Seminar KrakenD – Authentifizierung, Autorisierung und API-Sicherheit

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe
  4. Voraussetzungen
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen
  7. Technische Arbeitsumgebung

Seminarprofil

Das Seminar behandelt API-Sicherheit als durchgängige Verarbeitungskette vom Netzwerkzugang bis zur fachlichen Berechtigungsentscheidung. Neben TLS, mTLS, CORS und Sicherheitsheadern stehen JWT-Validierung, OAuth2 Client Credentials, Claim-Prüfungen, Tokenwiderruf, Eingabevalidierung und Security Policies im Mittelpunkt.

Community- und Enterprise-Funktionen werden getrennt ausgewiesen. Die Übungen verwenden einen Identity Provider, geschützte Endpoints und gezielte Negativtests, damit Fehlkonfigurationen nicht nur beschrieben, sondern praktisch erkannt werden.

Lernziele

  • eine Bedrohungsanalyse für öffentlich und intern erreichbare API-Endpunkte erstellen
  • TLS, mTLS, CORS, Hostregeln und HTTP-Sicherheitsheader sinnvoll kombinieren
  • JWT-Signaturen, Claims, Scopes, Rollen und Schlüsselrotation korrekt validieren
  • OAuth2 Client Credentials und servicebezogene Authentifizierung einrichten
  • RBAC- und ABAC-Regeln mit deklarativen Policies umsetzen
  • Konfigurationen mit Positiv- und Negativtests sowie Auditregeln absichern

Zielgruppe

API- und Plattform-Engineers, DevOps, SRE, Security Engineers, IAM-Verantwortliche und technische Architekten.

Voraussetzungen

Sichere HTTP- und JSON-Kenntnisse. Grundlagen zu TLS, OAuth2, OpenID Connect und JWT werden empfohlen.

Seminarinhalte

1. Bedrohungsmodell und Sicherheitszonen

Sicherheitsmechanismen werden aus Schutzbedarf und Angriffsflächen abgeleitet, statt einzelne Funktionen unverbunden zu aktivieren.

  1. Schritt 1: Externe Clients, interne Dienste, Administratoren und Identitätsdienste als getrennte Akteure erfassen.
  2. Schritt 2: Schützenswerte Daten, privilegierte Operationen und mögliche Missbrauchsszenarien dokumentieren.
  3. Schritt 3: Vertrauensgrenzen vor und hinter dem Gateway sowie zwischen Mandanten festlegen.
  4. Schritt 4: Kontrollen den Phasen Verbindung, Anfrage, Identität, Berechtigung, Backend und Antwort zuordnen.

2. TLS, mTLS und HTTP-Schutzmechanismen

Transport- und Browsermechanismen bilden die erste Schutzschicht, ersetzen jedoch keine fachliche Autorisierung.

  1. Schritt 1: TLS-Terminierung im Gateway und in einem vorgelagerten Load Balancer vergleichen.
  2. Schritt 2: Zertifikate, Protokollparameter und sichere Weiterleitung zu Backends konfigurieren.
  3. Schritt 3: mTLS für ausgewählte B2B- oder Maschinenzugriffe mit vertrauenswürdigen CAs testen.
  4. Schritt 4: CORS, Hosteinschränkungen, HSTS, MIME-Schutz und Clickjacking-Schutz passend zum Clienttyp einstellen.

3. JWT-Validierung und Claim-Verarbeitung

Token werden kryptografisch und semantisch geprüft, bevor Claims für Routing oder Berechtigungen verwendet werden.

  1. Schritt 1: JWK-Endpunkt, Signaturalgorithmen, Issuer und Audience als Pflichtprüfungen festlegen.
  2. Schritt 2: Ablaufzeit, Gültigkeitsbeginn und zulässige Zeitabweichung kontrollieren.
  3. Schritt 3: Scopes, Rollen und verschachtelte Claims auf konkrete Endpointrechte abbilden.
  4. Schritt 4: Nur benötigte Claims in kontrollierte Header übertragen und Manipulationsversuche testen.

4. OAuth2, Tokenausgabe und Widerruf

Maschinenzugriffe und benutzerbezogene Zugriffe erfordern unterschiedliche Flows und Verantwortlichkeiten.

  1. Schritt 1: OAuth2 Client Credentials für den Zugriff des Gateways auf geschützte Backends einrichten.
  2. Schritt 2: Token-Caching, Erneuerung und Fehlerbehandlung des Autorisierungsservers prüfen.
  3. Schritt 3: JWT-Signing vor einem vorhandenen Login-Backend sicher einordnen.
  4. Schritt 4: Widerrufsszenarien, Bloom-Filter und zentrale Enterprise-Mechanismen anhand ihrer Konsistenzanforderungen bewerten.

5. Enterprise-Authentifizierung und Cloud-Dienste

Erweiterte Verfahren werden nur dort eingesetzt, wo Standard-JWT oder mTLS den Anwendungsfall nicht abdecken.

