Seminar Intruder – AI-Pentesting und verifizierte Webrisiken

KI-gestützte Prüfungen können die technische Untersuchung von Webrisiken beschleunigen, benötigen jedoch einen eindeutig freigegebenen Scope, belastbare Testregeln und eine nachvollziehbare Bewertung. Das Seminar verbindet die Plattformbedienung mit einem kontrollierten Prüfprozess, der operative Sicherheit und verwertbare Befunde in den Mittelpunkt stellt.

Im Laborsystem werden erkannte Schwachstellen schrittweise untersucht, technisch eingeordnet und gegen Fehlinterpretationen abgesichert. Der Schwerpunkt liegt auf reproduzierbaren Nachweisen, risikobasierter Priorisierung und einer sauberen Übergabe an Entwicklung und Betrieb.

Inhaltsübersicht

  1. Einsatzgrenzen und Freigabeprozess
  2. Vorbereitung der Webziele
  3. AI-gestützte Untersuchung
  4. Triage und Priorisierung
  5. Abhilfe und Wiederholungsprüfung
  6. Praxis und Übungen
  7. Arbeitsweise
  8. Vorkenntnisse und Zielgruppe

Zielsetzung

Nach Abschluss lässt sich ein autorisierter AI-Pentesting-Lauf vorbereiten, kontrolliert durchführen, fachlich auswerten und bis zur Wiederholungsprüfung steuern. Technische Befunde werden so dokumentiert, dass Verantwortliche den Angriffspfad, die Auswirkung und die erforderliche Abhilfe nachvollziehen können.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Einsatzgrenzen und Freigabeprozess

Schwerpunkt: Schutzbedarf, autorisierte Ziele, Testfenster, Ausschlüsse, Notfallkontakte und Abbruchkriterien.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Einsatzgrenzen und Freigabeprozess“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Schutzbedarf, autorisierte Ziele, Testfenster, Ausschlüsse, Notfallkontakte und Abbruchkriterien strukturiert modellieren.
  3. Einen verbindlichen Prüfauftrag mit erlaubten und nicht erlaubten Testhandlungen konfigurieren und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
  4. Scope, Berechtigungen und Abbruchweg vor dem ersten Lauf mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine freigegebene Testcharta mit Verantwortlichkeiten dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

2. Vorbereitung der Webziele

Schwerpunkt: Zieladressen, Anmeldewege, Rollen, Testkonten, Sitzungen, sensible Funktionen und Datenklassen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Vorbereitung der Webziele“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Zieladressen, Anmeldewege, Rollen, Testkonten, Sitzungen, sensible Funktionen und Datenklassen strukturiert modellieren.
  3. Webziele und Zugangsvoraussetzungen für reproduzierbare Prüfungen erfassen und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
  4. Erreichbarkeit, Rollenabdeckung und Sitzungsstabilität mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis ein vollständiges Ziel- und Kontenblatt dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. AI-gestützte Untersuchung

Schwerpunkt: erkannte Injection-, Client-Side- und Informationsrisiken, Evidenz, Angriffspfad und Sicherheitskontrollen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „AI-gestützte Untersuchung“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von erkannte Injection-, Client-Side- und Informationsrisiken, Evidenz, Angriffspfad und Sicherheitskontrollen strukturiert modellieren.
  3. Einen kontrollierten Untersuchungslauf starten und die technische Evidenz schrittweise auswerten und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
  4. Befund, Reproduzierbarkeit und mögliche Nebenwirkungen mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen belastbaren technischen Befunddatensatz dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Triage und Priorisierung

Schwerpunkt: Ausnutzbarkeit, Exposition, Geschäftsauswirkung, vorhandene Schutzmaßnahmen und Behebungsaufwand.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Triage und Priorisierung“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Ausnutzbarkeit, Exposition, Geschäftsauswirkung, vorhandene Schutzmaßnahmen und Behebungsaufwand strukturiert modellieren.
  3. Befunde nach Risiko, Dringlichkeit und Verantwortlichkeit klassifizieren und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
  4. Priorität gegen definierte Entscheidungskriterien mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine abgestimmte Remediation-Warteschlange dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. Abhilfe und Wiederholungsprüfung

Schwerpunkt: Korrekturvorgaben, sichere Implementierung, Regression, Retest und Abschlussstatus.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Abhilfe und Wiederholungsprüfung“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Korrekturvorgaben, sichere Implementierung, Regression, Retest und Abschlussstatus strukturiert modellieren.
  3. Eine Behebungsmaßnahme in einen prüfbaren Retest-Plan überführen und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
  4. Korrektur, Seiteneffekte und nachhaltige Risikoreduktion mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen geschlossenen Befund mit Retest-Nachweis dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

Praxis und Übungen

  1. Eine Testcharta für eine Beispielanwendung mit Scope, Rollen, Ausschlüssen und Abbruchkriterien erstellen.
  2. Mehrere erkannte Webrisiken anhand technischer Evidenz prüfen und in bestätigt, weiter zu untersuchen oder nicht relevant einordnen.
  3. Für einen bestätigten Befund eine risikobasierte Priorität und eine umsetzbare Abhilfe formulieren.
  4. Einen Retest vorbereiten, durchführen und mit einem prüfbaren Abschlussstatus dokumentieren.

Arbeitsweise

Fachliche Einordnung, Demonstrationen und angeleitete Laborphasen wechseln sich ab. Jede Übung folgt dem Schema Vorbereitung, kontrollierte Durchführung, technische Prüfung, Dokumentation und betriebliche Standardisierung. Produktive Ziele werden nur innerhalb eines schriftlich freigegebenen Scopes und mit abgestimmten Schutzmaßnahmen geprüft.

Vorkenntnisse und Zielgruppe

Zielgruppe: Application Security, Penetration Testing, Security Engineering, Webentwicklung, DevSecOps, technische Produktverantwortung und SOC-nahe Funktionen.

Vorkenntnisse: Grundkenntnisse zu HTTP, Webanwendungen, Authentifizierung, Sessions, typischen Webschwachstellen und sicheren Testfreigaben. Eigene produktive Systeme werden nur mit schriftlich freigegebenem Scope geprüft.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Application Security, Penetration Testing, Security Engineering, Webentwicklung, DevSecOps, technische Produktverantwortung und SOC-nahe Funktionen.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu HTTP, Webanwendungen, Authentifizierung, Sessions, typischen Webschwachstellen und sicheren Testfreigaben. Eigene produktive Systeme werden nur mit schriftlich freigegebenem Scope geprüft.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, angeleitete Laborphasen, Fallanalysen und technische Reviews
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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