Seminar / Training
Überblick
Das Seminar behandelt robuste, idempotente und versionsfähige Automatisierung über die Keylime-APIs. Theorie, Konfiguration und technische Prüfung werden in einem durchgängigen Szenario verbunden, sodass aus einzelnen Funktionen ein nachvollziehbarer Betriebs- oder Sicherheitsprozess entsteht.
Zwei Tage sind erforderlich, da Grundlagen und Konfiguration zunächst belastbar aufgebaut und anschließend mit Vertiefung, negativen Prüffällen, Fehleranalyse und Betriebsübergabe abgesichert werden. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Arbeitsschritte, positive und negative Testfälle sowie eine dokumentierte technische Abnahme.
Inhaltsübersicht
- Integrationsfall und Zustandsmodell definieren
- API-Version und Fähigkeiten entdecken
- mTLS und Clientidentität implementieren
- Registrar-Operationen automatisieren
- Verifier-Lebenszyklus idempotent abbilden
- Push-Sitzungen einordnen
- Fehler- und Retry-Strategie entwickeln
- Asynchrone Attestierungszustände überwachen
- Ereignisse an Folgesysteme übergeben
- Tests und Betriebsübergabe erstellen
Lernziele
- Robuste, idempotente und versionsfähige automatisierung über die keylime-apis fachlich einordnen und für ein konkretes Einsatzszenario planen.
- Integrationsfall und Zustandsmodell definieren.
- API-Version und Fähigkeiten entdecken.
- mTLS und Clientidentität implementieren.
- Registrar-Operationen automatisieren.
- Positive und negative Prüfergebnisse technisch bewerten, Fehler schichtweise lokalisieren und die Betriebs- oder Freigabeentscheidung dokumentieren.
Seminarinhalte Schritt für Schritt
Schritt 1: Integrationsfall und Zustandsmodell definieren
Quellsystem, Zieloperation, Agentenidentität, Policy-Zuordnung, Zwischenzustände und Kompensationsschritte werden vor der Implementierung beschrieben. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.
Schritt 2: API-Version und Fähigkeiten entdecken
Der Client ermittelt unterstützte Versionen und wählt kompatible Ressourcen, statt Pfade und Felder ungeprüft fest zu codieren. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.
Schritt 3: mTLS und Clientidentität implementieren
Zertifikatskette, privater Schlüssel, Zielname und Vertrauensanker werden sicher geladen; Secrets erscheinen weder im Quellcode noch in Logs. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.
Schritt 4: Registrar-Operationen automatisieren
Status- und Identitätsdaten werden abgefragt, validiert und mit dem Inventar abgeglichen; Änderungen erhalten eindeutige Vorbedingungen. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.
Schritt 5: Verifier-Lebenszyklus idempotent abbilden
Hinzufügen, Aktivieren, Status lesen, Policy aktualisieren und Entfernen führen auch bei Wiederholung zum gleichen Zielzustand. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.
Schritt 6: Push-Sitzungen einordnen
Kurzlebige Sitzungsressourcen, Laufzeit und Besitznachweis werden getrennt von langfristigen Dienstzertifikaten behandelt. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.
Schritt 7: Fehler- und Retry-Strategie entwickeln
Timeout, Verbindung, Authentifizierung, ungültige Eingabe, Konflikt und Serverfehler erhalten unterschiedliche Behandlung und begrenztes Backoff. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.
Schritt 8: Asynchrone Attestierungszustände überwachen
Ein erfolgreicher Verwaltungsaufruf wird erst nach dem erwarteten Verifier-Zustand als fachlich abgeschlossen bewertet. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.
Schritt 9: Ereignisse an Folgesysteme übergeben
Agent-ID, Zeitpunkt, Policy-Version, Vertrauenszustand und Begründung werden authentifiziert und dedupliziert an Orchestrierung oder Security-Automation geliefert. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.
Schritt 10: Tests und Betriebsübergabe erstellen
Mock-, Integrations- und End-to-End-Tests werden um Metriken, Auditlog, Zertifikatsrotation, API-Upgrade und Notabschaltung ergänzt. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.
Praxisübungen
- API-Version erkennen und authentifizierte Statusabfrage implementieren.
- Idempotenten Workflow zum Hinzufügen und Entfernen eines Agenten erstellen.
- Retry-Verhalten für Timeout, Konflikt und Authentifizierungsfehler testen.
- Attestierungszustand an ein simuliertes Folgesystem übergeben.
- End-to-End-Test mit Negativfall und Kompensationsschritt entwickeln.
Einordnung in den Lernpfad
Nach Pull-Modell und Authentifizierung. Push-Modell, Revocation und Entwicklung bauen auf den API-Grundlagen auf.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Software- und Integrationsentwicklung, DevOps, Security-Automatisierung, Plattformteams und technische Architektur. |
| Voraussetzungen: | Keylime-Architektur, Pull-Modell und mTLS sowie praktische Erfahrung mit REST, JSON und einer Skript- oder Programmiersprache. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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