Seminar Selenium Grid – Architektur, Konfiguration und Administration

Selenium Grid 4 ist aus mehreren klar getrennten Komponenten aufgebaut. Diese Modularität ermöglicht Standalone-, Hub-Node- und vollständig verteilte Betriebsformen, verlangt aber ein sauberes Verständnis von Registrierung, Sitzungsvermittlung und Zustandsdaten.

Das Seminar beginnt mit einer kompakten Instanz und zerlegt sie schrittweise in Nodes und zentrale Komponenten. Browser-Slots und ein Appium-Relay-Beispiel zeigen, wie unterschiedliche Zieltypen unter einem zentralen Endpunkt verwaltet werden.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Schrittweise Seminarinhalte
  5. Praxisprojekt
  6. Einordnung im Lernpfad

Seminarprofil

Der Kurs vermittelt Administration durch Aufbau und Störung. Konfigurationen werden in TOML geführt, versioniert und durch Status- und Funktionstests validiert.

Zielgruppe

Testautomatisierer, Systemadministratoren, DevOps Engineers, Plattformteams und technische Verantwortliche für verteilte WebDriver-Infrastruktur.

Voraussetzungen

Grundlagen in WebDriver-Testautomatisierung, sichere Kommandozeilen- und Netzwerkkenntnisse sowie Basisverständnis von Java-Prozessen und Konfigurationsdateien.

Schrittweise Seminarinhalte

Die Inhalte werden in einer durchgängigen Laborstrecke aufgebaut. Jeder Schritt endet mit einer technischen Kontrolle und einer kurzen Einordnung für den produktiven Einsatz.

Schritt 1: Grid-Ziele und Einsatzgrenzen bestimmen

Parallelität, Browser- und Plattformmatrix, Remote-Ausführung und mobile Relay-Ziele werden in ein Kapazitäts- und Betriebsziel übersetzt.

  • Nutzungsfälle und Nichtziele definieren
  • Lastprofil und Sitzungslängen erfassen
  • Betriebs- und Verfügbarkeitsanforderungen festlegen

Schritt 2: Komponenten und Sitzungsfluss verstehen

Router, Distributor, Session Map, New Session Queue, Event Bus und Nodes werden entlang einer Sitzung betrachtet. Zuständigkeiten und Ausfallauswirkungen werden dokumentiert.

  • Neue und bestehende Sitzung unterscheiden
  • Registrierung und Slotvergabe nachvollziehen
  • Zustandskomponenten und Kommunikationspfade markieren

Schritt 3: Betriebsmodi praktisch aufbauen

Standalone, Hub-Node und verteilte Komponenten werden nacheinander gestartet und verglichen. Der passende Modus wird anhand von Komplexität, Skalierung und Verfügbarkeit gewählt.

  • Standalone als Baseline verwenden
  • Hub und Nodes getrennt registrieren
  • Verteilten Start mit Abhängigkeiten dokumentieren

Schritt 4: TOML-Konfiguration strukturieren

Server-, Node-, Event- und Sessionoptionen werden in versionierbaren Dateien gepflegt. Kommandozeilenhilfe dient der Prüfung des tatsächlich unterstützten Optionsumfangs.

  • Konfigurationsabschnitte klar trennen
  • Umgebungsabhängige Werte auslagern
  • Konfiguration vor Rollout validieren

Schritt 5: Nodes, Treiber und Slots verwalten

Automatische Erkennung und explizite Treiberkonfiguration werden verglichen. Slotanzahl, maximale Sitzungen und plattformspezifische Grenzen werden an reale Ressourcen angepasst.

  • Node-Registrierung und Heartbeat prüfen
  • Slotzahl nicht nur aus CPU ableiten
  • Wartungs- und Nichtverfügbarkeitszustände abbilden

Schritt 6: Capabilities und Session Queue steuern

Anfrageprofile werden mit verfügbaren Slots abgeglichen. Queue-, Anfrage- und Sitzungstimeouts werden so dimensioniert, dass Überlast klar sichtbar bleibt.

  • Capability-Matching mit Testanfragen prüfen
  • Warteschlange und Ablehnung unterscheiden
  • Fehlende Zielprofile eindeutig melden

Schritt 7: Status, Oberfläche und Abfragefunktionen nutzen

Grid-Status, UI und strukturierte Abfragen liefern Informationen zu Nodes, Slots und Sitzungen. Diese Daten werden in Betriebsprüfungen und Diagnose eingebunden.

  • Gesamt- und Node-Status vergleichen
  • Session- und Slotinformationen korrelieren
  • Abfrageergebnisse für Monitoring aufbereiten

Schritt 8: Relay für Appium einordnen

Ein Node wird als Relay zu einer Appium-Instanz konfiguriert. Das Beispiel zeigt, wie nicht browserbasierte WebDriver-Ziele in die gleiche Sitzungsvermittlung integriert werden.

  • Lokale Treibererkennung für Relay deaktivieren
  • Ziel, Statuspfad und Capability-Muster setzen
  • Direkt- und Grid-Ausführung vergleichen

Schritt 9: Wartung, Drain und Fehlerdiagnose durchführen

Nodes werden kontrolliert aus dem Verkehr genommen und wieder registriert. Netzwerk-, Registrierungs-, Slot- und Zielstartfehler werden anhand eines festen Prüfpfads untersucht.

  • Drain vor Update oder Abschaltung anwenden
  • Startreihenfolge und Wiederanlauf testen
  • Runbook für häufige Störungen erstellen

Praxisprojekt

Eine Grid-Umgebung wird von Standalone zu Hub-Node ausgebaut, mit mehreren Zielprofilen versehen und um einen Appium-Relay-Slot ergänzt. Parallelität, Queue, Drain und typische Registrierungsfehler werden praktisch geprüft.

Einordnung im Lernpfad

Das Seminar bildet die Grid-Basis. Danach folgen Relay-Integration, Capability-Routing, Containerisierung sowie Sicherheit und Troubleshooting.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Testautomatisierer, Systemadministratoren, DevOps Engineers, Plattformteams und technische Verantwortliche für verteilte WebDriver-Infrastruktur.
Voraussetzungen: Grundlagen in WebDriver-Testautomatisierung, sichere Kommandozeilen- und Netzwerkkenntnisse sowie Basisverständnis von Java-Prozessen und Konfigurationsdateien.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Laborübungen, eigenständige Praxisaufgaben und strukturierte Fehleranalyse
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Erfurt 3 Tage
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