Seminar OWASP Amass – Ergebnisse, Exporte und Visualisierung

Der Auswertungskurs zeigt, wie umfangreiche Amass-Daten für technische Analyse, Managementinformation und Weiterverarbeitung aufbereitet werden. Im Vordergrund stehen stabile Identitäten, Filterung, Beziehungskontext, Differenzierung nach Qualität und Zeit sowie versionierte Exportformate. Visualisierungen dienen der Erklärung konkreter Fragen und nicht der dekorativen Darstellung großer Graphen.

Inhaltsübersicht

  • Von der Fragestellung zur Auswertung
  • Filterung und Normalisierung
  • Tabellarische Analyse und Kennzahlen
  • Beziehungsansichten und Graphreduktion
  • Exportverträge und Versionierung
  • Berichtspakete und Qualitätssicherung
  • Praxisprojekt
  • Arbeitsweise und Qualitätssicherung

Kompetenzziele

  • Analysefragen in reproduzierbare Filter- und Abfrageschritte übersetzen
  • Asset-, Beziehungs- und Änderungsdaten zielgruppengerecht aufbereiten
  • Exporte mit stabilem Schema, Herkunft und Qualitätsstatus erzeugen
  • verständliche Tabellen, Kennzahlen und Beziehungsansichten erstellen
  • Übergaben an Reporting-, Inventar- und Reviewprozesse kontrollieren

Seminarinhalte

1. Von der Fragestellung zur Auswertung

Eine Auswertung beginnt mit einer klaren Frage, Zielgruppe und Entscheidung. Erst danach werden Asset-Typen, Zeitfenster, Scope und Qualitätskriterien ausgewählt.

  1. Entscheidungsfrage und Empfänger der Auswertung schriftlich festlegen.
  2. Benötigte Asset-Typen, Beziehungen und Zeitfelder bestimmen.
  3. Scope-, Qualitäts- und Aktualitätsfilter definieren.
  4. Erwartete Ausgabeform und Kontrollsumme der Datensätze festlegen.

2. Filterung und Normalisierung

Rohdaten enthalten unterschiedliche Schreibweisen, Mehrfachbeobachtungen und unsichere Zuordnungen. Normalisierung schafft stabile Schlüssel, ohne Herkunft oder Zeitbezug zu verlieren.

  1. Domain- und Namenswerte kanonisieren und Groß-/Kleinschreibung vereinheitlichen.
  2. IP-Adressen und Netzbereiche in konsistente Formate überführen.
  3. Mehrfachbeobachtungen über stabile Identität und Beobachtungszeit zusammenfassen.
  4. Herkunft, Vertrauensstatus und Scope-Klassifikation als eigene Felder erhalten.

3. Tabellarische Analyse und Kennzahlen

Tabellen eignen sich für operative Prüfung, wenn Spalten und Kennzahlen aus der Fragestellung abgeleitet sind. Mengensprünge werden stets mit Scope- und Quellenänderungen abgeglichen.

  1. Asset-Bestand nach Typ, Geschäftseinheit, Umgebung und Eigentumsstatus aggregieren.
  2. Neue, geänderte, verschwundene und überfällige Assets getrennt zählen.
  3. Anteil unklarer oder nicht bestätigter Zuordnungen ausweisen.
  4. Kennzahl mit Datenstand, Filter und Vergleichszeitraum beschriften.

4. Beziehungsansichten und Graphreduktion

Große Graphen werden durch Fokus, Pfadlänge und Asset-Auswahl reduziert. Eine Visualisierung soll eine konkrete Beziehung oder Anomalie nachvollziehbar machen.

  1. Start- und Zielknoten für die fachliche Frage festlegen.
  2. Relevante Relationstypen und maximale Pfadlänge begrenzen.
  3. Shared-Infrastructure- und Providerknoten gesondert kennzeichnen.
  4. Graphansicht mit einer tabellarischen Evidenzliste ergänzen.

5. Exportverträge und Versionierung

Exporte sind Schnittstellen und benötigen ein dokumentiertes Schema. Pflichtfelder, Datentypen, Zeitformat, Zeichencodierung und Nullwerte werden verbindlich geregelt.

  1. Zielsystem und minimal benötigte Felder bestimmen.
  2. Versioniertes Exportmodell mit Feldbeschreibung erstellen.
  3. Schema-, Eindeutigkeits- und Werteprüfungen automatisieren.
  4. Datei mit Datenstand, Scope-Kennung und Prüfsumme kennzeichnen.

6. Berichtspakete und Qualitätssicherung

Ein Berichtspaket verbindet Kernaussage, Kennzahlen, Detaildaten und offene Prüfbedarfe. Die Aussage bleibt durch Filter, Export und Evidenz reproduzierbar.

  1. Managementzusammenfassung ohne ungesicherte Detailbehauptungen formulieren.
  2. Technische Detailtabelle und Beziehungssicht beifügen.
  3. Unsicherheiten, Datenlücken und ausgeschlossene Bereiche explizit ausweisen.
  4. Vier-Augen-Prüfung von Zahlen, Scope und Stichproben vor der Freigabe durchführen.

Praxisprojekt

Aus einem vorbereiteten Datenbestand werden drei Produkte erstellt: eine operative Prüfliste, eine reduzierte Beziehungsansicht für einen auffälligen Asset-Pfad und ein versionierter Export für ein simuliertes Inventarsystem. Alle Produkte erhalten Datenstand, Filter und Qualitätskennzeichen.

  1. Drei fachliche Auswertungsfragen und Zielgruppen definieren.
  2. Daten normalisieren, filtern und Qualitätsstatus beibehalten.
  3. Kennzahlen und Änderungsübersicht mit Vergleichszeitraum erstellen.
  4. Fokussierte Beziehungsansicht samt Evidenzliste aufbauen.
  5. Exportvertrag prüfen und ein freigabefähiges Berichtspaket erstellen.

Arbeitsweise und Qualitätssicherung

Die Durchführung kombiniert fachliche Einordnung, demonstrierte Arbeitsabläufe, geführte Laborphasen und eigenständige Kontrollaufgaben. Jeder Arbeitsschritt wird mit Scope, Eingaben, Laufparametern, Beobachtungen und Prüfpunkt dokumentiert. Wiederholbare Testläufe, Positiv- und Negativkontrollen sowie eine klare Trennung zwischen bestätigten, wahrscheinlichen und ungeklärten Assets sichern die Nachvollziehbarkeit. Alle Analysen erfolgen ausschließlich in autorisierten Übungsumgebungen oder innerhalb schriftlich freigegebener Zielbereiche.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security-Analysten, EASM-Teams, Reporting- und Datenverantwortliche, SOC, Asset Management und technische Führungskräfte
Voraussetzungen: Amass-Grundkenntnisse, Erfahrung mit tabellarischen Daten und grundlegendes Verständnis von Asset-Beziehungen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Analysen, praktische Übungen und dokumentierte Laboraufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

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