Seminar Das U-Boot: Android Boot und A/B-Systeme

Einordnung

Der Kurs behandelt den Start Android-basierter Embedded-Systeme mit U-Boot. Im Mittelpunkt stehen Android-Boot-Images, Partitionierung, Slot-Logik, Verifikation, Recovery und robuste Rückfallpfade für aktualisierbare Geräte.

Inhaltsübersicht

  • Android-Bootkette einordnen
  • Partitionen und Boot-Images vorbereiten
  • Android-Bootflow integrieren
  • A/B-Logik und Rollback steuern
  • Verifikation und Recovery testen
  • Produktionsfreigabe vorbereiten
  • Praxisübungen
  • Lernziele

Zielgruppe und Vorkenntnisse

Zielgruppe: Embedded-Linux-Entwicklung, BSP-Teams, Gerätehersteller, Release Engineering und technische Qualitätssicherung für Android-basierte Produkte.
Vorkenntnisse: Sichere Linux-Kenntnisse, Grundverständnis von U-Boot sowie Erfahrung mit Blockgeräten, Partitionen und serieller Konsole.

1. Android-Bootkette einordnen

Boot-ROM, frühe Firmware, U-Boot und Android werden als getrennte Vertrauens- und Fehlerdomänen modelliert.

  1. Schritt 1: Boot-ROM, frühe Loader, U-Boot und Kernel in einer Bootketten-Landkarte erfassen.
  2. Schritt 2: Boot-Image, Vendor-Boot-Image, Device Tree und Ramdisk den Startphasen zuordnen.
  3. Schritt 3: Normalbetrieb, Recovery und Wartung als getrennte Zustandsübergänge dokumentieren.

2. Partitionen und Boot-Images vorbereiten

Typische Android-Partitionen und Imagebestandteile werden für einen eindeutigen Ladepfad strukturiert.

  1. Schritt 1: GPT-Layout, Slot-Suffixe und reservierte Bereiche auslesen und prüfen.
  2. Schritt 2: Ladeadressen, Größen und Speichergrenzen ohne Überlappung festlegen.
  3. Schritt 3: Startparameter und Device-Tree-Übergabe für beide Slots reproduzierbar konfigurieren.

3. Android-Bootflow integrieren

Der Android-Bootpfad wird in Standard Boot eingebunden und gegenüber alternativen Methoden priorisiert.

  1. Schritt 1: Verfügbare Bootgeräte und Bootmethoden erfassen.
  2. Schritt 2: Android-Bootflows für gültige Partitionen scannen und bewerten.
  3. Schritt 3: Fehlende oder beschädigte Images in Recovery- oder Servicepfade umleiten.

4. A/B-Logik und Rollback steuern

Slot-Auswahl, Bootversuche und Erfolgsmeldungen werden zu einem ausfallsicheren Aktualisierungsverfahren verbunden.

  1. Schritt 1: Aktiven, erfolgreichen und nicht bootfähigen Slot eindeutig unterscheiden.
  2. Schritt 2: Bootversuche begrenzen und bei Fehlern den alternativen Slot auswählen.
  3. Schritt 3: Erfolgreichen Systemstart bestätigen und Metadaten gegen Stromausfall absichern.

5. Verifikation und Recovery testen

Integrität, Authentizität und Wiederanlauf werden mit positiven und negativen Testfällen geprüft.

  1. Schritt 1: Gültige und manipulierte Images in getrennten Tests laden.
  2. Schritt 2: Reaktionen auf Signaturfehler, ungültige Metadaten und fehlende Partitionen protokollieren.
  3. Schritt 3: Recovery-Start, Slot-Rückfall und erneute Aktualisierung als End-to-End-Ablauf validieren.

6. Produktionsfreigabe vorbereiten

Die technische Konfiguration wird in eine prüfbare Freigabeliste für Fertigung und Feldbetrieb überführt.

  1. Schritt 1: Schreibschutz, Schlüsselzustand und Debugzugänge je Produktphase festlegen.
  2. Schritt 2: Update-, Recovery- und Factory-Reset-Pfade voneinander trennen.
  3. Schritt 3: Abnahmekriterien für Bootzeit, Fehlertoleranz und Rollback dokumentieren.

Praxisübungen

  • Aufbau eines dualen Slot-Layouts mit kontrollierter Umschaltung.
  • Simulation eines fehlerhaften Updates mit automatischem Rückfall.
  • End-to-End-Test von Android-Bootflow, Recovery und Erfolgsmarkierung.

Lernziele

  • Android-Boot-Images und Partitionen korrekt in U-Boot einbinden.
  • A/B-Startlogik mit begrenzten Bootversuchen und Rückfallpfad umsetzen.
  • Verifikation, Recovery und Feldtests zu einem belastbaren Freigabeverfahren verbinden.
  • Fehler bei Slot-Metadaten, Ladeadressen und Startparametern systematisch diagnostizieren.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Embedded-Linux-Entwicklung, BSP-Teams, Gerätehersteller, Release Engineering und technische Qualitätssicherung für Android-basierte Produkte.
Voraussetzungen: Sichere Linux-Kenntnisse, Grundverständnis von U-Boot sowie Erfahrung mit Blockgeräten, Partitionen und serieller Konsole.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

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