Seminar Testinium Device Farm – Monitoring, Logs und Fehleranalyse

Seminar / Training

Stabile mobile Tests erfordern Transparenz über Geräte, Sitzungen, Anwendungen und Infrastruktur. Das Seminar zeigt, wie Betriebs- und Testsignale in Testinium Device Farm gesammelt, korreliert und für eine systematische Fehleranalyse genutzt werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarziel
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
  5. 1. Überwachungsmodell und Serviceziele
  6. 2. Gerätegesundheit und Verfügbarkeit
  7. 3. Sitzungs- und Ausführungsmonitoring
  8. 4. Protokollarten und Zeitbezug
  9. 5. Screenshots, Video und technische Artefakte
  10. 6. Fehlerklassifikation und Erstdiagnose
  11. 7. Korrelation und Ursachenanalyse
  12. 8. Wiederherstellung und kontrollierte Freigabe
  13. 9. Alarme und Eskalation
  14. 10. Problemmanagement und Prävention
  15. Praxisübungen

Seminarziel

Ziel ist ein reproduzierbarer Diagnoseprozess. Nach dem Seminar können relevante Metriken und Protokolle ausgewählt, Alarme priorisiert, Fehler zeitlich korreliert, Ursachen eingegrenzt, Geräte wiederhergestellt und Erkenntnisse in dauerhafte Betriebsverbesserungen überführt werden.

Zielgruppe

Device-Farm-Betrieb, Mobile QA, Testautomatisierung, DevOps, Support, Incident Management und technische Testleitung.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse von mobilen Tests, Logs und Monitoring. Hilfreich sind Erfahrungen mit Incident- oder Fehleranalyse.

Seminarinhalte

Die Inhalte werden anhand eines durchgängigen Übungsszenarios erarbeitet. Jeder Themenblock folgt einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge aus Einordnung, Konfiguration, Durchführung, Kontrolle und Dokumentation.

1. Überwachungsmodell und Serviceziele

Monitoring wird aus den erwarteten Leistungen der Device Farm abgeleitet. Verfügbarkeit, Startzeit, Belegung, Erfolgsquote und Diagnosefähigkeit erhalten messbare Ziele.

  1. Schritt 1: Kritische Nutzerabläufe und abhängige Komponenten erfassen.
  2. Schritt 2: Serviceziele für Erreichbarkeit, Sitzungsstart und Testausführung definieren.
  3. Schritt 3: Messpunkte für Geräte, Plattform, Integrationen und Ergebnisse bestimmen.
  4. Schritt 4: Zuständigkeiten und Reaktionszeiten je Signal festlegen.

2. Gerätegesundheit und Verfügbarkeit

Geräte können durch Verbindung, Akku, Speicher, Betriebssystem oder blockierte Sitzungen beeinträchtigt sein. Gesundheitsmerkmale werden in ein eindeutiges Statusmodell überführt.

  1. Schritt 1: Relevante Geräteparameter und Statuswechsel identifizieren.
  2. Schritt 2: Schwellenwerte für Akku, Speicher, Verbindung und Fehlerhäufigkeit festlegen.
  3. Schritt 3: Regelmäßige Gesundheitsprüfungen automatisiert oder per Checkliste ausführen.
  4. Schritt 4: Gestörte Geräte sperren, diagnostizieren und erst nach Prüfung wieder freigeben.

3. Sitzungs- und Ausführungsmonitoring

Live- und Automatisierungssitzungen werden von der Anforderung bis zum Abschluss verfolgt. Lange Wartezeiten und Abbrüche werden sichtbar.

  1. Schritt 1: Zeitpunkte für Anforderung, Zuteilung, Start, Ende und Freigabe erfassen.
  2. Schritt 2: Warteschlangen- und Ausführungsdauer auswerten.
  3. Schritt 3: Abgebrochene, blockierte und zeitüberschrittene Sitzungen unterscheiden.
  4. Schritt 4: Auffällige Muster nach Projekt, Gerät und Testplan untersuchen.

4. Protokollarten und Zeitbezug

Eine Diagnose ist nur belastbar, wenn Protokolle aus Plattform, Gerät, Testframework und Anwendung zeitlich zusammenpassen.

  1. Schritt 1: Verfügbare Protokollarten und ihre Aussagegrenzen inventarisieren.
  2. Schritt 2: Zeitbasis, Zeitzonen und Laufkennungen vereinheitlichen.
  3. Schritt 3: Relevante Ausschnitte statt unstrukturierter Vollprotokolle sichern.
  4. Schritt 4: Logs mit Sitzung, Gerät, App-Version und Testfall verknüpfen.

