Seminar Intensivseminar – fwupd Administration, Sicherheit und Flottenbetrieb

Dieses Seminar behandelt Zusammengefasster Administrationspfad von Grundlagen und Updatebetrieb über Remotes, Richtlinien, BIOS und HSI bis zu UEFI, Flottenautomatisierung, Offlineversorgung, Diagnose und Incident Management. Die fachlichen Grundlagen werden mit nachvollziehbaren Arbeitsabläufen, Demonstrationen und praktischen Übungen verbunden.

Inhaltsübersicht

  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Didaktische Einordnung
  • Seminarinhalte mit schrittweisen Arbeitsabläufen
  • Praxisarbeiten
  • Arbeitsumgebung

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Linux-Systemadministration, Client- und Endpoint-Management, IT-Betrieb, technischer Support und Verantwortliche für Wartungsprozesse.

Voraussetzungen: Sichere Linux-Grundkenntnisse, Arbeit mit Shell, systemd und Paketverwaltung sowie Grundverständnis von Hardware und Firmware.

Lernziele

  • Architektur von fwupd und LVFS fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
  • Installation, Versionierung und Ausgangsprüfung fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
  • Freigabelisten, Sperren und Updateentscheidungen fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
  • Zeitbedarf, Parallelisierung und Betriebsgrenzen fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
  • Historie, Berichte und Nachweisführung fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
  • Firmwarebezogenes Incident Management fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.

Didaktische Einordnung

Fünf Tage sind die maximale und zugleich notwendige Dauer, um den vollständigen Administrations- und Sicherheitsstoff mit täglichen Laborphasen abzudecken; eine weitere Verdichtung würde Recovery- und Flottentests unvertretbar verkürzen. Pro Seminartag sind ungefähr sechs Unterrichtsstunden mit zusätzlichen Pausen vorgesehen. Die Dauer entspricht dem ausgewählten TYPO3-Seminartemplate.

Seminarinhalte

1. Architektur von fwupd und LVFS

Das Zusammenspiel aus fwupd-Daemon, Clientwerkzeugen, Plugins, Metadaten, Remotes und Firmwarepaketen wird als durchgängige Verarbeitungskette eingeordnet.

  1. Die Aufgaben von Daemon, Kommandozeilenwerkzeugen, Clientbibliothek und grafischen Frontends voneinander abgrenzen.
  2. Den Weg von Geräteerkennung und GUID-Erzeugung bis zur Zuordnung eines Firmware-Releases nachvollziehen.
  3. Die Rollen lokaler Metadaten, konfigurierter Remotes und des Linux Vendor Firmware Service unterscheiden.
  4. Den Updateablauf von der Metadatenaktualisierung über die Installation bis zur Erfolgskontrolle skizzieren.
  5. Verantwortlichkeiten zwischen Gerätehersteller, Distribution, Betrieb und Anwenderbetrieb dokumentieren.

2. Installation, Versionierung und Ausgangsprüfung

Eine reproduzierbare Ausgangslage verhindert Fehlinterpretationen bei Funktionen, Plugins und Geräteunterstützung.

  1. Paketquelle, installierte fwupd-Version, Daemonstatus und zugehörige Clientwerkzeuge ermitteln.
  2. Unterstützte Upstream- und Distributionsstände sowie abweichende Backports dokumentieren.
  3. Aktive Plugins, Buildoptionen, Systemdienste und Berechtigungsmechanismen erfassen.
  4. Den Ausgangszustand mit Gerätebestand, Remotes, Sicherheitsattributen und Historie sichern.
  5. Eine Referenzprüfung festlegen, mit der spätere Konfigurationsänderungen bewertet werden.

3. Sicherer Arbeitsablauf mit fwupdmgr und fwupdtool

Die beiden Kommandozeilenwerkzeuge werden ihrem Einsatzzweck entsprechend verwendet: fwupdmgr für den regulären Betrieb und fwupdtool für Diagnose und Entwicklung.

