Seminar Appium und Selenium Grid – Containerisierung und dynamische Skalierung

Container vereinfachen reproduzierbare Laufzeitumgebungen, lösen aber nicht automatisch die besonderen Anforderungen mobiler Geräte. Emulatorbeschleunigung, USB- oder Netzwerkgeräte, iOS-Hosts, eindeutige Ports, große App-Artefakte und flüchtige Sitzungsdaten benötigen ein bewusstes Plattformdesign.

Das Seminar trennt containerisierbare Steuerungskomponenten von physisch gebundenen Zielressourcen. Daraus entsteht eine skalierbare Architektur, die Knoten dynamisch bereitstellt, aber Gerätekapazität und Zustandsbereinigung korrekt abbildet.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Schrittweise Seminarinhalte
  5. Praxisprojekt
  6. Einordnung im Lernpfad

Seminarprofil

Vier Tage ermöglichen eine vollständige vertikale Laborstrecke: Images, Konfiguration, Relay, Orchestrierung, Skalierung, Sicherheit, Updates und Störungsszenarien.

Zielgruppe

DevOps Engineers, Plattformteams, Grid-Administratoren, Testinfrastruktur-Entwickler und technische Architekten.

Voraussetzungen

Sichere Container- und Linux-Grundkenntnisse, praktische Erfahrung mit Appium oder Selenium Grid sowie Verständnis von Netzwerk, Volumes und CI/CD.

Schrittweise Seminarinhalte

Die Inhalte werden in einer durchgängigen Laborstrecke aufgebaut. Jeder Schritt endet mit einer technischen Kontrolle und einer kurzen Einordnung für den produktiven Einsatz.

Schritt 1: Containerisierungsgrenzen und Zielarchitektur bestimmen

Grid-Komponenten, Appium-Server, Android-Emulatoren, reale Geräte und iOS-Hosts werden nach ihrer technischen Bindung eingeordnet. Für jede Komponente wird festgelegt, ob sie langlebig, flüchtig oder hostgebunden betrieben wird.

  • Steuerung und Zielressourcen trennen
  • Hardware- und Betriebssystemabhängigkeiten markieren
  • Daten-, Netzwerk- und Vertrauensgrenzen darstellen

Schritt 2: Reproduzierbare Images erstellen

Basislaufzeit, Appium-Core, Treiber, Hilfswerkzeuge und Zertifikate werden in getrennten Schichten aufgebaut. Versionen, Benutzerrechte und Startprüfung sind Bestandteil des Images.

  • Minimalen und prüfbaren Paketbestand verwenden
  • Treiberdiagnose im Image-Build ausführen
  • Nicht sensible Konfiguration vom Image trennen

Schritt 3: Android-Emulatoren und reale Geräte anbinden

Emulatorprofile, Hardwarebeschleunigung, Startbereitschaft und Snapshot-Strategie werden kontrolliert. Reale Geräte erhalten einen stabilen Hostdienst und eine eindeutige Zuordnung zu Appium-Instanzen.

  • Boot- und Bereitschaftsprüfung automatisieren
  • Geräteverlust und Wiederanmeldung behandeln
  • USB- oder Netzwerkzugriff begrenzen

Schritt 4: Appium-Instanzen pro Ziel isolieren

Jede Instanz erhält eigene Ports, Cachebereiche, Logs und Zielparameter. Horizontale Skalierung erfolgt über zusätzliche Instanzen statt über unkontrollierte Mehrfachbelegung eines Geräts.

  • Port- und Ressourcenplan generieren
  • Appium-Konfiguration pro Instanz erzeugen
  • Teardown und Cachebereinigung definieren

Schritt 5: Grid-Relay-Nodes containerisiert registrieren

Für jede Appium-Instanz wird ein passender Relay-Node mit Statusprüfung und Capability-Muster bereitgestellt. Service Discovery und Netzwerkadressen werden ohne lokale Annahmen konfiguriert.

  • Node- und Appium-Lifecycle koppeln
  • Relay-Ziel und Status-Endpunkt prüfen
  • Registrierung und Deregistrierung automatisieren

Schritt 6: Orchestrierung und dynamischen Lifecycle umsetzen

Deployment, Job oder zustandsbezogene Workload-Modelle werden verglichen. Readiness, Liveness, Ressourcenlimits und kontrolliertes Beenden verhindern, dass aktive Sitzungen abrupt verloren gehen.

  • Startreihenfolge und Abhängigkeiten definieren
  • Drain vor Update oder Abschaltung verwenden
  • Fehlerhafte Instanzen automatisch ersetzen

Schritt 7: Skalierung an Queue und Gerätebestand koppeln

Skalierungssignale berücksichtigen Warteschlange, verfügbare Zielgeräte, Startzeit und Kosten. Eine reine CPU-Skalierung würde bei mobilen Ressourcen falsche Entscheidungen treffen.

  • Minimale Warmkapazität festlegen
  • Maximalzahl aus realem Gerätebestand ableiten
  • Hysterese und Cooldown definieren

Schritt 8: Artefakte, Caches und Zustand kontrollieren

Apps, Logs, Screenshots und Treibercaches erhalten Aufbewahrungs- und Bereinigungsregeln. Flüchtige Testdaten dürfen nicht in neue Sitzungen übergehen.

  • Artefakte über Run-ID zuordnen
  • Cachegrößen und Alter begrenzen
  • Geräte- und Emulatorzustand nach Test zurücksetzen

Schritt 9: Sicherheit und Netzwerksegmentierung anwenden

Steuerzugriff, Relay-Kommunikation, Secrets, Image-Herkunft und privilegierte Gerätefunktionen werden eingeschränkt. Container laufen mit minimalen Rechten und dokumentierten Ausnahmen.

  • Servicekonten und Netzwerkregeln definieren
  • Secrets nicht in Images oder Logs speichern
  • Images und Abhängigkeiten kontrolliert aktualisieren

Schritt 10: Rollout, Störung und Wiederherstellung testen

Ein Update wird mit Drain, gestuftem Rollout und Rückfall durchgeführt. Anschließend werden Geräteverlust, fehlerhafter Emulatorstart, Relay-Ausfall und volle Warteschlange als Störungsszenarien bearbeitet.

  • Canary-Instanz vor breitem Rollout verwenden
  • Rollback praktisch ausführen
  • Runbook und Betriebskennzahlen abschließen

Praxisprojekt

Eine kleine containerisierte Plattform wird aufgebaut, um zusätzliche Appium- und Relay-Instanzen kontrolliert bereitzustellen. Ein Lastszenario löst Skalierung aus; Update, Drain, Geräteverlust und Rückfall werden praktisch geprüft.

Einordnung im Lernpfad

Empfohlen nach Relay-Integration und Capability-Routing. Anschließend folgen Sicherheit und Troubleshooting oder das Intensivseminar Plattformbetrieb und Skalierung.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DevOps Engineers, Plattformteams, Grid-Administratoren, Testinfrastruktur-Entwickler und technische Architekten.
Voraussetzungen: Sichere Container- und Linux-Grundkenntnisse, praktische Erfahrung mit Appium oder Selenium Grid sowie Verständnis von Netzwerk, Volumes und CI/CD.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Laborübungen, eigenständige Praxisaufgaben und strukturierte Fehleranalyse
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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