Ein einzelnes flaches Overlay ist nicht für jeden Schutzbedarf geeignet. Das Seminar zeigt, wann direkte Mesh-Kommunikation sinnvoll ist und wie Produktion, Entwicklung, Mandanten, Partner oder Compliance-Zonen durch mehrere unabhängige Netze und ergänzende Richtlinien getrennt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
Zielsetzung
Im Mittelpunkt stehen folgende fachliche und praktische Schwerpunkte:
- Direkte Peer-Verbindungen, Relay-Fallback und zentrale Governance im Mesh-Modell einordnen.
- Mehrere Overlay-Netzwerke mit eigenen Mitgliedschaften, Adressräumen und DNS-Regeln entwerfen.
- Segmentierung zwischen und innerhalb von Netzen mit Tags und ACLs durchsetzen.
- Isolation, Performance und unerwünschte Querverbindungen durch systematische Tests nachweisen.
Zielgruppe
Netzwerk- und Systemadministration, Cloud- und Plattformarchitektur, Security Engineering und technische Infrastrukturplanung
Voraussetzungen
Gute Grundlagen zu IP-Netzen, Routing, WireGuard und Netmaker; Kenntnisse zu Netzwerksegmentierung sind hilfreich
Seminarinhalte
Modul 1: Mesh-Overlay und Datenpfad
Direkte verschlüsselte Peer-Verbindungen werden gegenüber zentralen Hub-Pfaden eingeordnet.
- Schritt 1: Kontroll- und Datenebene sowie Peer-Ermittlung im Architekturmodell trennen.
- Schritt 2: Direkte Verbindung, NAT-Traversal und Relay-Fallback anhand eines Pfads nachvollziehen.
- Schritt 3: Latenz, Bandbreite und Ausfallwirkung verschiedener Datenpfade vergleichen.
Modul 2: Netzwerk- und Adressplanung
Jedes Overlay benötigt einen konfliktfreien Adress- und Namensraum.
- Schritt 1: Endpunkte, Umgebungen und Kommunikationsgruppen inventarisieren.
- Schritt 2: IPv4- und optional IPv6-Bereiche mit Reserven und Ausschlüssen zuordnen.
- Schritt 3: Namenskonventionen, DNS-Zonen und Routinggrenzen je Netz definieren.
Modul 3: Mehrere isolierte Netzwerke
Getrennte Netze bilden eigenständige Sicherheitsdomänen in einer gemeinsamen Verwaltung.
- Schritt 1: Produktion, Entwicklung, Partner und Administration als Beispielnetze erstellen.
- Schritt 2: Mitgliedschaft und Enrollment Keys je Netz getrennt verwalten.
- Schritt 3: DNS-, Gateway- und Egress-Konfiguration je Domäne auf ungewollte Abhängigkeiten prüfen.
Modul 4: Tags und Richtlinien innerhalb eines Netzes
Feingranulare Regeln reduzieren auch innerhalb eines Overlays die laterale Reichweite.
- Schritt 1: Geräte nach Funktion, Eigentümer und Schutzbedarf taggen.
- Schritt 2: Benutzer- und Ressourcen-ACLs aus einer Kommunikationsmatrix ableiten.
- Schritt 3: Default-Deny sowie erlaubte und verbotene Verbindungen mit Regressionstests prüfen.
Modul 5: Hybride Topologien und Gateways
Mesh- und Gateway-Pfade können innerhalb einer Architektur kombiniert werden.
- Schritt 1: Direkte Serververbindungen und gatewaybasierte Benutzer- oder Routerzugänge trennen.
- Schritt 2: Auto-Relay für nicht direkt erreichbare Peers aktivieren und beobachten.
- Schritt 3: Transit, Rückwege und mögliche zentrale Engpässe dokumentieren.
Modul 6: Abnahme und laufende Governance
Segmentierung muss nach Änderungen und Wachstum überprüfbar bleiben.
- Schritt 1: Konnektivitäts- und Isolationsmatrix automatisiert oder manuell testen.
- Schritt 2: Neue Geräte, Schlüssel und Netzmitgliedschaften regelmäßig überprüfen.
- Schritt 3: Änderungsprozess, Namensstandard und Netz-Lifecycle in einem Governance-Runbook festhalten.
Praxisübungen
- Aufbau eines kleinen direkten Mesh-Netzes mit Messung von Handshake, Latenz und Datenpfad.
- Erstellung getrennter Netze für Produktion, Entwicklung und Partnerzugriff.
- Tag- und ACL-Modell mit Default-Deny, Positiv- und Negativtests.
- Test eines Relay-Fallbacks sowie Prüfung, dass keine unerwünschte Segmentquerung entsteht.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn am 1. Tag 10:00 Uhr, am 2. Tag 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerk- und Systemadministration, Cloud- und Plattformarchitektur, Security Engineering und technische Infrastrukturplanung |
| Voraussetzungen: | Gute Grundlagen zu IP-Netzen, Routing, WireGuard und Netmaker; Kenntnisse zu Netzwerksegmentierung sind hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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