Seminar / Training
Das Seminar behandelt die Planung, Erstellung, Prüfung, Freigabe und Stilllegung von Custom Clients für AnyDesk Ultimate On-Premises.
Im Mittelpunkt stehen getrennte Clientrollen, Oberfläche und Branding, On-Premises-Verbindungsparameter, Permission Profiles, erweiterte Optionen, Code-Signatur, Pilotierung, versionierte Freigabe und Build-Lebenszyklus.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Lernziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Build- und Client-Strategie entwickeln
- Ausgehende und eingehende Clientrollen trennen
- Oberfläche, Branding und Benutzerführung gestalten
- On-Premises-Verbindungsparameter sicher einbetten
- Berechtigungen und Sicherheitsgrundlage konfigurieren
- Erweiterte Konfigurationsschlüssel einsetzen
- Build testen, freigeben und ausrollen
- Build-Lebenszyklus und Stilllegung steuern
- Praxisübungen und Checklisten
Einordnung und Lernziele
Die Inhalte werden an einer kontrollierten Labor- oder Demonstrationsumgebung nachvollzogen. Version, Plattform und freigeschalteter Ultimate-Umfang werden vor produktiven Änderungen geprüft.
- Eine übersichtliche Build-Strategie für Support-, Ziel- und Administrationsclients entwickeln.
- Funktionen und lokale Änderbarkeit je Clientrolle nach Minimalprinzip festlegen.
- Appliance-Adresse, Zertifikatsvertrauen und Sicherheitswerte korrekt einbetten.
- Custom Clients funktions-, sicherheits- und plattformbezogen testen.
- Versionen, Freigaben, Neuverteilung und Stilllegung nachvollziehbar steuern.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Client Engineering, Endpoint Management, Anwendungsadministration, Informationssicherheit, Softwareverteilung und technische Projektteams.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der AnyDesk-On-Premises-Architektur, der geplanten Clientrollen und der eingesetzten Windows-, macOS-, Linux- oder Mobile-Managementverfahren.
Seminarinhalte
1. Build- und Client-Strategie entwickeln
- Schritt 1: Benötigte Clientrollen wie Support-Client, Zielsystem-Client, Administrator-Client und mobile Variante voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Namenskonvention, Besitzer, Plattform, Version, Einsatzbereich und Sicherheitsstufe je Build festlegen.
- Schritt 3: Statische und gegebenenfalls dynamisch verwaltete Konfigurationen nur nach Verfügbarkeits- und Lizenzprüfung einplanen.
- Schritt 4: Öffentliche und private Verteilung, Downloadberechtigungen und Artefaktablage kontrolliert gestalten.
- Schritt 5: Für jeden Build einen Lebenszyklus von Entwurf über Test und Freigabe bis Stilllegung definieren.
2. Ausgehende und eingehende Clientrollen trennen
- Schritt 1: Festlegen, welche Builds Verbindungen initiieren, annehmen oder beides dürfen.
- Schritt 2: Supportarbeitsplätze, Server, Benutzerendgeräte, Kiosk-Systeme und mobile Geräte nach Risiko getrennt behandeln.
- Schritt 3: Unnötige Funktionen pro Rolle deaktivieren und lokale Änderungsmöglichkeiten begrenzen.
- Schritt 4: Unbeaufsichtigten Zugriff, interaktive Bestätigung und administrative Erhöhung je Geräteklasse festlegen.
- Schritt 5: Rollentrennung mit Positiv- und Negativtests nachweisen.
3. Oberfläche, Branding und Benutzerführung gestalten
- Schritt 1: Anzeigename, Logo, Farben und verständliche Hinweise nach Corporate Design und Supportprozess konfigurieren.
- Schritt 2: Nicht benötigte Schaltflächen, Einladungsfunktionen, Adressbuchzugriff oder Einstellungsbereiche ausblenden.
- Schritt 3: Sprache und klare Benennung von lokalem sowie entferntem Arbeitsplatz standardisieren.
- Schritt 4: Warnhinweise und Sitzungsdisclaimer ohne missverständliche oder rechtlich unklare Formulierungen einrichten.
- Schritt 5: Benutzeroberfläche mit typischen Anwendern auf Verständlichkeit und Fehlbedienung prüfen.
4. On-Premises-Verbindungsparameter sicher einbetten
- Schritt 1: Appliance-Adresse, optionale Ports, Lizenzregistrierung und vertrauenswürdige CA-Zertifikate aus der freigegebenen Konfiguration übernehmen.
- Schritt 2: Werte vor unbefugter Änderung schützen und Geheimnisse nicht in offen zugänglichen Skripten oder Dokumenten verteilen.