5. Screenshots, Video und technische Artefakte

Visuelle Artefakte ergänzen Logs um den tatsächlichen Bedienzustand. Sie werden gezielt und datenschutzgerecht eingesetzt.

  1. Schritt 1: Zeitpunkt des Fehlers anhand des Testberichts bestimmen.
  2. Schritt 2: Screenshot oder Videosequenz mit den unmittelbar vorherigen Aktionen prüfen.
  3. Schritt 3: UI-Struktur, Gerätekontext und Framework-Ausgabe ergänzen.
  4. Schritt 4: Artefakte auf sensible Daten prüfen und kontrolliert weitergeben.

6. Fehlerklassifikation und Erstdiagnose

Ein standardisiertes Schema verhindert, dass Geräte-, Test- und Produktfehler vermischt werden. Die Erstdiagnose entscheidet über Zuständigkeit und weitere Schritte.

  1. Schritt 1: Fehlerbild und Auswirkung in neutraler Form beschreiben.
  2. Schritt 2: Produkt, Testcode, Gerät, Netzwerk, Plattform und Daten als Ursachenklassen prüfen.
  3. Schritt 3: Mit einem Kontrollgerät oder Kontrolllauf die Hypothese testen.
  4. Schritt 4: Kategorie, Priorität und zuständiges Team dokumentieren.

7. Korrelation und Ursachenanalyse

Wiederkehrende Störungen werden über mehrere Läufe und Signale hinweg analysiert. Ziel ist die zugrunde liegende Ursache statt einer bloßen Wiederholung.

  1. Schritt 1: Betroffene Läufe nach Zeitpunkt, Gerät, Betriebssystem und App-Version gruppieren.
  2. Schritt 2: Gemeinsame Ereignisse und Unterschiede herausarbeiten.
  3. Schritt 3: Ursachenhypothese mit gezieltem Reproduktionstest prüfen.
  4. Schritt 4: Korrekturmaßnahme und Nachweis der Wirksamkeit festlegen.

8. Wiederherstellung und kontrollierte Freigabe

Neustart, Neuverbindung oder Rücksetzung dürfen nicht unkontrolliert erfolgen. Eine abgestufte Wiederherstellung schützt Diagnoseinformationen und Testdaten.

  1. Schritt 1: Vor Eingriffen notwendige Logs und Artefakte sichern.
  2. Schritt 2: Mit der am wenigsten invasiven Maßnahme beginnen.
  3. Schritt 3: Verbindung, App-Start und kurzer Prüftest nach jeder Maßnahme ausführen.
  4. Schritt 4: Gerät oder Dienst erst nach erfolgreicher Kontrolle wieder freigeben.

9. Alarme und Eskalation

Alarme werden nach Handlungsbedarf statt nach technischer Menge gestaltet. Doppelte und folgenlose Meldungen werden reduziert.

  1. Schritt 1: Meldungen nach Information, Warnung, Störung und kritischem Ausfall klassifizieren.
  2. Schritt 2: Schwellenwerte und Entstörzeiten an Serviceziele koppeln.
  3. Schritt 3: Eskalationsketten mit Zuständigkeit und benötigten Diagnosedaten definieren.
  4. Schritt 4: Alarmqualität regelmäßig anhand tatsächlicher Vorfälle verbessern.

10. Problemmanagement und Prävention

Wiederkehrende Fehler werden in strukturelle Verbesserungen überführt. Trends und bekannte Fehler bilden die Grundlage für Prävention.

  1. Schritt 1: Störungen nach Ursache, Häufigkeit, Dauer und Auswirkung auswerten.
  2. Schritt 2: Bekannte Fehler und bewährte Maßnahmen dokumentieren.
  3. Schritt 3: Wartungs-, Kapazitäts- oder Automatisierungsverbesserungen priorisieren.
  4. Schritt 4: Wirksamkeit durch Kennzahlen und erneute Beobachtung kontrollieren.

Praxisübungen

  • Aufbau eines Monitoringmodells mit Servicezielen, Messpunkten und Zuständigkeiten.
  • Analyse eines fehlerhaften mobilen Testlaufs anhand von Logs, Screenshot, Video und Laufkontext.
  • Durchführung einer Fehlerklassifikation mit Kontrolllauf auf einem zweiten Gerät.
  • Erstellung eines abgestuften Wiederherstellungs- und Eskalationsablaufs.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Device-Farm-Betrieb, Mobile QA, Testautomatisierung, DevOps, Support, Incident Management und technische Testleitung.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von mobilen Tests, Logs und Monitoring. Hilfreich sind Erfahrungen mit Incident- oder Fehleranalyse.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Darmstadt 2 Tage
Frankfurt 2 Tage
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Hamm 2 Tage
Rostock 2 Tage
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Luxemburg 2 Tage
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