Eine Container-SBOM beschreibt einen bestimmten Softwarebestand in einem Image. Für den Betrieb wird daraus erst dann eine belastbare Information, wenn dieses Image eindeutig einem laufenden Workload zugeordnet werden kann. Das Seminar verbindet deshalb Image-Analyse und Kubernetes-Inventarisierung. Untersucht werden Betriebssystempakete, Anwendungsbibliotheken, Basis-Images, Build-Stufen und unterschiedliche Image-Varianten. Die Übungen beginnen bei einem klar identifizierten Artefakt und verfolgen dessen Verwendung bis zum Deployment.
Besonderes Augenmerk gilt veränderlichen Tags, Architekturvarianten und dem Unterschied zwischen dem Inhalt eines Images und später eingebrachten Dateien. Eine Image-SBOM erfasst beispielsweise keine beliebigen nachgeladenen Plugins oder eingebundenen Volumes. Diese Grenzen werden in den Übungen sichtbar gemacht und in ein nachvollziehbares Bestandsmodell überführt. Eine vorbereitete Prüfregel demonstriert anschließend, wie fehlende oder unpassende Nachweise bei einer Bereitstellung erkannt werden können.
Inhaltsübersicht
- Images eindeutig identifizieren
- Inhalte und Schichten analysieren
- Qualität und Artefaktvergleich
- Kubernetes-Bestand zuordnen
- Laufzeitgrenzen und Bereitstellungsregeln
- Betrieb und Änderungsbewertung
- Praxisübungen
- Arbeitsumgebung
Seminarinhalte
Images eindeutig identifizieren
- Tag, Manifest-Digest, Image-Index und plattformspezifisches Manifest unterscheiden.
- Basis-Image und finales Release-Artefakt dokumentieren und veränderliche Referenzen auflösen.
- Die gewählte Architektur und den konkreten Untersuchungsumfang bei Multi-Architektur-Images festhalten.
Inhalte und Schichten analysieren
- Eine SBOM für ein festgelegtes Image erzeugen und Betriebssystem- von Anwendungspaketen unterscheiden.
- Finales Dateisystem und vollständig einbezogene Schichten vergleichen; entfernte Dateien korrekt einordnen.
- Multi-Stage-Builds untersuchen und Build-Werkzeuge von Bestandteilen des ausgelieferten Images trennen.
Qualität und Artefaktvergleich
- Paketversionen, Paketidentitäten und die Herkunft erkannter Bibliotheken nachvollziehen.
- Zwei Basis-Image- oder Release-Varianten auf veränderte Komponenten prüfen.
- Erfassungsgrenzen bei minimalen Images, kopierten Binärdateien und fehlenden Paketmetadaten dokumentieren.
Kubernetes-Bestand zuordnen
- Deployments, Pods, Init-Container und weitere Container im abgegrenzten Übungs-Namespace inventarisieren.
- Gewünschte Image-Referenz und gemeldete Laufzeitidentität vergleichen und auf die passende SBOM abbilden.
- Rollouts, zurückliegende Releases und mehrfach verwendete Images in einer nachvollziehbaren Zuordnung verwalten.
Laufzeitgrenzen und Bereitstellungsregeln
- Nachgeladene Pakete, eingebundene Volumes und dynamische Inhalte als zusätzliche Inventarisierungsaufgaben erkennen.
- Mit einer vorbereiteten Regel die Zuordnung eines SBOM-Nachweises zu einem freizugebenden Image kontrollieren.
- Ausnahmen und Rollbacks so behandeln, dass die dokumentierte Softwareversion weiterhin zum Einsatzbestand passt.
Betrieb und Änderungsbewertung
- Neue Schwachstellen gegen den erfassten Image-Bestand bewerten und betroffene Workloads ermitteln.
- Ein neu gebautes Image mit aktualisierter SBOM einem kontrollierten Rollout zuordnen.
- Bestandsabgleich, Aktualisierungsanlässe und Verantwortlichkeiten für den laufenden Betrieb festlegen.
Praxisübungen
- Zwei vorbereitete Container-Images über ihren Digest festlegen und für die gewählte Plattform erfassen.
- Den Paketbestand eines Multi-Stage-Builds mit dem final ausgelieferten Image vergleichen.
- Workloads im Übungs-Namespace auslesen und den passenden SBOM-Dateien zuordnen.
- Eine Tag-Änderung und ein nachträglich eingebrachtes Laufzeitobjekt untersuchen und den Unterschied zum Image-Bestand dokumentieren.
- Ein korrigiertes Image ausrollen, den Bestand erneut abgleichen und einen vorbereiteten Nachweisfehler erkennen.
Arbeitsumgebung
Ein vorbereitetes Kubernetes-Labor, eine Registry und festgelegte Beispiel-Images stehen bereit. Kubernetes-Installation, produktive Cluster-Migration und ein vollständiger Aufbau einer Zulassungskontrolle werden vorausgesetzt beziehungsweise in eigenen Schulungen behandelt.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage, ca. 6 h/Tag (12 Unterrichtsstunden à 60 Minuten insgesamt, ohne Pausen); Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
|---|---|
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Container- und Kubernetes-Administratoren, Plattform-Engineers, DevSecOps-Teams und technische Sicherheitsverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Praktische Linux-, Container- und Kubernetes-Grundkenntnisse; Umgang mit kubectl und einer Registry; Grundverständnis von SBOM-Erzeugung und -Validierung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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