  1. Schritt 1: API-Key- und Basic-Authentication hinsichtlich Ablage, Rotation und Protokollierung absichern.
  2. Schritt 2: Mehrere Identity Provider pro Endpoint mit klarer Claim-Normalisierung planen.
  3. Schritt 3: AWS-Signatur- und Google-Cloud-Serviceauthentifizierung für Backendzugriffe einordnen.
  4. Schritt 4: Fehlende, abgelaufene und falsch zugeordnete Zugangsdaten mit standardisierten Negativtests prüfen.

6. Eingabevalidierung und Angriffsflächenbegrenzung

Die Angriffsfläche sinkt, wenn nur ausdrücklich benötigte Daten das Gateway und die Backends erreichen.

  1. Schritt 1: Header, Query-Parameter und Pfadparameter über Positivlisten begrenzen.
  2. Schritt 2: Maximale Requestgrößen und zulässige Content-Typen festlegen.
  3. Schritt 3: JSON-Schema-Validierung für Pflichtfelder, Datentypen und Wertebereiche einrichten.
  4. Schritt 4: Fehlermeldungen so gestalten, dass Clients korrigieren können, ohne interne Details offenzulegen.

7. Security Policies mit CEL

Deklarative Regeln ergänzen die kryptografische Tokenprüfung um fachliche RBAC- und ABAC-Entscheidungen.

  1. Schritt 1: Verfügbare Daten aus Request, JWT, Parametern, Zeit und Backendantwort identifizieren.
  2. Schritt 2: Einfache Regeln klein halten und komplexe Entscheidungen in nachvollziehbare Teilprüfungen zerlegen.
  3. Schritt 3: Eigene Fehlercodes und sichere Fehlermeldungen für abgewiesene Anfragen definieren.
  4. Schritt 4: Regeln für Rollen, Mandanten, Wartungsfenster, Parameter und Antwortpflichtfelder automatisiert testen.

8. Audit, Secrets und Sicherheitsabnahme

Vor der Freigabe werden Konfiguration, Artefakte und Betriebsprozesse gegen wiederholbare Kontrollen geprüft.

  1. Schritt 1: Geheimnisse aus Konfigurationsdateien entfernen und über das Zielsystem bereitstellen.
  2. Schritt 2: Konfiguration mit Check- und Auditläufen in der Pipeline prüfen.
  3. Schritt 3: Testkatalog für gültige, fehlende, manipulierte, abgelaufene und unberechtigte Tokens ausführen.
  4. Schritt 4: Zertifikats- und Schlüsselrotation, Notfallwiderruf, Protokollierung und Verantwortlichkeiten dokumentieren.

Praxisübungen

  • Absicherung eines Endpoints mit JWT, Issuer, Audience, Scopes und Rollen
  • Einrichtung eines mTLS-Zugangs für einen Maschinenclient
  • OAuth2-Client-Credentials-Zugriff auf ein geschütztes Backend
  • JSON-Schema-Validierung und Begrenzung erlaubter Eingabedaten
  • RBAC- und ABAC-Regeln mit CEL einschließlich Negativtests
  • Automatisierter Sicherheitscheck der Konfiguration

Technische Arbeitsumgebung

Benötigt werden Docker, ein lokaler Identity Provider oder vorbereitete Tokens, ein API-Client, Testzertifikate und ein JSON-fähiger Editor.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: API-, Plattform-, DevOps-, IAM- und Security-Verantwortliche
Voraussetzungen: HTTP- und JSON-Kenntnisse; Grundlagen zu TLS, OAuth2, OpenID Connect und JWT
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bremen 3 Tage
Berlin 3 Tage
Mainz 3 Tage
Erfurt 3 Tage
Darmstadt 3 Tage
Frankfurt 3 Tage
Paderborn 3 Tage
Essen 3 Tage
Konstanz 3 Tage
Freiburg 3 Tage
Potsdam 3 Tage
Flensburg 3 Tage
Leipzig 3 Tage
Hamm 3 Tage
Rostock 3 Tage
Hamburg 3 Tage
Luxemburg 3 Tage
Hannover 3 Tage
Stuttgart 3 Tage
Dresden 3 Tage
Madgeburg 3 Tage
Regensburg 3 Tage
Jena 3 Tage
Trier 3 Tage
München 3 Tage
Friedrichshafen 3 Tage
Kassel 3 Tage
Ulm 3 Tage
Münster 3 Tage
Nürnberg 3 Tage
Köln 3 Tage
Wuppertal 3 Tage
Mainz 3 Tage
Erfurt 3 Tage
Bremen 3 Tage
Berlin 3 Tage
Frankfurt 3 Tage
Paderborn 3 Tage
Essen 3 Tage
Darmstadt 3 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.de All rights reserved. | Kontakt | Impressum | Nach oben