Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Technische Arbeitsumgebung
Seminarprofil
Das Seminar behandelt API-Sicherheit als durchgängige Verarbeitungskette vom Netzwerkzugang bis zur fachlichen Berechtigungsentscheidung. Neben TLS, mTLS, CORS und Sicherheitsheadern stehen JWT-Validierung, OAuth2 Client Credentials, Claim-Prüfungen, Tokenwiderruf, Eingabevalidierung und Security Policies im Mittelpunkt.
Community- und Enterprise-Funktionen werden getrennt ausgewiesen. Die Übungen verwenden einen Identity Provider, geschützte Endpoints und gezielte Negativtests, damit Fehlkonfigurationen nicht nur beschrieben, sondern praktisch erkannt werden.
Lernziele
- eine Bedrohungsanalyse für öffentlich und intern erreichbare API-Endpunkte erstellen
- TLS, mTLS, CORS, Hostregeln und HTTP-Sicherheitsheader sinnvoll kombinieren
- JWT-Signaturen, Claims, Scopes, Rollen und Schlüsselrotation korrekt validieren
- OAuth2 Client Credentials und servicebezogene Authentifizierung einrichten
- RBAC- und ABAC-Regeln mit deklarativen Policies umsetzen
- Konfigurationen mit Positiv- und Negativtests sowie Auditregeln absichern
Zielgruppe
API- und Plattform-Engineers, DevOps, SRE, Security Engineers, IAM-Verantwortliche und technische Architekten.
Voraussetzungen
Sichere HTTP- und JSON-Kenntnisse. Grundlagen zu TLS, OAuth2, OpenID Connect und JWT werden empfohlen.
Seminarinhalte
1. Bedrohungsmodell und Sicherheitszonen
Sicherheitsmechanismen werden aus Schutzbedarf und Angriffsflächen abgeleitet, statt einzelne Funktionen unverbunden zu aktivieren.
- Schritt 1: Externe Clients, interne Dienste, Administratoren und Identitätsdienste als getrennte Akteure erfassen.
- Schritt 2: Schützenswerte Daten, privilegierte Operationen und mögliche Missbrauchsszenarien dokumentieren.
- Schritt 3: Vertrauensgrenzen vor und hinter dem Gateway sowie zwischen Mandanten festlegen.
- Schritt 4: Kontrollen den Phasen Verbindung, Anfrage, Identität, Berechtigung, Backend und Antwort zuordnen.
2. TLS, mTLS und HTTP-Schutzmechanismen
Transport- und Browsermechanismen bilden die erste Schutzschicht, ersetzen jedoch keine fachliche Autorisierung.
- Schritt 1: TLS-Terminierung im Gateway und in einem vorgelagerten Load Balancer vergleichen.
- Schritt 2: Zertifikate, Protokollparameter und sichere Weiterleitung zu Backends konfigurieren.
- Schritt 3: mTLS für ausgewählte B2B- oder Maschinenzugriffe mit vertrauenswürdigen CAs testen.
- Schritt 4: CORS, Hosteinschränkungen, HSTS, MIME-Schutz und Clickjacking-Schutz passend zum Clienttyp einstellen.
3. JWT-Validierung und Claim-Verarbeitung
Token werden kryptografisch und semantisch geprüft, bevor Claims für Routing oder Berechtigungen verwendet werden.
- Schritt 1: JWK-Endpunkt, Signaturalgorithmen, Issuer und Audience als Pflichtprüfungen festlegen.
- Schritt 2: Ablaufzeit, Gültigkeitsbeginn und zulässige Zeitabweichung kontrollieren.
- Schritt 3: Scopes, Rollen und verschachtelte Claims auf konkrete Endpointrechte abbilden.
- Schritt 4: Nur benötigte Claims in kontrollierte Header übertragen und Manipulationsversuche testen.
4. OAuth2, Tokenausgabe und Widerruf
Maschinenzugriffe und benutzerbezogene Zugriffe erfordern unterschiedliche Flows und Verantwortlichkeiten.
- Schritt 1: OAuth2 Client Credentials für den Zugriff des Gateways auf geschützte Backends einrichten.
