Integrationen scheitern selten am erfolgreichen Normalfall. Entscheidend sind Zeitüberschreitungen, doppelte Nachrichten, unvollständige Antworten, Reihenfolgeprobleme und die Frage, wie ein Vorgang fortgesetzt oder nachbearbeitet wird.
Das Seminar entwirft synchrone und asynchrone Schnittstellen mit klaren Fehlergrenzen. Jede Verbindung erhält einen Vertrag, messbare Zeitgrenzen, Tests und einen nachvollziehbaren Betriebsweg.
Inhaltsverzeichnis
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Modul 1: Enterprise-Patterns für Grails-Anwendungen
- Modul 2: HTTP-Integration und robuste Clients
- Modul 3: Messaging, Ereignisse und Entkopplung
- Modul 4: Asynchrone Verarbeitung und Hintergrundaufgaben
- Modul 5: Geschäftstransaktionen und Konsistenzmuster
- Modul 6: Resilienz bei gestörten Abhängigkeiten
- Modul 7: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit
- Modul 8: Integrationstests mit echter Anwendungskonfiguration
- Praxisprojekt und Übungen
- Arbeitsweise
Zielgruppe
Grails- und Backend-Entwickler, Integrationsarchitekten sowie Java- oder Spring-Entwickler mit Grails-Erfahrung.
Voraussetzungen
Grails-Grundkenntnisse, sichere Service-Entwicklung, HTTP-Grundlagen und Verständnis von Transaktionen. Messaging-Erfahrung ist hilfreich.
Lernziele
- Synchrone und asynchrone Integrationsmuster passend auswählen.
- HTTP-Clients mit Timeouts und klarer Fehlerübersetzung entwickeln.
- Nachrichten und Ereignisse idempotent verarbeiten.
- Hintergrundaufgaben mit Status, Wiederholung und Überwachung betreiben.
- Teilausfälle simulieren und resilientes Verhalten automatisiert prüfen.
Modul 1: Enterprise-Patterns für Grails-Anwendungen
Bewährte Muster werden nur dort eingesetzt, wo sie Komplexität reduzieren und Verantwortlichkeiten sichtbar machen.
- Schritt 1: DTOs, Fassaden, Repositories und Adapter anhand konkreter Probleme bewerten.
- Schritt 2: Synchrone und ereignisbasierte Anwendungsfälle unterscheiden.
- Schritt 3: Idempotenz, Auditierung und Fehlergrenzen entwerfen.
- Schritt 4: Überarchitektur erkennen und auf die tatsächlich benötigten Muster reduzieren.
Modul 2: HTTP-Integration und robuste Clients
Externe Dienste werden mit expliziten Verträgen, Zeitgrenzen und kontrollierter Fehlerbehandlung angebunden.
- Schritt 1: Client-Schnittstelle und Transportmodell von der Fachlogik trennen.
- Schritt 2: Timeouts, Authentifizierung und Verbindungsverwaltung konfigurieren.
- Schritt 3: Fehlercodes und unvollständige Antworten in fachliche Ergebnisse übersetzen.
- Schritt 4: Integrationen mit Stubs und realitätsnahen Integrationstests absichern.
Modul 3: Messaging, Ereignisse und Entkopplung
Asynchrone Kommunikation wird mit eindeutiger Zuständigkeit, Nachrichtenschema und Fehlerpfad gestaltet.
- Schritt 1: Ereignis, Befehl und Nachricht fachlich voneinander unterscheiden.
- Schritt 2: Produktion und Verarbeitung von Nachrichten in Services kapseln.
- Schritt 3: Idempotenz, Reihenfolge und doppelte Zustellung berücksichtigen.
- Schritt 4: Fehlerwarteschlange, Wiederholung und manuelle Nachbearbeitung vorsehen.
Modul 4: Asynchrone Verarbeitung und Hintergrundaufgaben
Lang laufende oder entkoppelbare Arbeiten werden außerhalb des Request-Threads kontrolliert ausgeführt.
- Schritt 1: Geeignete Aufgaben und notwendige Konsistenzgrenzen identifizieren.
- Schritt 2: Executor, Ereignismechanismus oder Jobverarbeitung passend auswählen.
- Schritt 3: Kontext, Transaktionen und Fehler nicht unbeabsichtigt über Threadgrenzen tragen.
- Schritt 4: Status, Wiederholung, Abbruch und Überwachung implementieren.
Modul 5: Geschäftstransaktionen und Konsistenzmuster
Komplexe Abläufe werden in robuste, nachvollziehbare Transaktionen und Kompensationsschritte zerlegt.
- Schritt 1: Atomare und verteilte fachliche Operationen unterscheiden.
- Schritt 2: Idempotenz und Wiederholbarkeit für kritische Methoden herstellen.
- Schritt 3: Nebenwirkungen über Ereignisse oder Outbox-ähnliche Muster entkoppeln.
- Schritt 4: Fehlerfälle und Teilabbrüche mit gezielten Tests durchspielen.
Modul 6: Resilienz bei gestörten Abhängigkeiten
Die Anwendung reagiert auf Zeitüberschreitungen und Teilausfälle mit definiertem Verhalten statt mit Kettenfehlern.
- Schritt 1: Zeitgrenzen und Fehlerbudgets je Abhängigkeit festlegen.
- Schritt 2: Wiederholungen nur für idempotente und geeignete Fehler konfigurieren.
- Schritt 3: Circuit-Breaker-, Fallback- oder Warteschlangenstrategie bewerten.
- Schritt 4: Störungen gezielt simulieren und Betriebsreaktionen prüfen.
Modul 7: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit
Betriebszustand und Leistung werden über definierte Signale statt über Vermutungen bewertet.
- Schritt 1: Health- und Readiness-Informationen fachlich sinnvoll zusammenstellen.
- Schritt 2: Metriken für HTTP, JVM, Datenbankpool und Geschäftsprozesse erfassen.
- Schritt 3: Logs, Metriken und Traces über Korrelationsdaten verbinden.
- Schritt 4: Warnschwellen und Dashboards aus Servicezielen ableiten.
Modul 8: Integrationstests mit echter Anwendungskonfiguration
Zusammenspiel von Persistenz, Transaktionen, Spring-Kontext und Webschicht wird realitätsnah überprüft.
- Schritt 1: Integrationsprofil und Testdaten reproduzierbar konfigurieren.
- Schritt 2: Services und GORM gegen eine echte Testdatenbank prüfen.
- Schritt 3: Transaktionsverhalten und Rollback bewusst kontrollieren.
- Schritt 4: Langsame Tests strukturieren und von schnellen Tests trennen.
Praxisprojekt und Übungen
Eine synchrone Fremdsystemabfrage und eine asynchrone Folgeaktion werden implementiert. Timeouts, doppelte Zustellung und vorübergehender Ausfall werden gezielt ausgelöst und mit definierten Wiederholungs- und Nachbearbeitungswegen behandelt.
Arbeitsweise
Kurze fachliche Einführungen wechseln mit Demonstrationen, angeleiteten Implementierungsschritten, selbstständigen Übungen und gemeinsamer Auswertung. Entscheidungen werden im Code, in Tests und in einer knappen technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Grails- und Backend-Entwickler, Integrationsarchitekten sowie Java- oder Spring-Entwickler mit Grails-Erfahrung. |
| Voraussetzungen: | Grails-Grundkenntnisse, sichere Service-Entwicklung, HTTP-Grundlagen und Verständnis von Transaktionen. Messaging-Erfahrung ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