  1. Geräte, verfügbare Aktualisierungen, Remotes und Updatehistorie mit lesenden Befehlen erfassen.
  2. Metadaten gezielt aktualisieren und die Auswirkungen auf die angebotenen Releases prüfen.
  3. Ein Firmwarepaket zunächst analysieren, anschließend kontrolliert installieren und den Rückgabestatus sichern.
  4. Neustart-, Replug- und Aktivierungsanforderungen in einen betrieblichen Ablauf überführen.
  5. Diagnosebefehle nur in einer Testumgebung einsetzen und Ergebnisse nachvollziehbar protokollieren.

4. Geräteinventarisierung, GUIDs und Identitäten

Eine belastbare Inventarisierung verbindet physische Geräte, Pluginzuordnung, Gerätekennungen, GUIDs und Firmwarestände.

  1. Den vollständigen Gerätebaum erfassen und interne Geräte, Untergeräte sowie externe Peripherie unterscheiden.
  2. Device ID, Instance IDs und daraus gebildete GUIDs gegeneinander abgrenzen.
  3. Plugin, Updateprotokoll, Versionsformat, Flags und aktuelle Geräteprobleme je Gerät dokumentieren.
  4. Mehrfachzuordnungen und zusammengesetzte Geräte erkennen und für die Updateplanung berücksichtigen.
  5. Ein Inventarschema erstellen, das Geräteklasse, Modell, Firmwarestand, Aktualisierbarkeit und Wartungsfenster enthält.

5. Firmware-Updatezyklus im Betrieb

Firmwareaktualisierungen werden als kontrollierter Lebenszyklus mit Vorbereitung, Durchführung, Neustart oder Replug und Nachkontrolle behandelt.

  1. Stromversorgung, Akkustand, Gerätezustand, Wartungsfenster und Wiederanlaufmöglichkeiten vorab prüfen.
  2. Passendes Release, Versionssprung, Dringlichkeit, Prüfsummen und Installationsvoraussetzungen bewerten.
  3. Installation mit eindeutigem Zielgerät starten und Benutzeranforderungen während des Ablaufs beachten.
  4. Erforderlichen Neustart, Shutdown, Replug oder die nachgelagerte Aktivierung kontrolliert ausführen.
  5. Firmwarestand, Updatehistorie, Gerätezustand und relevante Systemprotokolle nach der Aktualisierung verifizieren.

6. Daemonkonfiguration und lokale Richtlinien

Die fwupd-Konfiguration wird so aufgebaut, dass Sicherheitsvorgaben, Wartungsfenster und betriebliche Ausnahmen reproduzierbar umgesetzt werden.

  1. Systemweite und lokale Konfigurationspfade sowie deren Priorität ermitteln.
  2. Zulässige Funktionen wie Emulation, Berichte oder Netzwerkzugriffe entsprechend dem Einsatzzweck festlegen.
  3. Geräte- und Releaseeinschränkungen in einer dokumentierten Richtlinie abbilden.
  4. Änderungen zunächst in einer Testgruppe aktivieren und Daemonneustart sowie Syntaxprüfung durchführen.
  5. Wirksame Konfiguration, Abweichungen und Rücksetzverfahren in die Betriebsdokumentation übernehmen.

7. Remotes, Metadaten und Vertrauensgrenzen

Remotes bestimmen, aus welchen Quellen Metadaten und Firmware bezogen werden und welche Berichtswege verwendet werden.

  1. Alle vorhandenen Remotes mit Typ, Aktivierungszustand, Metadatenquelle und Berichtsoptionen erfassen.
  2. Öffentliche, herstellerspezifische, lokale und testbezogene Remotes voneinander trennen.
  3. Metadatenaktualisierung, Signaturprüfung, Cacheverhalten und Prioritäten nachvollziehen.
  4. Einen Remote zunächst deaktiviert bereitstellen, prüfen und erst danach für eine Pilotgruppe freigeben.
  5. Ausfall-, Manipulations- und Rückrollszenarien für die Metadatenversorgung dokumentieren.

8. Freigabelisten, Sperren und Updateentscheidungen

Updateentscheidungen werden nicht allein dem Vorhandensein eines Releases überlassen, sondern anhand definierter Freigabekriterien getroffen.

