Eine große Testmenge ist nicht automatisch eine gute Teststrategie. Entscheidend sind klare Testgrenzen, reproduzierbare Daten, stabile Browserselektoren und eine sinnvolle Verteilung zwischen schnellen und realitätsnahen Tests.
Das Seminar baut die Tests einer bestehenden Anwendung systematisch aus. Jeder Test erhält eine eindeutige Aufgabe; unnötige Framework-Starts, fragile Mocks und unkontrollierte globale Zustände werden entfernt.
Inhaltsverzeichnis
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Modul 1: Unit-Tests mit Spock
- Modul 2: Grails-Artefakte isoliert testen
- Modul 3: Integrationstests mit echter Anwendungskonfiguration
- Modul 4: Testarchitektur, Testdaten und CI-Integration
- Modul 5: Browser- und Funktionstests mit Geb und Testcontainers
- Modul 6: Vertrags-, Integrations- und Fehlertests für APIs
- Modul 7: CI-Pipeline, Qualitätsgrenzen und Veröffentlichung
- Modul 8: Systematische Fehleranalyse
- Praxisprojekt und Übungen
- Arbeitsweise
Zielgruppe
Grails-Entwickler, Testautomatisierer, QA Engineers und technische Leiter mit Verantwortung für Build- und Releasequalität.
Voraussetzungen
Praktische Grails- und Groovy-Grundkenntnisse. Erfahrung mit automatisierten Tests ist hilfreich, aber nicht zwingend.
Lernziele
- Spock-Spezifikationen klar und wartbar strukturieren.
- Grails-Artefakte mit passenden Testtraits isoliert prüfen.
- Persistenz und Spring-Kontext realitätsnah integrieren.
- Browserabläufe mit Geb und containerisierter Laufzeit automatisieren.
- Testdaten, Laufzeiten und CI-Ausführung reproduzierbar organisieren.
- Fehlerdiagnosen und Berichte für instabile Tests verbessern.
Modul 1: Unit-Tests mit Spock
Kleine fachliche Einheiten werden mit lesbaren Spezifikationen und klaren Testdoubles geprüft.
- Schritt 1: Given-when-then-Strukturen für Services und Hilfsklassen formulieren.
- Schritt 2: Mocks, Stubs und Spies nur entsprechend ihrer Aufgabe einsetzen.
- Schritt 3: Tabellentests für Varianten und Randfälle entwickeln.
- Schritt 4: Fehlerpfade und Interaktionen ohne unnötigen Framework-Start testen.
Modul 2: Grails-Artefakte isoliert testen
Controller, Domain-Klassen und andere Artefakte werden mit den passenden Grails-Testtraits geprüft.
- Schritt 1: Testtrait und Testumgebung für das jeweilige Artefakt auswählen.
- Schritt 2: Datenbindung, Validierung und Controller-Antworten isoliert testen.
- Schritt 3: Service-Abhängigkeiten kontrolliert ersetzen.
- Schritt 4: Testaufbau vereinfachen und versteckte globale Zustände vermeiden.
Modul 3: Integrationstests mit echter Anwendungskonfiguration
Zusammenspiel von Persistenz, Transaktionen, Spring-Kontext und Webschicht wird realitätsnah überprüft.
- Schritt 1: Integrationsprofil und Testdaten reproduzierbar konfigurieren.
- Schritt 2: Services und GORM gegen eine echte Testdatenbank prüfen.
- Schritt 3: Transaktionsverhalten und Rollback bewusst kontrollieren.
- Schritt 4: Langsame Tests strukturieren und von schnellen Tests trennen.
Modul 4: Testarchitektur, Testdaten und CI-Integration
Die Testpyramide wird an Risiko, Laufzeit und Wartungskosten des Projekts ausgerichtet.
- Schritt 1: Testarten und Verantwortlichkeiten im Team festlegen.
- Schritt 2: Builder, Fixtures und definierte Datenzustände erstellen.
- Schritt 3: Parallelisierung und reproduzierbare Infrastruktur vorbereiten.
- Schritt 4: Qualitätsgrenzen und Berichte in die Build-Pipeline integrieren.
Modul 5: Browser- und Funktionstests mit Geb und Testcontainers
Kritische Benutzerwege werden in einer reproduzierbaren Browserumgebung automatisiert.
- Schritt 1: Geb-Seitenobjekte und Module für stabile Selektoren entwerfen.
- Schritt 2: Containerisierte Browser für identische lokale und CI-Ausführung nutzen.
- Schritt 3: Anmeldung, Formularabläufe und Fehlersituationen automatisieren.
- Schritt 4: Screenshots, Aufzeichnungen und Diagnosedaten bei Fehlern sichern.
Modul 6: Vertrags-, Integrations- und Fehlertests für APIs
API-Verhalten wird auf Struktur, Statuscodes, Berechtigungen und Rückwärtskompatibilität geprüft.
- Schritt 1: Positive und negative Endpunkt-Tests erstellen.
- Schritt 2: JSON-Strukturen und Pflichtfelder gezielt verifizieren.
- Schritt 3: Authentifizierungs- und Autorisierungsfälle automatisieren.
- Schritt 4: Änderungen am Vertrag mit Regressionstests absichern.
Modul 7: CI-Pipeline, Qualitätsgrenzen und Veröffentlichung
Der Build wird in überprüfbare Stufen mit eindeutigen Abbruchkriterien gegliedert.
- Schritt 1: Kompilierung, Unit-Tests, Integrationstests und Artefakterzeugung trennen.
- Schritt 2: Abhängigkeits-, Lizenz- und Sicherheitsprüfungen einplanen.
- Schritt 3: Artefakte unveränderlich kennzeichnen und weiterreichen.
- Schritt 4: Freigabe- und Rückrollregeln für nachgelagerte Deployments festlegen.
Modul 8: Systematische Fehleranalyse
Störungen werden reproduziert, eingegrenzt und mit Belegen statt mit zufälligen Änderungen bearbeitet.
- Schritt 1: Symptom, Zeitpunkt, betroffene Nutzer und letzte Änderungen erfassen.
- Schritt 2: Minimalen reproduzierbaren Fall und Vergleichsumgebung herstellen.
- Schritt 3: Hypothesen priorisieren und jeweils mit einer Messung prüfen.
- Schritt 4: Ursache, Korrektur und Präventionsmaßnahme getrennt dokumentieren.
Praxisprojekt und Übungen
Für eine Beispielanwendung entsteht eine vollständige Testpyramide. Service-, Controller-, GORM-, API- und Browserfälle werden automatisiert und in eine CI-nahe Ausführung mit Diagnoseartefakten integriert.
Arbeitsweise
Kurze fachliche Einführungen wechseln mit Demonstrationen, angeleiteten Implementierungsschritten, selbstständigen Übungen und gemeinsamer Auswertung. Entscheidungen werden im Code, in Tests und in einer knappen technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Grails-Entwickler, Testautomatisierer, QA Engineers und technische Leiter mit Verantwortung für Build- und Releasequalität. |
| Voraussetzungen: | Praktische Grails- und Groovy-Grundkenntnisse. Erfahrung mit automatisierten Tests ist hilfreich, aber nicht zwingend. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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