Beschreibung
Der Intensivpfad verbindet dynamische Cloud- und Containerlandschaften mit kontinuierlichen technischen Kontrollen. Konten, Projekte, Cluster, Namespaces und Workloads werden in ein nachvollziehbares Mandanten- und Metadatenmodell überführt.
Erfassung und Erkennung werden mit Kontrollnachweis und Exposure-Prozess verknüpft. Damit entstehen nicht nur Alarme, sondern auch überprüfbare Aussagen zu Konfiguration, Softwarebestand, Abweichung und Behebung.
Zielgruppe
Cloud Security, Kubernetes- und Plattformbetrieb, DevSecOps, Wazuh-Administration, Vulnerability Management und technische Compliance
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in mindestens einer Cloud-Plattform, Linux, Containern, Kubernetes, Identitätsmodellen und Wazuh
Lernziele
- Cloud- und Containerdaten mit minimalen Rechten erfassen
- Kubernetes-Audit, Laufzeit- und Workloadkontext korrelieren
- SCA- und FIM-Kontrollen selbst entwickeln und validieren
- Schwachstellen risikobasiert priorisieren und nachverfolgen
- Nachweise, Ausnahmen und Betriebsqualität kontinuierlich steuern
Inhaltsübersicht
- Cloud-Datenquellen und Verantwortungsmodell planen
- AWS-Audit- und Sicherheitsdaten anbinden
- Azure-Aktivitäts- und Identitätsdaten anbinden
- Google-Cloud-Auditdaten anbinden
- Cloud-Workloads mit Agenten überwachen
- Container- und Kubernetes-Bedrohungsmodell erstellen
- Docker-Hosts und Containerereignisse überwachen
- Kubernetes-Auditdaten erfassen und auswerten
- Erkennungs- und Reaktionsabläufe für Container entwickeln
- Eigene SCA-Policy entwickeln und testen
- Technische Kontrollen auf Regelwerke abbilden
- FIM-Schutzumfang risikobasiert festlegen
- Änderungsursachen mit Who-data nachvollziehen
- Schwachstellenerkennung konfigurieren und prüfen
- Funde technisch triagieren
- Kontinuierliche Kontrollüberwachung etablieren
Seminarinhalte
1. Cloud-Datenquellen und Verantwortungsmodell planen
Cloud-Konten, Abonnements, Projekte, Regionen und Workloads in ein einheitliches Überwachungsmodell überführen.
- Identitäten, Plattformdienste, Netzwerk-, Speicher- und Workload-Ereignisse je Cloud inventarisieren.
- Festlegen, welche Daten über native Auditdienste und welche über Agenten erfasst werden.
- Zugriffsrollen, Geheimnisse, Abrufintervalle und Datenresidenz dokumentieren.
- Mehrmandanten- und Umgebungsgrenzen in Gruppen, Tags und Indizes abbilden.
- Kontrolltests für Vollständigkeit, Verzögerung und Ausfall einer Quelle definieren.
2. AWS-Audit- und Sicherheitsdaten anbinden
Relevante Konto- und Dienstereignisse kontrolliert erfassen und für Regeln normalisieren.
- CloudTrail-, Konfigurations-, Identitäts- und Sicherheitsereignisse nach Anwendungsfall auswählen.
- Speicher- beziehungsweise Transportpfad, Leseberechtigung und Verschlüsselung vorbereiten.
- Abrufmodul mit getrennten technischen Zugangsdaten konfigurieren.
- Testaktivitäten erzeugen und Zeitstempel, Konto, Region, Quelle und Aktion prüfen.
- Lücken, Duplikate und Abruffehler über Betriebskennzahlen überwachen.
3. Azure-Aktivitäts- und Identitätsdaten anbinden
Administrative, Identitäts- und Ressourcenereignisse aus Azure-Umgebungen strukturiert übernehmen.
- Abonnements, Mandanten und relevante Protokollkategorien inventarisieren.
- Technische Anwendung und minimale Leserechte für die Datenerfassung einrichten.
- Transport- oder Abfrageweg mit sicheren Geheimnissen konfigurieren.
- Kontrollereignisse für Anmeldung, Rollenänderung und Ressourcenänderung erzeugen.
- Feldzuordnung, Verzögerung und Fehlerbehandlung dokumentieren.
4. Google-Cloud-Auditdaten anbinden
Projekt- und Organisationsereignisse aus der Google Cloud nachvollziehbar in die Analyse integrieren.
- Organisationen, Ordner, Projekte und benötigte Auditkategorien abgrenzen.
- Dienstkonto und minimale Berechtigungen für den vorgesehenen Transportweg einrichten.
