Seminar / Training
Fundierter Einstieg in Plattformauftrag, Komponenten, Vertrauensmodell und den vollständigen Gerätelebenszyklus.
Die Inhalte verbinden Architekturentscheidungen, nachvollziehbare Konfiguration und praktische Übungen. Jeder Arbeitsschritt wird zunächst an einer Referenzumgebung vorbereitet, anschließend kontrolliert ausgeführt und zuletzt mit einem Soll-Ist-Vergleich geprüft.
Inhaltsübersicht
- Plattformauftrag und Sicherheitsziele
- Architektur und Komponentenmodell
- Lebenszyklus von der Integration bis zur Außerbetriebnahme
- Arbeitsumgebung und sichere Grundkonfiguration
- Hardware Root of Trust und Vertrauensanker
- Eindeutige Geräteidentitäten und Vertrauensbeziehungen
- Geräteprofile und Produktvarianten
- Zero-Touch-Onboarding
Zielsetzung
Nach dem Seminar können Architekturvarianten eingeordnet, Vertrauensgrenzen beschrieben, eine sichere Grundkonfiguration vorbereitet und weiterführende Lernpfade fachlich ausgewählt werden.
Zielgruppe
Architekten, technische Entscheider, Produktverantwortliche, Administratoren, Entwickler und Security-Fachkräfte.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu vernetzten Geräten, Cloud-Diensten und IT-Sicherheit; praktische Erfahrung mit PKI oder Embedded-Systemen ist hilfreich, aber nicht zwingend.
Seminarinhalte
1. Plattformauftrag und Sicherheitsziele
Zu Beginn wird der fachliche Auftrag in überprüfbare Sicherheits- und Betriebsziele übersetzt.
- Schritt 1: Geschäftsprozess, Gerätetypen, Kommunikationswege und Schutzbedarf vollständig erfassen.
- Schritt 2: Vertrauensgrenzen zwischen Fertigung, Gerät, Plattform, Cloud-Dienst und Betreiber kennzeichnen.
- Schritt 3: Sicherheitsziele für Identität, Integrität, Vertraulichkeit, Autorisierung und Aktualisierbarkeit priorisieren.
- Schritt 4: Messbare Abnahmekriterien sowie Zuständigkeiten für Einführung und Regelbetrieb festlegen.
2. Architektur und Komponentenmodell
Die Plattformarchitektur wird als zusammenhängende Kette vom Gerät bis zur angeschlossenen Anwendung betrachtet.
- Schritt 1: Gerätekomponenten, Vertrauensanker, Kommunikationspfade und zentrale Plattformdienste in einem Architekturplan anordnen.
- Schritt 2: Daten-, Steuerungs- und Berechtigungspfade voneinander trennen und ihre Abhängigkeiten dokumentieren.
- Schritt 3: Integrationsvarianten für bestehende Geräte, neue Produktgenerationen und unterschiedliche Hardwareplattformen vergleichen.
- Schritt 4: Architekturentscheidungen anhand von Risiko, Skalierbarkeit, Wartbarkeit und späterer Migration bewerten.
3. Lebenszyklus von der Integration bis zur Außerbetriebnahme
Alle Sicherheitsfunktionen werden in einen durchgängigen Geräte- und Berechtigungslebenszyklus eingeordnet.
- Schritt 1: Phasen für Integration, Produktion, Aktivierung, Verbindung, Betrieb, Aktualisierung, Eigentumswechsel und Stilllegung definieren.
- Schritt 2: Je Phase erforderliche Identitäten, Schlüssel, Zertifikate, Richtlinien und Nachweise zuordnen.
- Schritt 3: Statuswechsel, Ausnahmen und zulässige Rücksprünge als kontrolliertes Zustandsmodell beschreiben.
- Schritt 4: Übergaben zwischen Entwicklung, Fertigung, Betreiber, Service und Endkunde mit eindeutigen Verantwortlichkeiten absichern.
4. Arbeitsumgebung und sichere Grundkonfiguration
Eine reproduzierbare Übungsumgebung bildet die Grundlage für alle folgenden Konfigurations- und Integrationsschritte.
