Zielsetzung
Dieses Seminar vermittelt die Umsetzung langlebiger und koordinierter Prozesse mit Dapr Workflow und Dapr Actors. Ziel ist die fachlich saubere Abbildung von Orchestrierung, zustandsbehafteten Objekten und zeitgesteuerten Abläufen in verteilten Architekturen.
Zielgruppe
Geeignet für Softwareentwicklung und Architektur, wenn Geschäftsprozesse, Genehmigungsabläufe, Auftragsketten oder andere koordinierte Zustandsmodelle mit Dapr umgesetzt werden sollen.
Voraussetzungen
Empfohlen werden solide Dapr-Grundlagen und Erfahrung mit serviceorientierter Entwicklung. Kenntnisse in asynchronen Prozessmustern sind hilfreich.
Inhalte
- Dapr Workflow als Laufzeitmodell für langlebige, ausfallsichere und zustandsbehaftete Prozessorchestrierung
- Activities, Child Workflows und Multi-Application-Workflows als Bausteine verteilter Fachprozesse
- Lebenszyklussteuerung über Start, Abfrage, Pause, Fortsetzung, Ereignisse und Beendigung
- Virtual Actor Pattern in Dapr mit Identität, Zustand und sequenzieller Verarbeitung
- Timer, Reminder, Reentrancy und Namespacing im Actor-Modell
- Architektonische Abgrenzung zwischen Workflow, Actor, klassischem Service und einfachem State Store
- Typische Einsatzmuster wie Auftragskoordination, Freigaben, Gerätesitzungen oder langlaufende Integrationsketten
Praxis
Im praktischen Teil wird ein koordinierter Fachprozess mit Workflows aufgebaut und um zustandsbehaftete Akteure ergänzt. Dadurch wird die Zusammenschau aus Prozesslogik, Dauerhaftigkeit und verteiltem Zustand nachvollziehbar.
Nutzen
Nach dem Seminar können Workflow- und Actor-Muster fachlich sinnvoll eingeordnet, technisch umgesetzt und von alternativen Lösungsansätzen abgegrenzt werden. Das verbessert die Architekturqualität bei komplexen Prozess- und Zustandsanforderungen deutlich.
