Seminar IPFire – Firewall-Grundlagen und Regelwerk

Seminar / Training

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung und Lernziel
  • Lernziele
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Schrittweises Fachprogramm
  • Praxisübungen
  • Methodik

Einordnung und Lernziel

Ein belastbares Firewall-Regelwerk beginnt mit klaren Kommunikationsbeziehungen, nicht mit der Bedienung einzelner Dialogfelder. Dieses Seminar vermittelt die Funktionslogik der IPFire-Firewall und führt von Zonen, Zuständen und Diensten zu einem nachvollziehbaren Basisregelwerk.

Die Laborübungen verbinden Regelplanung, Objektanlage, Protokollierung und Tests aus mehreren Zonen. Erlaubte und unerlaubte Verbindungen werden bewusst gegenübergestellt, damit Trefferbilder und Fehlerursachen sicher interpretiert werden können.

Lernziele

  • Zonenmodell, Paketfluss und zustandsbehaftete Filterung verstehen
  • Kommunikationsanforderungen in eindeutige Regeln überführen
  • Quellen, Ziele, Dienste und Zeitbedingungen korrekt einsetzen
  • Regelwerke nach Minimalprinzip ordnen, testen und dokumentieren
  • Firewall-Protokolle zur Verifikation und Fehleranalyse nutzen

Zielgruppe

Netzwerk- und Systemadministration, IT-Security, technische Betriebsverantwortliche sowie Personen, die erstmals IPFire-Regeln planen oder pflegen.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse zu IPv4, Subnetzen, TCP, UDP, Ports und Standardgateway. Vorkenntnisse in IPFire sind nicht erforderlich.

Schrittweises Fachprogramm

  1. Schritt 1: Paketweg und Zonenmodell verstehen
    GREEN, RED, BLUE und ORANGE werden als Sicherheitszonen mit unterschiedlichen Vertrauensannahmen eingeordnet. Für typische Verbindungen wird der Paketweg von der Quelle bis zum Ziel skizziert.
  2. Schritt 2: Zustandsbehaftete Filterung einordnen
    Neue, bestehende und zugehörige Verbindungen werden unterschieden. Rückverkehr wird nicht als zweite pauschale Freigabe behandelt, sondern über den Verbindungszustand bewertet.
  3. Schritt 3: Anforderungen präzisieren
    Quelle, Ziel, Dienst, Richtung, Zeit, Zweck und Verantwortlichkeit werden als Mindestangaben einer Regel festgelegt. Unbestimmte Begriffe wie „Internet“ oder „Serverzugriff“ werden technisch konkretisiert.
  4. Schritt 4: Objekte und Gruppen anlegen
    Hosts, Netze, Dienste und Gruppen werden mit eindeutigen Namen erstellt. Änderungen an gemeinsam genutzten Gruppen werden auf ihre Reichweite geprüft.
  5. Schritt 5: Freigaben nach Minimalprinzip erstellen
    Eine breite Testfreigabe wird schrittweise auf erforderliche Quellen, Ziele und Dienste reduziert. Administrationszugriffe und normale Nutzung werden getrennt behandelt.
  6. Schritt 6: Regelreihenfolge und Gültigkeit prüfen
    Überschneidungen, zeitlich begrenzte Regeln, deaktivierte Regeln und implizite Annahmen werden identifiziert. Temporäre Freigaben erhalten Ablaufdatum und Begründung.
  7. Schritt 7: Protokollierung gezielt aktivieren
    Log-Ausgaben werden so eingesetzt, dass Nachweise und Diagnose möglich bleiben, ohne unnötige Datenmengen zu erzeugen. Erlaubte und blockierte Testfälle werden unterschieden.
  8. Schritt 8: Regelwerk abnehmen
    Für jede Anforderung werden Positiv- und Negativtests durchgeführt. Die Ergebnisse werden mit Regelnummer, Quelle, Ziel, Dienst und erwartetem Verhalten dokumentiert.

Praxisübungen

  • Entwerfen eines Basisregelwerks für Benutzer-, Server- und Administrationszugriffe
  • Aufbauen wiederverwendbarer Host-, Netz- und Dienstgruppen
  • Reduzieren einer zu breiten Freigabe auf minimale Berechtigungen
  • Verifizieren von Regelentscheidungen über Testmatrix und Firewall-Logs

Methodik

Kurze Theorieblöcke werden unmittelbar in einer Mehrzonen-Laborumgebung umgesetzt. Jede Regel erhält einen fachlichen Zweck und mindestens einen unerlaubten Gegenfall. Dadurch wird nicht nur die Bedienung, sondern die technische Wirksamkeit geprüft.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Netzwerk- und Systemadministration, IT-Security sowie technische Betriebsverantwortliche.
Voraussetzungen: IPv4-, Subnetz-, TCP-, UDP- und Port-Grundkenntnisse.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Münster 2 Tage
Nürnberg 2 Tage
Köln 2 Tage
Wuppertal 2 Tage
Bremen 2 Tage
Berlin 2 Tage
Mainz 2 Tage
Erfurt 2 Tage
Darmstadt 2 Tage
Frankfurt 2 Tage
Paderborn 2 Tage
Essen 2 Tage
Konstanz 2 Tage
Freiburg 2 Tage
Potsdam 2 Tage
Flensburg 2 Tage
Leipzig 2 Tage
Hamm 2 Tage
Rostock 2 Tage
Hamburg 2 Tage
Luxemburg 2 Tage
Hannover 2 Tage
Stuttgart 2 Tage
Dresden 2 Tage
Madgeburg 2 Tage
Regensburg 2 Tage
Jena 2 Tage
Trier 2 Tage
München 2 Tage
Friedrichshafen 2 Tage
Kassel 2 Tage
Ulm 2 Tage
Nürnberg 2 Tage
Köln 2 Tage
Wuppertal 2 Tage
Münster 2 Tage
Mainz 2 Tage
Erfurt 2 Tage
Bremen 2 Tage
Berlin 2 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.de All rights reserved. | Kontakt | Impressum | Nach oben