Seminar / Training
Störungen in Exposure Management zeigen sich häufig an anderer Stelle als ihre Ursache: fehlende Assets können aus Netzwerkproblemen stammen, unvollständige Angriffspfade aus Datenlücken und Ticketfehler aus einer nicht idempotenten Integration. Der Kurs vermittelt deshalb eine beweisorientierte Ursachenanalyse.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Störungen nach Symptom, Komponente, Zeitpunkt und Auswirkung strukturiert eingrenzen
- Agenten-, Scan-Node-, Scan-, Anbindungs- und Datenqualitätsfehler systematisch unterscheiden
- Minimaltests, Protokolle und Vergleichsdaten für eine belastbare RCA verwenden
- Monitoring, Kapazitätsplanung und Betriebsstandards aus wiederkehrenden Fehlern verbessern
Zielgruppe
Plattformbetrieb, System- und Netzwerkadministration, Security Operations, Vulnerability Management, Cloud- und IAM-Teams sowie Integration Engineering.
Voraussetzungen
Praktische Kenntnisse der Plattform oder Teilnahme an einem Grundlagen-, Implementierungs- oder Administrationsseminar.
Seminarinhalte
Tag 1 – Technische Erfassung und Datenqualität entstören
- Symptom, Beginn, betroffenen Scope und letzte Änderung erfassen.
- Plattform-, Agenten- und Scan-Node-Status voneinander getrennt prüfen.
- Zeit, DNS, Routing, Firewall, Proxy und Zielerreichbarkeit kontrollieren.
- Discovery-, Netzwerk-, System- und authentifizierte Scanfehler klassifizieren.
- Zugangsdatenfehler von fehlenden Systemrechten und Netzwerkproblemen unterscheiden.
- Asset-Dubletten, veraltete Daten und fehlende Eigentümer als Datenqualitätsproblem behandeln.
- Minimalen Testfall aufbauen und jeweils nur eine Variable verändern.
- Ursache, Korrektur und technische Verifikation als RCA dokumentieren.
Tag 2 – Anbindungen, Analysefunktionen und Betriebsoptimierung
- Entra-ID-, Azure- und AWS-Abdeckung gegen erwartete Identitäten beziehungsweise Ressourcen vergleichen.
- Berechtigungs- und Scope-Lücken kontrolliert nachweisen.
- Unplausible Exposure Scores oder Angriffspfade auf fehlende beziehungsweise veraltete Daten zurückführen.
- Reporting- und API-Fehler nach Authentisierung, Filter, Pagination, Rate, Zielsystem und Datenvalidierung analysieren.
- Leistungsprobleme anhand Laufzeiten, Warteschlangen, Scope-Größe und Ressourcen messen.
- Wiederkehrende Fehler in Monitoring, Alarmierung und Betriebschecklisten überführen.
- Kapazitäts-, Wartungs- und Eskalationsregeln anpassen.
- Verbesserung durch einen kontrollierten Vergleichslauf bestätigen.
Praxisübungen
Übung 1: Unvollständigen Scan isolieren
Ein regelmäßiger Scan erfasst nur noch einen Teil des bisherigen Scopes.
- Zeitpunkt und letzte Änderungen bestimmen.
- Scan Node, Netzwerk und Zielerreichbarkeit prüfen.
- Fehler nach Zielgruppen und Meldung clustern.
- Begrenzten Vergleichsscan durchführen.
- Korrektur und erneute Abdeckungsmessung dokumentieren.
Kontrollpunkt: Die Ursache ist mit mindestens zwei technischen Indikatoren belegt und die ursprüngliche Abdeckung wurde kontrolliert wiederhergestellt.
Übung 2: Unplausiblen Angriffspfad erklären
Ein kritischer Pfad enthält eine Beziehung, die dem Betriebsteam nicht plausibel erscheint.
- Pfadknoten und Datenquellen erfassen.
- Aktualität und Scope der zugrunde liegenden Daten prüfen.
- Identitäts-, Cloud- und Asset-Beziehungen gegen Sollinformationen vergleichen.
- Fehlende oder veraltete Datenquelle korrigieren.
- Pfad neu bewerten und Änderung dokumentieren.
Kontrollpunkt: Die Pfadänderung lässt sich auf eine konkrete Datenkorrektur zurückführen; Annahmen werden nicht als Ursache ausgegeben.
Methodik
Der Kurs folgt einem festen RCA-Schema: Zustand sichern, Hypothese bilden, Minimaltest durchführen, Korrektur begrenzen und Wirkung erneut messen. Reine Neustart- oder Neuinstallationsversuche ohne Ursachenbeleg gelten nicht als abgeschlossene Fehleranalyse.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformbetrieb, System- und Netzwerkadministration, Security Operations, Cloud, IAM, Integration |
| Voraussetzungen: | Praktische Plattformkenntnisse oder vorheriges Grundlagen-/Implementierungsseminar |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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