mischdarstellungen werden nur bei klarer Aussage verwendet.
  2. Schritt 2: Ein Bytefield-Modell aufbauen. Bitbreiten, Feldnamen, Positionen und reservierte Bereiche werden beschrieben. Das gerenderte Ergebnis wird gegen eine tabellarische Spezifikation geprüft.
  3. Schritt 3: Registervarianten und Paketfelder darstellen. Mehrere Wortbreiten, wiederholte Felder und optionale Bereiche werden modelliert. Eindeutige Einheiten und Nummerierungsrichtung verhindern Fehlinterpretationen.
  4. Schritt 4: WaveDrom-Signale definieren. Takt, Daten, Steuerleitungen und Zustandswechsel werden als strukturierte Signalfolgen erfasst. Zeitliche Beziehungen werden schrittweise ergänzt.
  5. Schritt 5: Timingbeziehungen erläutern. Marker, Kanten, Phasen und Beschriftungen zeigen Setup, Hold, Latenz oder Protokollphasen. Die Darstellung bleibt an messbaren Aussagen orientiert.
  6. Schritt 6: Symbolator für Bauteile verwenden. Ports, Richtungen, Gruppierung und Beschriftung werden für ein technisches Symbol beschrieben. Das Symbol wird mit Signalen und Dokumentationsbegriffen abgestimmt.
  7. Schritt 7: WireViz-Grundmodell erstellen. Steckverbinder, Pins, Kabel, Adern, Farben und Verbindungen werden aus einer strukturierten Quelle erzeugt. Unverbundene oder doppelt belegte Pins werden erkannt.
  8. Schritt 8: Kabelvarianten und Beschriftungen pflegen. Längen, Schirmung, Querschnitt, Hinweise und alternative Bestückungen werden nachvollziehbar dokumentiert. Wiederkehrende Steckverbinder erhalten konsistente Namen.
  9. Schritt 9: Bezeichner über Darstellungen synchronisieren. Signalname, Registerfeld, Port und Kabelader werden in einem gemeinsamen Glossar verknüpft. Abweichungen werden als technische Klärpunkte behandelt.
  10. Schritt 10: Skalierung und Ausgabe prüfen. SVG und Rasterausgabe werden für Bildschirm, Druck und Einbettung bewertet. Schriftgröße, Seitenformat und Detailtiefe werden an das Zielmedium angepasst.
  11. Schritt 11: Quellen versionieren und automatisieren. Dateiendungen, Verzeichnisse, Renderbefehle und Prüfschritte werden für ein Repository festgelegt. Änderungen an Spezifikation und Diagramm bleiben gemeinsam nachvollziehbar.
  12. Schritt 12: Eine Schnittstellenfallstudie validieren. Registerbeschreibung, Timingdiagramm, Bauteilsymbol und Kabelplan werden für dieselbe Schnittstelle erstellt und über Kreuz auf Konsistenz geprüft.

Praxisaufgaben

  • Ein Register mit reservierten und beschreibbaren Feldern als Bytefield darstellen.
  • Einen digitalen Lese- oder Schreibzyklus als WaveDrom-Zeitdiagramm modellieren.
  • Ein Bauteilsymbol mit gruppierten Ein- und Ausgängen erzeugen.
  • Einen Kabelsatz mit zwei Steckverbindern, Adern und Beschriftungen in WireViz aufbauen.
  • Alle Darstellungen anhand eines gemeinsamen Signalglossars konsolidieren.

Kompetenzziele

  • Spezialisierte Hardware-Diagrammtypen passend zur technischen Aussage auswählen.
  • Register- und Paketfelder mit Bytefield nachvollziehbar darstellen.
  • Digitale Signal- und Timingbeziehungen mit WaveDrom modellieren.
  • Bauteilsymbole und Kabelverbindungen textbasiert beschreiben.
  • Mehrere technische Darstellungen konsistent über Kroki rendern und validieren.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Hardware- und Embedded-Entwickler, Testingenieure, technische Redakteure und Systemintegratoren
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu digitalen Signalen, Registern oder elektrischen Verbindungen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, praktische Übungen, Live-Konfiguration und Review am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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