- Schritt 3: Interne, VPN- und gegebenenfalls externe Erreichbarkeit je Build gezielt unterscheiden.
- Schritt 4: Fehlende oder falsche Boot-Adressen und Zertifikate mit einer standardisierten Diagnose erkennen.
- Schritt 5: Build in einer isolierten Testgruppe registrieren und die Verbindung ausschließlich zur vorgesehenen Appliance nachweisen.
5. Berechtigungen und Sicherheitsgrundlage konfigurieren
- Schritt 1: Permission Profiles für getrennte Supportfälle erstellen und nur benötigte Funktionen freigeben.
- Schritt 2: Tastatur, Maus, Zwischenablage, Dateiübertragung, Audio, Druck, Neustart und Systeminformationen nach Schutzbedarf steuern.
- Schritt 3: Access Control List, unbeaufsichtigten Zugriff, 2FA und Sitzungsbestätigung in ein konsistentes Zugriffsmodell einordnen.
- Schritt 4: Einstellungen durch Overrides oder verwaltete Richtlinien gegen lokale Abschwächung schützen.
- Schritt 5: Konfiguration mit einem Berechtigungstest aus Sicht erlaubter und unerlaubter Gegenstellen prüfen.
6. Erweiterte Konfigurationsschlüssel einsetzen
- Schritt 1: Benötigte Schlüssel zunächst nach Funktionsgruppe, Plattform und unterstützter Clientversion inventarisieren.
- Schritt 2: Standardwerte und erzwungene Overrides bewusst trennen, damit lokale Änderungen nur dort möglich bleiben, wo sie vorgesehen sind.
- Schritt 3: UI-, Verbindungs-, Proxy-, Datenschutz-, Aufzeichnungs-, Audio-, Anzeige-, Dateiübertragungs-, VPN- und Wake-on-LAN-Einstellungen gezielt konfigurieren.
- Schritt 4: Schlüssel in versionierter Form mit Zweck, Sollwert, Gültigkeitsbereich und Testfall dokumentieren.
- Schritt 5: Unbekannte oder veraltete Schlüssel nicht ungeprüft übernehmen, sondern in einem Pilot-Build validieren.
7. Build testen, freigeben und ausrollen
- Schritt 1: Integrität, Code-Signatur, Version, Plattform und vollständige Konfigurationswerte des Artefakts prüfen.
- Schritt 2: Installation, Aktualisierung, Deinstallation, Neustart, Benutzerwechsel und unbeaufsichtigten Betrieb testen.
- Schritt 3: Verbindungen in allen vorgesehenen Netzpfaden und mit allen relevanten Permission Profiles prüfen.
- Schritt 4: Freigabeprotokoll, Prüfsumme, Paketquelle, Zielgruppen und Rückfallpaket dokumentieren.
- Schritt 5: Erst nach erfolgreicher Pilotierung in gestuften Ringen verteilen.
8. Build-Lebenszyklus und Stilllegung steuern
- Schritt 1: Aktive, veraltete, gesperrte und ersetzte Builds in einem zentralen Register führen.
- Schritt 2: Versionswechsel, Zertifikatsänderungen und Sicherheitsupdates mit klarer Neuverteilung planen.
- Schritt 3: Nicht mehr benötigte Downloadwege, Lizenzzuordnungen und Berechtigungen entfernen.
- Schritt 4: Veraltete Clients erkennen und mit definierten Fristen aktualisieren oder isolieren.
- Schritt 5: Stilllegung mit Nachweis, dass keine produktiven Geräte mehr auf den Build angewiesen sind, abschließen.
Praxisübungen und Checklisten
- Entwurf einer Build-Matrix für Supportarbeitsplätze, Benutzerendgeräte und Server.
- Erstellung zweier Custom-Client-Profile mit unterschiedlichen Funktionen und Sicherheitswerten.
- Durchführung eines Positiv- und Negativtests der Appliance-Bindung und Permission Profiles.
- Erstellung eines Freigabe-, Versions- und Stilllegungsprozesses für Client-Builds.
Zu den Übungen gehören dokumentierte Sollwerte, Prüfschritte, Negativtests und Rückfallpunkte. Verwendet werden neutrale Beispielwerte; produktive Kennwörter, Schlüssel und personenbezogene Daten werden nicht in die Seminarunterlagen übernommen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Client Engineering, Endpoint Management, Anwendungsadministration, Informationssicherheit, Softwareverteilung und technische Projektteams. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der AnyDesk-On-Premises-Architektur, der geplanten Clientrollen und der eingesetzten Windows-, macOS-, Linux- oder Mobile-Managementverfahren. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen und dokumentierte Prüfungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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