  1. Geräteklassen und Firmwarezweige mit ihrem geschäftlichen und technischen Risiko klassifizieren.
  2. Zulässige Releases, maximale oder minimale Versionen und vorübergehende Ausschlüsse festlegen.
  3. Notfallfreigaben für kritische Sicherheitsaktualisierungen von regulären Wartungsfreigaben trennen.
  4. Entscheidungen in Pilot-, Stufen- und Breitenfreigaben übersetzen.
  5. Ablaufdaten, Verantwortliche und regelmäßige Überprüfung jeder Ausnahme festhalten.

9. BIOS-Einstellungen und Best Known Configuration

Firmwareeinstellungen werden inventarisiert, auf Sollwerte abgebildet und kontrolliert geändert, ohne gerätespezifische Abhängigkeiten zu übergehen.

  1. Verfügbare BIOS-Einstellungen mit Datentyp, aktuellem Wert, möglichen Werten und Schreibschutz erfassen.
  2. Sicherheits- und Betriebsanforderungen in ein versioniertes Sollwertprofil überführen.
  3. Abhängigkeiten, Neustartpflicht und herstellerspezifische Benennungen vor Änderungen prüfen.
  4. Änderungen zunächst auf Referenzhardware anwenden und den Zielwert nach dem Neustart verifizieren.
  5. Abweichungen, nicht unterstützte Werte und genehmigte Ausnahmen in einer Best Known Configuration dokumentieren.

10. Host Security ID und Sicherheitsattribute

Die Host Security ID fasst messbare Plattformattribute zusammen und macht Konfigurations- oder Firmwaredefizite sichtbar.

  1. Sicherheitsattribute des Systems erfassen und nach Plattform, Firmware, Kernel und Laufzeit einordnen.
  2. Bestandene, fehlgeschlagene, nicht unterstützte und zur Laufzeit beeinträchtigte Prüfungen unterscheiden.
  3. Die HSI-Stufe nicht isoliert, sondern zusammen mit Gerätemodell, Firmwarestand und Einsatzprofil bewerten.
  4. Abweichungen auf konkrete BIOS-, UEFI-, TPM-, DMA- oder Kernelmaßnahmen zurückführen.
  5. Eine wiederholbare HSI-Prüfung vor und nach Änderungen in den Härtungsprozess integrieren.

11. TPM, PCR-Messungen und Plattformzustand

TPM-bezogene Attribute und PCR-Messungen werden genutzt, um Bootzustand und Änderungen nachvollziehbar zu bewerten.

  1. TPM-Version, Bereitstellungsstatus und relevante HSI-Attribute erfassen.
  2. PCR-Werte und Ereignisprotokoll als Messkette statt als einzelne Zahlen interpretieren.
  3. Geplante Firmware- oder Secure-Boot-Änderungen auf Schlüsselbindung und Festplattenentsperrung prüfen.
  4. Vor Wartungsarbeiten Wiederherstellungsschlüssel und organisatorische Freigaben sicherstellen.
  5. Nach der Änderung Messzustand, Entsperrverhalten und Abweichungen dokumentieren.

12. UEFI Capsule Update und Bootkette

UEFI-Capsule-Updates erfordern das Verständnis von ESRT, Capsule Delivery, Bootloaderpfad, NVRAM und Neustartphase.

  1. Unterstützung durch UEFI, ESRT, Capsule-Plugin und installierte EFI-Komponenten prüfen.
  2. Geräte-GUID, Capsule-Flags, Versionsformat und Mindestversion des Systemfirmwaregeräts erfassen.
  3. Den Installationsweg über NVRAM oder alternative Capsule-Verfahren dem Systemtyp zuordnen.
  4. Neustartphase, Firmwareoberfläche und Rückmeldung an das Betriebssystem kontrolliert beobachten.
  5. Fehler in Capsule-Bereitstellung, Bootpfad und Firmwareantwort anhand der Protokolle eingrenzen.

13. Secure Boot, db, dbx, KEK und Zertifikatswechsel

Aktualisierungen der UEFI-Vertrauensdatenbanken werden als sicherheitskritische Eingriffe in die Bootkette geplant.

