Viele Anwendungen benötigen Google-Dienste, spezifische Geräteeigenschaften, Root-Zugriff oder eine definierte Sicherheitslage. Das Seminar zeigt, wie Zusatzpakete, Root-Status, Signaturen, ABI, Integritätsprüfungen und Anwendungsabhängigkeiten kontrolliert bewertet und in getrennten Geräteprofilen betrieben werden.
Seminarziel
Kompatibilitätsanforderungen werden systematisch erfasst, Google-Dienste und Root-Profile werden kontrolliert bereitgestellt und Anwendungen mit reproduzierbaren Prüfschritten validiert. Risiken und Abweichungen bleiben nachvollziehbar.
Inhaltsübersicht
- 1. Kompatibilitätsanforderungen erfassen
- 2. Zusatzpakete kontrolliert installieren
- 3. Root-Status verwalten
- 4. APK, ABI und Signatur diagnostizieren
- 5. Google-Dienste und Konten testen
- 6. Integritäts- und Root-Erkennung
- 7. Freigabeprofile und Rücksetzung
- Praxisprojekt und Übungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Fachliche Einordnung
Der Themenblock ist als eigenständiger Qualifizierungsbaustein für produktionsnahe Android-Test- und Betriebsumgebungen abgegrenzt. Konfigurationen werden nicht nur demonstriert, sondern mit Sollwerten, Negativtests, Rücksetzschritten und dokumentierten Prüfpunkten abgesichert. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe auf Self-hosted- und Device-Image-Szenarien übertragbar.
Seminarinhalte
1. Kompatibilitätsanforderungen erfassen
Anwendungsabhängigkeiten werden vor der Gerätebereitstellung transparent gemacht.
- Schritt 1: Mindest-Android-Version, Ziel-SDK, ABI, Google-API-Nutzung und Root-Erkennung erfassen.
- Schritt 2: Abhängigkeiten zu Play Services, Push, Maps, In-App-Komponenten und Konten klassifizieren.
- Schritt 3: Sicherheits- und Integritätsanforderungen der Anwendung dokumentieren.
- Schritt 4: Anforderungen in freigegebene Geräteprofile und Testfälle überführen.
2. Zusatzpakete kontrolliert installieren
Google Apps und Services werden nur in dafür vorgesehenen Profilen bereitgestellt.
- Schritt 1: Passende Android-Version und Paketvariante anhand der Image-Architektur bestimmen.
- Schritt 2: Ausgangszustand sichern und Integrität des Installationspakets prüfen.
- Schritt 3: Paket über die vorgesehene Upload- oder Flash-Funktion installieren.
- Schritt 4: Neustart, Dienstestatus, Kontoanmeldung und Kernfunktionen mit einer Prüfliste validieren.
3. Root-Status verwalten
Rooted und unrooted Geräte werden als unterschiedliche Sicherheits- und Testzustände behandelt.
- Schritt 1: Aktuellen Root-Status mit Shell- und App-Prüfung feststellen.
- Schritt 2: Root-Wechsel über die vorgesehene Plattformfunktion durchführen.
- Schritt 3: Gerät neu starten und effektive Berechtigungen erneut prüfen.
- Schritt 4: Status, Profilversion und zulässige Nutzung im Katalog kennzeichnen.
4. APK, ABI und Signatur diagnostizieren
Installationsfehler werden auf Architektur, Paketformat oder Signatur zurückgeführt.
- Schritt 1: APK oder App Bundle auf enthaltene native Bibliotheken und ABIs untersuchen.
- Schritt 2: Mindest-SDK, Ziel-SDK, Paketname und Signaturdaten erfassen.
- Schritt 3: Installation mit vollständiger Fehlermeldung reproduzieren.
- Schritt 4: Fehlerklasse bestimmen und passende Image-, Build- oder Paketkorrektur ableiten.
5. Google-Dienste und Konten testen
Kritische Google-abhängige Funktionen werden mit definierten Kontozuständen geprüft.
- Schritt 1: Testkonto, Datenschutzvorgaben und Rücksetzverfahren festlegen.
- Schritt 2: Play Store, Services-Status und erforderliche Berechtigungen validieren.
- Schritt 3: Push-, Karten-, Authentifizierungs- oder sonstige Zielintegration testen.
- Schritt 4: Konto, Tokens und App-Daten nach dem Test vollständig entfernen.
6. Integritäts- und Root-Erkennung
Abweichendes Verhalten bei Root, Emulatorerkennung und Geräteintegrität wird nachvollziehbar untersucht.
- Schritt 1: Referenzlauf im unrooted Profil durchführen und Ergebnisse sichern.
- Schritt 2: Identischen Test im rooted Profil ausführen.
- Schritt 3: Erkennungsmerkmale, Fehlermeldungen und Funktionsabweichungen vergleichen.
- Schritt 4: Zulässige Testaussage und Grenzen des virtuellen Geräts dokumentieren.
7. Freigabeprofile und Rücksetzung
Kompatibilitätsvarianten werden ohne unkontrollierte Mischzustände betrieben.
- Schritt 1: Profile für Standard, Google-Dienste, Root und Security-Test getrennt benennen.
- Schritt 2: Zugriffsrechte und erlaubte Testarten je Profil definieren.
- Schritt 3: Rücksetz- oder Neuerstellungsverfahren nach Kontonutzung festlegen.
- Schritt 4: Freigabe mit Smoke-Test, Inventareintrag und Verantwortlichem abschließen.
Praxisprojekt und Übungen
Die Übungen verwenden einen zusammenhängenden Laborfall. Jeder Arbeitsauftrag enthält Ausgangslage, Sollzustand, Durchführung, Prüfpunkte und eine kontrollierte Bereinigung. Fehlerfälle werden bewusst eingebaut, damit Diagnose und Rückfall nicht erst im Produktivbetrieb erprobt werden.
- Übung 1: Eine Anwendung wird auf ABI, Signatur, Android- und Google-Abhängigkeiten analysiert.
- Übung 2: Getrennte Geräteprofile für Standard, Google-Dienste und Root werden aufgebaut und geprüft.
- Übung 3: Ein Installations- und Integritätsfehler wird reproduziert, klassifiziert und dokumentiert.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Android-Entwicklung, Mobile QA, Security Testing, Plattformbetrieb und technischer Support.
Voraussetzungen: Android- und APK-Grundkenntnisse; ADB-Grundkenntnisse sind hilfreich.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jeden wesentlichen Ablauf entstehen wiederverwendbare Checklisten, Konfigurationsnachweise oder Runbooks. Die Bearbeitung erfolgt ohne undokumentierte Sonderkonfigurationen und endet jeweils mit einer technischen Validierung des erreichten Zustands.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Android-Entwicklung, Mobile QA, Security Testing, Plattformbetrieb und technischer Support |
| Voraussetzungen: | Android- und APK-Grundkenntnisse; ADB-Grundkenntnisse sind hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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