- Schritt 2: Token-Caching, Erneuerung und Fehlerbehandlung des Autorisierungsservers prüfen.
- Schritt 3: JWT-Signing vor einem vorhandenen Login-Backend sicher einordnen.
- Schritt 4: Widerrufsszenarien, Bloom-Filter und zentrale Enterprise-Mechanismen anhand ihrer Konsistenzanforderungen bewerten.
5. Enterprise-Authentifizierung und Cloud-Dienste
Erweiterte Verfahren werden nur dort eingesetzt, wo Standard-JWT oder mTLS den Anwendungsfall nicht abdecken.
- Schritt 1: API-Key- und Basic-Authentication hinsichtlich Ablage, Rotation und Protokollierung absichern.
- Schritt 2: Mehrere Identity Provider pro Endpoint mit klarer Claim-Normalisierung planen.
- Schritt 3: AWS-Signatur- und Google-Cloud-Serviceauthentifizierung für Backendzugriffe einordnen.
- Schritt 4: Fehlende, abgelaufene und falsch zugeordnete Zugangsdaten mit standardisierten Negativtests prüfen.
6. Eingabevalidierung und Angriffsflächenbegrenzung
Die Angriffsfläche sinkt, wenn nur ausdrücklich benötigte Daten das Gateway und die Backends erreichen.
- Schritt 1: Header, Query-Parameter und Pfadparameter über Positivlisten begrenzen.
- Schritt 2: Maximale Requestgrößen und zulässige Content-Typen festlegen.
- Schritt 3: JSON-Schema-Validierung für Pflichtfelder, Datentypen und Wertebereiche einrichten.
- Schritt 4: Fehlermeldungen so gestalten, dass Clients korrigieren können, ohne interne Details offenzulegen.
7. Security Policies mit CEL
Deklarative Regeln ergänzen die kryptografische Tokenprüfung um fachliche RBAC- und ABAC-Entscheidungen.
- Schritt 1: Verfügbare Daten aus Request, JWT, Parametern, Zeit und Backendantwort identifizieren.
- Schritt 2: Einfache Regeln klein halten und komplexe Entscheidungen in nachvollziehbare Teilprüfungen zerlegen.
- Schritt 3: Eigene Fehlercodes und sichere Fehlermeldungen für abgewiesene Anfragen definieren.
- Schritt 4: Regeln für Rollen, Mandanten, Wartungsfenster, Parameter und Antwortpflichtfelder automatisiert testen.
8. Audit, Secrets und Sicherheitsabnahme
Vor der Freigabe werden Konfiguration, Artefakte und Betriebsprozesse gegen wiederholbare Kontrollen geprüft.
- Schritt 1: Geheimnisse aus Konfigurationsdateien entfernen und über das Zielsystem bereitstellen.
- Schritt 2: Konfiguration mit Check- und Auditläufen in der Pipeline prüfen.
- Schritt 3: Testkatalog für gültige, fehlende, manipulierte, abgelaufene und unberechtigte Tokens ausführen.
- Schritt 4: Zertifikats- und Schlüsselrotation, Notfallwiderruf, Protokollierung und Verantwortlichkeiten dokumentieren.
Praxisübungen
- Absicherung eines Endpoints mit JWT, Issuer, Audience, Scopes und Rollen
- Einrichtung eines mTLS-Zugangs für einen Maschinenclient
- OAuth2-Client-Credentials-Zugriff auf ein geschütztes Backend
- JSON-Schema-Validierung und Begrenzung erlaubter Eingabedaten
- RBAC- und ABAC-Regeln mit CEL einschließlich Negativtests
- Automatisierter Sicherheitscheck der Konfiguration
Technische Arbeitsumgebung
Benötigt werden Docker, ein lokaler Identity Provider oder vorbereitete Tokens, ein API-Client, Testzertifikate und ein JSON-fähiger Editor.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | API-, Plattform-, DevOps-, IAM- und Security-Verantwortliche |
| Voraussetzungen: | HTTP- und JSON-Kenntnisse; Grundlagen zu TLS, OAuth2, OpenID Connect und JWT |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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