  1. Platform Key, Key Exchange Keys, erlaubte Signaturen in db und gesperrte Signaturen in dbx funktional unterscheiden.
  2. Aktuellen Zertifikatsbestand, Secure-Boot-Status und Kompatibilität der eingesetzten Bootmedien erfassen.
  3. Reihenfolge und Abhängigkeiten von KEK-, db- und dbx-Aktualisierungen vor der Freigabe prüfen.
  4. Pilotgeräte mit Wiederherstellungsmedium und dokumentiertem Rückweg aktualisieren.
  5. Bootfähigkeit, Secure-Boot-Status und HSI-Attribute nach jedem Änderungsschritt verifizieren.

14. Automatisierung mit JSON-Ausgaben und Exitcodes

Automatisierte Abläufe verwenden maschinenlesbare Ausgaben, eindeutige Rückgabecodes und idempotente Prüfungen.

  1. Lesende Befehle mit JSON-Ausgabe in ein strukturiertes Inventar überführen.
  2. Vorbedingungen wie Stromversorgung, Geräteproblem, Wartungsfenster und verfügbares Release automatisiert prüfen.
  3. Installationsbefehle mit Zeitlimit, Protokollpfad und eindeutigem Zielgerät kapseln.
  4. Neustart- oder Replug-Anforderungen als gesonderten Zustand behandeln statt als Fehler zu werten.
  5. Nachkontrolle, Historienabgleich und Alarmierung bei Abweichungen in den Ablauf aufnehmen.

15. Flottenmodell, Ringfreigaben und Wartungsfenster

Große Gerätebestände werden über Referenzmodelle, Pilotgruppen und gestufte Freigaben beherrscht.

  1. Bestand nach Modell, Plattformgeneration, Standort, Kritikalität und Wartungsfenster segmentieren.
  2. Referenzgeräte und Pilotgruppen so auswählen, dass alle relevanten Hardwarevarianten vertreten sind.
  3. Freigaberinge mit messbaren Eintritts- und Abbruchkriterien definieren.
  4. Erfolgsquote, Ausfalltypen und Zeitbedarf je Ring auswerten, bevor die nächste Stufe beginnt.
  5. Rücknahme, Pausierung und Notfallbeschleunigung als feste Prozessvarianten dokumentieren.

16. Zeitbedarf, Parallelisierung und Betriebsgrenzen

Updatezeiten und Unterbrechungen werden realistisch geplant, da Geräteklassen unterschiedliche Transfer-, Flash- und Aktivierungsphasen besitzen.

  1. Installationsdauer, Neustartdauer und erforderliche manuelle Eingriffe je Geräteklasse messen.
  2. Nicht parallelisierbare Schritte bei zusammengesetzten Geräten und Dockingstationen erkennen.
  3. Bandbreite und Metadatenaktualisierung von der eigentlichen Flashdauer trennen.
  4. Wartungsfenster mit Sicherheitsreserve und klarer Abbruchgrenze dimensionieren.
  5. Messwerte regelmäßig aktualisieren und als Grundlage für Flottenplanung und Kommunikation verwenden.

17. Integration in Konfigurations- und Endpoint-Management

fwupd wird in bestehende Managementprozesse eingebunden, ohne den lokalen Daemon oder gerätespezifische Updateanforderungen zu umgehen.

  1. Inventar-, Ausführungs- und Berichtsschnittstellen des vorhandenen Managementsystems bestimmen.
  2. fwupd-Aufrufe in kleine, prüfbare und wiederholbare Arbeitsschritte zerlegen.
  3. Privilegien, Polkit-Regeln und Ausführungskontext für unbeaufsichtigte Abläufe begrenzen.
  4. Wartungsfenster, Neustartkoordination und Benutzerkommunikation mit dem Endpoint-Prozess verbinden.
  5. Ergebnisdaten zentral konsolidieren und Abweichungen auf Geräteebene zurückverfolgbar halten.

18. Lokale Metadatenspiegel und kontrollierte Verteilung

Ein lokaler Spiegel reduziert externe Abhängigkeiten und erlaubt eine kontrollierte Bereitstellung geprüfter Metadaten und Firmwarepakete.

