Die Migration von Transport- und Administrationsprotokollen muss Schlüsselvereinbarung, Authentisierung, Kompatibilität und Netzwerkeffekte getrennt betrachten. Hybride Verfahren ermöglichen einen gestaffelten Übergang, erhöhen aber Handshake-Größen und stellen neue Anforderungen an Implementierungen, Middleboxes und Überwachung.
Zielsetzung
Die Teilnehmenden bewerten PQC- und Hybridoptionen für TLS, VPN und SSH, führen belastbare Interoperabilitäts- und Leistungstests durch und planen eine kontrollierte Einführung ohne unbemerkte Rückfälle.
TLS 1.3 und ML-KEM
- Schlüsselvereinbarung und Zertifikatsauthentisierung im TLS-Handshake getrennt betrachten
- Die standardisierten hybriden Gruppen X25519MLKEM768, SecP256r1MLKEM768 und SecP384r1MLKEM1024 einordnen
- Veraltete experimentelle Kyber-Gruppen erkennen und aus Konfigurationen entfernen
- Hybride Gruppen gegenüber noch nicht abschließend standardisierten reinen ML-KEM-Gruppen anhand von Vertrauensmodell und Reife bewerten
- Client-, Server-, Bibliotheks-, Proxy-, Load-Balancer- und Service-Mesh-Unterstützung erfassen
- Negotiation, Gruppenpräferenz, Fallback und Downgrade-Schutz prüfen
- PQC-Schlüsselaustausch mit klassischer oder PQC-basierter Zertifikatsauthentisierung korrekt unterscheiden
Netzwerk- und Betriebswirkungen
- Größere ClientHello-, ServerHello-, Schlüssel- und Zertifikatsnachrichten messen
- MTU, Fragmentierung, Paketverlust, Retransmission, Latenz und Handshake-Zeit untersuchen
- Middleboxes, TLS-Inspection, Proxys und ältere Clients auf Fehlverhalten testen
- CPU-, Speicher- und Verbindungsaufwand unter realistischen Lastprofilen bewerten
- Ausgehandelte Gruppen, Fehler und klassische Rückfälle telemetrisch erfassen
SSH
- Hybride ML-KEM-Schlüsselvereinbarung und existierende Implementierungsprofile einordnen
- Den weiterhin laufenden Standardisierungsprozess von produktspezifischer Unterstützung unterscheiden
- KEX, Hostschlüssel und Benutzerauthentisierung als getrennte Migrationsbereiche behandeln
- Client- und Serverkompatibilität, Algorithmuslisten und Fail-Closed-Verhalten testen
- Administrationszugänge mit gestaffelter Aktivierung und sicherem Rückfall migrieren
VPN und IKEv2
- ML-KEM als zusätzliche oder alleinige Schlüsselvereinbarung in IKEv2 fachlich einordnen
- Den aktuellen Entwurfsstatus von verbindlichen Standards und Herstellerprofilen unterscheiden
- Protokollreife, Herstellerunterstützung und Interoperabilität vor Produktiveinsatz nachweisen
- IKE-SA, Child-SA und Authentisierung in der Migrationsplanung unterscheiden
- Nachrichtenvergrößerung, Fragmentierung, NAT, Gateways und Hochverfügbarkeit testen
- Parallelprofile, Peer-Fähigkeit, Policy-Auswahl und Rollback organisieren
Rollout und Absicherung
- Kompatibilitätsmatrix und repräsentative Teststrecken aufbauen
- Pilotgruppen, Aktivierungsreihenfolge und Abnahmekriterien festlegen
- Unbeabsichtigten klassischen Fallback erkennen und alarmieren
- Störungen nach Protokoll-, Implementierungs-, Zertifikats- und Netzwerkursache trennen
- Klassische Verfahren erst nach nachgewiesener Abdeckung kontrolliert zurückbauen
Praxisübungen
- TLS-Handshakes mit klassischen und hybriden Gruppen analysieren
- Größen-, Latenz- und Kompatibilitätsunterschiede messen
- Fehlkonfigurationen, nicht unterstützte Gruppen und Fallback-Szenarien testen
- Einen gestaffelten Rolloutplan für TLS, SSH und VPN entwerfen
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerk- und Security-Administratoren, PKI-Teams, Plattformbetreiber, DevOps, Infrastrukturarchitekten und technische Sicherheitsprüfer |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse in TCP/IP sowie praktische Grundlagen zu TLS, Zertifikaten, VPN oder SSH |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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