Seminar / Training
Integration von Microchip TrustMANAGER und ECC608-basierten Vertrauensankern für Remote Provisioning, Onboarding, Credential-Lifecycle und sichere Updates.
Die Inhalte verbinden Architekturentscheidungen, nachvollziehbare Konfiguration und praktische Übungen. Jeder Arbeitsschritt wird zunächst an einer Referenzumgebung vorbereitet, anschließend kontrolliert ausgeführt und zuletzt mit einem Soll-Ist-Vergleich geprüft.
Inhaltsübersicht
- Microchip TrustMANAGER und ECC608-Integration
- Hardware Root of Trust und Vertrauensanker
- Secure-Element-Anbindung und geschützte Schlüsseloperationen
- Remote Credential Provisioning mit Microchip-Komponenten
- PKI-Architektur, Zertifizierungsstellen und Vertrauensketten
- Zero-Touch-Onboarding
- Microchip-basierter Lebenszyklus und FOTA
- Architektur für sichere Firmware-Updates
- Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit
- Onboarding-Diagnose und Fehlerbehebung
Zielsetzung
Nach dem Seminar können Komponenten und Verantwortungsgrenzen eingeordnet, Credentials sicher bereitgestellt, Geräte automatisch aufgenommen und Rotation, FOTA sowie Fehlerfälle praktisch beherrscht werden.
Zielgruppe
Embedded- und Firmwareentwickler, Hardwareingenieure, Integratoren, PKI-Verantwortliche, Produktions- und Security-Teams.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Embedded-Entwicklung, asymmetrischer Kryptografie, Zertifikaten und seriellen Hardware-Schnittstellen.
Seminarinhalte
1. Microchip TrustMANAGER und ECC608-Integration
Die Microchip-Integration verbindet geschützte Hardwareidentität mit der zentral verwalteten Provisionierung.
- Schritt 1: Bausteinvariante, Gerätekonfiguration, Kommunikationsschnittstelle und Firmwarebibliothek erfassen.
- Schritt 2: Verantwortungsgrenzen zwischen Secure Element, TrustMANAGER, Plattform und Geräteanwendung festlegen.
- Schritt 3: Referenzgerät mit eindeutiger Hardwareidentität in einen vorbereiteten Mandanten aufnehmen.
- Schritt 4: Signatur, Authentisierung und geschützte Schlüsselverwendung mit Diagnosefällen prüfen.
2. Hardware Root of Trust und Vertrauensanker
Der Vertrauensanker bestimmt, wie sicher Identität, Schlüssel und kryptografische Operationen auf dem Gerät geschützt sind.
- Schritt 1: Angriffsmodell, physische Exposition und erforderliches Schutzniveau je Geräteklasse bestimmen.
- Schritt 2: Secure-Element-, integrierte und softwarebasierte Optionen nach Schlüsselschutz, Kosten und Integrationsaufwand vergleichen.
- Schritt 3: Schlüsselentstehung, Speicherung, Nutzung und Sperrung als geschlossene Vertrauenskette modellieren.
- Schritt 4: Fehlerfälle wie Austausch, Manipulation und Verlust des Vertrauensankers mit Wiederanlaufverfahren absichern.
3. Secure-Element-Anbindung und geschützte Schlüsseloperationen
Schlüsselmaterial bleibt im geschützten Baustein, während die Firmware nur klar definierte Operationen anfordert.
- Schritt 1: Kommunikationsschnittstelle, Bibliothek, Speicherzonen und zulässige Befehle des Bausteins erfassen.
- Schritt 2: Schlüsselobjekte, Zertifikate und Metadaten einem eindeutigen Provisionierungsplan zuordnen.
- Schritt 3: Signatur, Schlüsselaustausch und Authentisierung ohne Export sensibler Schlüssel implementieren.
- Schritt 4: Sperren, Austausch, Produktionsfehler und Wiederanlauf mit Testmustern und Diagnosewerten prüfen.
4. Remote Credential Provisioning mit Microchip-Komponenten
Credentials werden kontrolliert bereitgestellt und an den tatsächlichen Geräte- und Mandantenkontext gebunden.
- Schritt 1: Credential-Typen, Zertifikatsprofile und Zielobjekte im Secure Element zuordnen.
- Schritt 2: Provisionierungsauftrag für eine begrenzte Gerätemenge vorbereiten und freigeben.
- Schritt 3: Erste Verbindung, Identitätsprüfung und Aktivierung der vorgesehenen Credentials beobachten.
- Schritt 4: Fehlgeschlagene, doppelte und unterbrochene Aufträge erkennen und sicher wiederaufnehmen.
5. PKI-Architektur, Zertifizierungsstellen und Vertrauensketten
Die Public-Key-Infrastruktur wird an Geräteklassen, Betriebsdauer und organisatorische Zuständigkeiten angepasst.
