Das dreitägige Seminar konzentriert sich auf die Punkte, an denen Load-Balancer-Projekte gern unschön werden: zu wenig Kapazität, unklare TLS-Strategien und Hochverfügbarkeit nur auf dem Papier. Drei Tage sind sinnvoll, weil Performance, Kryptografie und Verfügbarkeit jeweils eigene Fallstricke mitbringen und erst im Zusammenspiel wirklich verstanden werden.
Zielsetzung
Nach dem Seminar lassen sich Engpässe besser einordnen, Timeouts und Limits gezielter setzen, TLS-Entscheidungen sauber treffen und Ausfall- oder Wartungsszenarien realistisch planen. Das Ziel ist kein Zahlenspiel auf Folien, sondern ein System, das unter Last stabil bleibt und bei Störungen kontrolliert reagiert.
Schwerpunkte
- Leistungsrelevante Architekturfragen und typische Ursachen für unnötige Engpässe
- Grundprinzipien des Performance Tuning mit Verbindungs-, Timeout- und Ressourcenmodellen
- TLS-Terminierung, Re-Encryption, mTLS und saubere Zertifikatsstrategien
- Session-Persistenz, Überlastschutz, Queue-Verhalten und kontrollierte Lastverteilung
- Aktive und passive Health Checks für robuste Verfügbarkeit
- Failover-Muster, aktive und passive Betriebsmodelle sowie geplante Umschaltungen
- Einordnung globaler und mehrstufiger Verfügbarkeitsmuster
Praxis
Im Labor werden Konfigurationen unter Last- und Fehlerszenarien bewertet und angepasst. Dazu gehören TLS-nahe Betriebsfälle, Ausfälle einzelner Backends, Wechsel in den Wartungsmodus und die schrittweise Optimierung eines zunächst zu vorsichtigen oder zu aggressiven Setups. So wird aus gut gemeinter Konfiguration belastbarer Betrieb.
Zielgruppe
Das Seminar ist für erfahrene Administratoren, Plattformteams, Performance-Verantwortliche und Architekten gedacht, die HAProxy an kritischen Stellen der Infrastruktur betreiben.
Vorkenntnisse
Vorausgesetzt werden HAProxy-Grundlagen sowie Erfahrung mit Linux, Netzwerk, HTTP(S) und Zertifikatskonzepten.
Seminartermine
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