- Schritt 1: Mandant, Testgeräte, Benutzerrollen und getrennte Arbeitsbereiche für Entwicklung und Abnahme vorbereiten.
- Schritt 2: Namensregeln, Versionierung, Freigabestatus und Protokollierungsanforderungen festlegen.
- Schritt 3: Eine minimale Referenzkonfiguration anlegen und deren Sollzustand dokumentieren.
- Schritt 4: Sicherungs-, Wiederherstellungs- und Änderungsverfahren vor der ersten produktiven Anpassung prüfen.
5. Hardware Root of Trust und Vertrauensanker
Der Vertrauensanker bestimmt, wie sicher Identität, Schlüssel und kryptografische Operationen auf dem Gerät geschützt sind.
- Schritt 1: Angriffsmodell, physische Exposition und erforderliches Schutzniveau je Geräteklasse bestimmen.
- Schritt 2: Secure-Element-, integrierte und softwarebasierte Optionen nach Schlüsselschutz, Kosten und Integrationsaufwand vergleichen.
- Schritt 3: Schlüsselentstehung, Speicherung, Nutzung und Sperrung als geschlossene Vertrauenskette modellieren.
- Schritt 4: Fehlerfälle wie Austausch, Manipulation und Verlust des Vertrauensankers mit Wiederanlaufverfahren absichern.
6. Eindeutige Geräteidentitäten und Vertrauensbeziehungen
Eine eindeutige, nicht beliebig kopierbare Identität bildet den Ausgangspunkt für jede sichere Gerätekommunikation.
- Schritt 1: Identitätsarten für Gerät, Produkt, Mandant, Anwendung und Betreiber voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Eindeutigkeit, Herkunft und Bindung einer Geräteidentität an den Vertrauensanker überprüfen.
- Schritt 3: Identität mit Geräteprofil, Eigentümer, Betriebsstatus und zulässigen Diensten verknüpfen.
- Schritt 4: Duplikate, ungültige Zuordnungen und kompromittierte Identitäten erkennen und kontrolliert behandeln.
7. Geräteprofile und Produktvarianten
Geräteprofile bündeln technische und sicherheitsrelevante Eigenschaften zu wiederverwendbaren Vorlagen.
- Schritt 1: Gemeinsame Merkmale, abweichende Varianten und versionsabhängige Eigenschaften eines Produktportfolios erfassen.
- Schritt 2: Ein Basisprofil mit Identitäts-, Verbindungs-, Richtlinien- und Aktualisierungsparametern anlegen.
- Schritt 3: Varianten durch kontrollierte Ableitung statt durch unverbundene Einzelkonfigurationen abbilden.
- Schritt 4: Profiländerungen mit Stichproben, Vergleichslisten und einem geregelten Freigabeverfahren absichern.
8. Zero-Touch-Onboarding
Das Onboarding wird so vorbereitet, dass ein korrekt vorprovisioniertes Gerät ohne manuelle Einzelkonfiguration sicher starten kann.
- Schritt 1: Voraussetzungen für Geräteidentität, Zielmandant, Profil und Cloud-Zuordnung vollständig prüfen.
- Schritt 2: Erstverbindung auslösen und gegenseitige Authentisierung sowie Richtlinienbezug beobachten.
- Schritt 3: Erfolgreiche Aufnahme über Identität, Status, Eigentümer und erlaubte Dienste verifizieren.
- Schritt 4: Fehlerhafte Geräte isolieren und anhand definierter Diagnoseschritte erneut zuführen oder sperren.
Praxisübungen
- Schutzbedarf und Vertrauensgrenzen eines Beispielprodukts erfassen.
- Architekturdiagramm vom Vertrauensanker bis zum Cloud-Dienst erstellen.
- Lebenszyklus mit Zuständen, Rollen und notwendigen Credentials modellieren.
- Referenzprofil und sichere Ausgangskonfiguration entwerfen.
- Zero-Touch-Aufnahme eines vorbereiteten Testgeräts fachlich nachvollziehen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Architektur, Produktmanagement, Administration, Entwicklung und Security |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu IoT, Cloud und IT-Sicherheit |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen am System, Fallstudien |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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