- Nachrichten- oder Abfragepfad konfigurieren und Verarbeitungstakt festlegen.
- Testereignisse für Identitäts-, IAM- und Ressourcenänderungen auslösen.
- Projektbezug, Principal, Methode, Ressource und Zeitstempel im Ergebnis kontrollieren.
5. Cloud-Workloads mit Agenten überwachen
Betriebssystem- und Anwendungsdaten aus virtuellen Maschinen und persistenten Workloads ergänzend erfassen.
- Workload-Klassen, Image-Prozess und automatische Bereitstellung bestimmen.
- Agentenparameter ohne fest eingebaute Geheimnisse in Image oder Bootstrap integrieren.
- Gruppen nach Cloud, Konto, Umgebung und Workload-Rolle zuweisen.
- Skalierung, kurzlebige Instanzen und ordnungsgemäße Außerbetriebnahme berücksichtigen.
- Agentenabdeckung und verwaiste Einträge regelmäßig abgleichen.
6. Container- und Kubernetes-Bedrohungsmodell erstellen
Control Plane, Worker, Laufzeit, Images, Workloads und Lieferkette als getrennte Schutzobjekte betrachten.
- Clusterrollen, Namespaces, Knoten, Registries und administrative Zugänge inventarisieren.
- Bedrohungen für Identität, Privilegien, Secrets, Netzwerk und Persistenz priorisieren.
- Datenquellen pro Schicht und erwartete Erkennungen zuordnen.
- Grenzen kurzlebiger Workloads und fehlender Hostsicht dokumentieren.
- Ein Abdeckungsmodell mit Verantwortlichkeiten erstellen.
7. Docker-Hosts und Containerereignisse überwachen
Host-, Laufzeit- und Containerdaten so erfassen, dass Start, Stopp, Imagewechsel und privilegierte Aktionen sichtbar werden.
- Agentenposition und Zugriff auf Laufzeitinformationen sicher festlegen.
- Docker-Ereignisse und relevante Protokolle aktivieren.
- Testcontainer mit kontrollierten Zustandsänderungen ausführen.
- Container-ID, Image, Name, Aktion und Hostbezug im Ereignis prüfen.
- Zugriffsrechte und Datenvolumen auf das erforderliche Maß begrenzen.
8. Kubernetes-Auditdaten erfassen und auswerten
API-Server-Aktivitäten für administrative und sicherheitsrelevante Änderungen nutzbar machen.
- Audit-Ziele und benötigte Stufen für Authentisierung, Autorisierung und Ressourcenänderungen festlegen.
- Audit-Policy und Transportweg mit kontrolliertem Datenvolumen konfigurieren.
- Testaktionen für Rollenbindung, Secret-Zugriff und Pod-Erstellung durchführen.
- Benutzer, Verb, Ressource, Namespace, Entscheidung und Quelladresse prüfen.
- Rauschquellen über eng begrenzte Policy- und Regeltuningmaßnahmen reduzieren.
9. Erkennungs- und Reaktionsabläufe für Container entwickeln
Verdächtige Laufzeit- und Clusteraktivitäten mit kontrollierter Eindämmung verbinden.
- Szenarien wie privilegierter Container, ungewöhnliche Shell und unzulässige Rollenbindung priorisieren.
- Ereignisse aus Audit, Laufzeit, Host und Anwendung korrelieren.
- Regeln mit Namespace-, Workload- und Identitätskontext testen.
- Reaktionsoptionen von Ticket über Isolierung bis zur Skalierung auf null bewerten.
- Jede automatische Aktion mit Schutzgrenzen, Freigabe und Rückweg versehen.
10. Eigene SCA-Policy entwickeln und testen
Unternehmensspezifische Konfigurationsanforderungen in wartbare technische Checks überführen.
- Anforderung, Plattform, Sollwert und Nachweismethode für jeden Check festlegen.
- Datei-, Prozess-, Paket- oder Konfigurationsprüfung mit eindeutiger Logik formulieren.
- Policy auf positiven, negativen und nicht anwendbaren Testsystemen ausführen.
- Beschreibungen und Remediation-Hinweise fachlich prüfen.
- Version, Freigabe und Rückwärtskompatibilität der Policy verwalten.
11. Technische Kontrollen auf Regelwerke abbilden
Erkennungen und SCA-Prüfungen nachvollziehbar mit internen und externen Kontrollanforderungen verbinden.
- Kontrollkatalog und Geltungsbereich für die Zielumgebung bestimmen.
- Pro Kontrolle Datenquelle, Prüfmethode, Frequenz und Verantwortlichkeit zuordnen.