- Schritt 1: Vertrauensdomänen, Root- und Zwischeninstanzen sowie zulässige Zertifikatsketten festlegen.
- Schritt 2: Zertifikatsprofile für Geräte, Dienste, Signatur und gegenseitige Authentisierung definieren.
- Schritt 3: Schlüsselaufbewahrung, Freigaben und Trennung kritischer Rollen in das Betriebsmodell integrieren.
- Schritt 4: Kettenprüfung, Laufzeiten und Fehlerfälle mit repräsentativen Testzertifikaten validieren.
6. Zero-Touch-Onboarding
Das Onboarding wird so vorbereitet, dass ein korrekt vorprovisioniertes Gerät ohne manuelle Einzelkonfiguration sicher starten kann.
- Schritt 1: Voraussetzungen für Geräteidentität, Zielmandant, Profil und Cloud-Zuordnung vollständig prüfen.
- Schritt 2: Erstverbindung auslösen und gegenseitige Authentisierung sowie Richtlinienbezug beobachten.
- Schritt 3: Erfolgreiche Aufnahme über Identität, Status, Eigentümer und erlaubte Dienste verifizieren.
- Schritt 4: Fehlerhafte Geräte isolieren und anhand definierter Diagnoseschritte erneut zuführen oder sperren.
7. Microchip-basierter Lebenszyklus und FOTA
Identität, Credentials und Firmware bleiben auch nach der Fertigung erneuerbar und steuerbar.
- Schritt 1: Credential-Laufzeiten, Firmwarestände und Erreichbarkeit einer Testflotte erfassen.
- Schritt 2: Rotation oder Erneuerung mit Pilotgeräten durchführen und kryptografisch verifizieren.
- Schritt 3: Sichere Firmware-Aktualisierung mit Geräteidentität und Zielprofil verknüpfen.
- Schritt 4: Austausch, Eigentumswechsel und Außerbetriebnahme mit vollständigem Entzug alter Berechtigungen testen.
8. Architektur für sichere Firmware-Updates
Ein Updatepfad wird als Sicherheitsfunktion geplant und über die gesamte Produktlebensdauer erhalten.
- Schritt 1: Firmwareformat, Bootkette, Speicherlayout, Updatequelle und Vertrauensanker erfassen.
- Schritt 2: Authentizität, Integrität, Versionsprüfung und Schutz vor unzulässigem Downgrade definieren.
- Schritt 3: Unterbrechung, unvollständige Übertragung und nicht startfähige Firmware mit sicheren Zuständen behandeln.
- Schritt 4: Updatefähigkeit bereits in Hardwareauswahl, Speicherplanung und Produktionsfreigabe nachweisen.
9. Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit
Jedes produzierte Gerät erhält einen prüfbaren Nachweis über Identität, Konfiguration und Freigabestatus.
- Schritt 1: Pflichtprüfungen und Akzeptanzwerte für Hardware, Identität, Zertifikate und Verbindung festlegen.
- Schritt 2: Prüfergebnisse manipulationsgeschützt mit Gerät, Auftrag, Station und Zeitpunkt verknüpfen.
- Schritt 3: Abweichungen in Nacharbeit, Sperrung oder Ausschuss überführen und erneut kontrolliert prüfen.
- Schritt 4: Stichproben und Bestandsabgleich verwenden, um Serienfehler und Lücken frühzeitig zu erkennen.
10. Onboarding-Diagnose und Fehlerbehebung
Fehler werden entlang der Vertrauenskette lokalisiert, statt durch unsystematische Wiederholungen verdeckt zu werden.
- Schritt 1: Zeit, Netzwerk, Namensauflösung, Zertifikatskette und Geräteidentität in fester Reihenfolge prüfen.
- Schritt 2: Plattformstatus, Mandantenzuordnung, Profil und Berechtigung mit dem Sollzustand vergleichen.
- Schritt 3: Fehlerklasse und reproduzierbare Minimalbedingungen dokumentieren.
- Schritt 4: Korrektur durchführen, Wiederaufnahme testen und den Fall als Wissensbaustein für den Betrieb festhalten.
Praxisübungen
- ECC608-basierte Vertrauenskette und Komponentenrollen dokumentieren.
- Credential-Objekte und Zertifikatsprofile einem Testgerät zuordnen.
- Remote Provisioning und erste sichere Verbindung nachvollziehen.
- Zero-Touch-Aufnahme mit Zielprofil und Cloud-Zuordnung prüfen.
- Credential-Rotation und sichere Firmware-Aktualisierung als Pilot durchführen.
- Unterbrochene Provisionierung und nicht erreichbares Gerät diagnostizieren.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Embedded, Hardware, Integration, PKI, Produktion und Security |
| Voraussetzungen: | Embedded-, Kryptografie-, Zertifikats- und Hardware-Grundkenntnisse |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen am System, Fallstudien |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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