- Wazuh-Regeln und SCA-Checks mit Kontrollkennungen versehen.
- Mehrfachzuordnungen und Lücken in einer Kontrollmatrix sichtbar machen.
- Die Matrix fachlich freigeben und bei Änderungen versionieren.
12. FIM-Schutzumfang risikobasiert festlegen
Kritische Dateien und Verzeichnisse überwachen, ohne durch ungerichtete Vollerfassung unnötige Last und Alarmflut zu erzeugen.
- System-, Anwendungs-, Konfigurations-, Zertifikats- und Skriptpfade nach Schutzbedarf inventarisieren.
- Änderungsrate, Eigentümer, Wartungsfenster und zulässige Prozesse je Pfad dokumentieren.
- Ein- und Ausschlüsse sowie Dateitypen bewusst definieren.
- Überwachungsmodus und Prüffrequenz nach Plattform und Änderungsdynamik auswählen.
- Abdeckung und erwartete Teständerungen in einer FIM-Matrix festhalten.
13. Änderungsursachen mit Who-data nachvollziehen
Neben dem Objekt auch Benutzer-, Prozess- und Aktionskontext einer Änderung erfassen.
- Plattformvoraussetzungen und notwendige Auditfunktionen prüfen.
- Who-data für einen begrenzten Testpfad aktivieren.
- Änderungen mit unterschiedlichen Benutzern und Prozessen erzeugen.
- Benutzer, Prozess, Objekt, Aktion und Zeitbezug im Alarm verifizieren.
- Berechtigungen, Auditlast und mögliche Lücken dokumentieren.
14. Schwachstellenerkennung konfigurieren und prüfen
Inventardaten zuverlässig mit aktuellen Schwachstelleninformationen korrelieren.
- Zentrale Konfiguration und Verbindung zum Indexer kontrollieren.
- Erkennungsstatus und interne Gesundheitsmeldungen prüfen.
- Auf dem Referenzsystem einen Paketstand ändern und Aktualisierung beobachten.
- Betroffenheit, Paket, Version, Schweregrad und Status im Dashboard verifizieren.
- Fehlerfälle für fehlende Daten, nicht unterstützte Plattform und unterbrochene Verbindung testen.
15. Funde technisch triagieren
Aus einer Trefferliste priorisierte, überprüfte Maßnahmen ableiten.
- Assetkritikalität, Exposition, Paketfunktion und Ausnutzbarkeit erfassen.
- Installierte Version und tatsächliche Nutzung auf dem Endpoint verifizieren.
- Mehrfachfunde und abhängige Pakete zu einem Bearbeitungsfall bündeln.
- Priorität und Frist anhand technischer und geschäftlicher Kriterien festlegen.
- Entscheidung mit Evidenz und Eigentümer dokumentieren.
16. Kontinuierliche Kontrollüberwachung etablieren
Einmalige Prüfungen in einen wiederkehrenden, messbaren Kontrollprozess überführen.
- Prüffrequenz und Priorität je Kontrolle anhand Risiko und Änderungsdynamik bestimmen.
- Trend für Erfolgsquote, Abweichungsdauer und Wiederholungsfehler aufbauen.
- Schwellenwerte für Eskalation und Service-Level definieren.
- Änderungen an Policies und Regeln vor Freigabe mit Regressionstests prüfen.
- Kontrollreview mit Betrieb, Security und Compliance regelmäßig durchführen.
Praxislabor
- Ein Cloud- und Clusterinventar mit Mandanten-, Konto-, Projekt- und Namespacezuordnung erstellen.
- Auditdaten aus drei Cloud-Plattformen sowie Docker- und Kubernetes-Ereignisse kontrolliert anbinden.
- Ein Cloud-/Container-Erkennungsszenario mit Workload- und Identitätskontext testen.
- Eigene SCA- und FIM-Kontrollen mit positiven, negativen und nicht anwendbaren Fällen entwickeln.
- Schwachstellenfund, technische Triage, Behebung, Nachweis und befristete Ausnahme als Gesamtprozess durchführen.
Betriebliche Qualitätssicherung
- Minimale Leserechte und getrennte technische Identitäten je Plattform
- Kontrollereignisse für jede Datenquelle und jeden Mandanten
- Versionierte Policies mit Regressionstests
- Kennzahlen für Abdeckung, Aktualität, Abweichungsdauer und Remediation
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Cloud Security, Kubernetes- und Plattformbetrieb, DevSecOps, Wazuh-Administration, Vulnerability Management und technische Compliance |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in mindestens einer Cloud-Plattform, Linux, Containern, Kubernetes, Identitätsmodellen und Wazuh |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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