  1. Benötigte Metadaten, Firmwareartefakte, Signaturen und Aktualisierungsintervalle bestimmen.
  2. Synchronisation in einer vorgelagerten Zone durchführen und Integrität sowie Vollständigkeit prüfen.
  3. Einen lokalen Remote mit eindeutiger Priorität und begrenztem Geltungsbereich bereitstellen.
  4. Pilotclients auf den Spiegel umstellen und Cache-, Proxy- sowie Ausfallszenarien testen.
  5. Freigabe, Rücknahme und revisionssichere Archivierung der veröffentlichten Stände organisieren.

19. Air-Gap und vollständig offline ausgeführte Updates

In abgeschotteten Netzen werden Firmwarepakete und Metadaten über einen kontrollierten Medien- und Freigabeprozess übertragen.

  1. Zielgeräte, GUIDs, aktuelle Versionen und benötigte Releases im abgeschotteten Netz inventarisieren.
  2. Artefakte in einer verbundenen Prüfzone beschaffen und Prüfsummen, Signaturen sowie Metadaten validieren.
  3. Freigegebene Pakete auf kontrolliertem Medium mit Übergabeprotokoll in die Zielzone übertragen.
  4. Pakete lokal analysieren, auf Pilotgeräten installieren und Neustart- oder Replug-Schritte durchführen.
  5. Ergebnisse und Diagnosedaten über den genehmigten Rückkanal in die Nachweisführung übernehmen.

20. Protokollierung und reproduzierbare Diagnose

Fehler werden anhand eines festen Diagnoseablaufs untersucht, damit Geräte-, Plugin-, Metadaten- und Systemprobleme getrennt werden können.

  1. Zeitpunkt, Gerät, Zielversion, ausgeführten Befehl und beobachtetes Verhalten präzise festhalten.
  2. Daemonstatus, Journal, fwupd-Ausgabe und relevante Kernelmeldungen im gleichen Zeitfenster sichern.
  3. Gerätebaum, Pluginzuordnung, Flags, Probleme, GUIDs und Remotes erneut erfassen.
  4. Fehler mit minimalen Änderungen auf Referenzhardware oder in einer Emulationsumgebung reproduzieren.
  5. Befund, wahrscheinliche Ursache, Gegenprobe und verbleibende Unsicherheit getrennt dokumentieren.

21. Recovery, Rollback und sichere Wiederholung

Wiederherstellung wird vor dem Update geplant und berücksichtigt, dass nicht jedes Gerät ein Firmware-Rollback unterstützt.

  1. Recovery-Fähigkeiten, Mindestversion, erlaubte Downgrades und herstellerspezifische Notfallwege vorab prüfen.
  2. Stromversorgung, alternative Eingabegeräte, Wiederherstellungsmedium und Zugriff auf Schlüssel sicherstellen.
  3. Nach einem Fehlschlag zunächst Gerätezustand und Historie sichern, bevor weitere Schreibversuche erfolgen.
  4. Nur dokumentierte Wiederholungs-, Aktivierungs- oder Recovery-Schritte in festgelegter Reihenfolge anwenden.
  5. Nach erfolgreicher Wiederherstellung Firmwarestand, Funktion, Sicherheitsattribute und erneute Freigabe kontrollieren.

22. Historie, Berichte und Nachweisführung

Die lokale Updatehistorie und standardisierte Berichte bilden die Grundlage für Fehleranalyse, Audit und Flottensteuerung.

  1. Updatehistorie mit Zeit, Gerät, Ausgangs- und Zielversion sowie Ergebnis erfassen.
  2. Fehlerzustände und Benutzeranforderungen mit Journal- und Daemonmeldungen korrelieren.
  3. Berichtsfunktionen entsprechend Datenschutz- und Unternehmensvorgaben konfigurieren.
  4. Erfolgsquote, Fehlerklassen, Wiederholungen und offene Aktivierungen als Kennzahlen auswerten.
  5. Nachweise für Wartungsfenster, Freigabeentscheidung und erfolgreiche Nachkontrolle archivieren.

23. Firmwarebezogenes Incident Management

Fehlerhafte oder sicherheitskritische Firmware erfordert einen eigenen Reaktionsablauf, der Betrieb, Herstellerkontakt und Flottenmaßnahmen verbindet.

  1. Auslöser für einen Firmwarevorfall anhand von Fehlerraten, Sicherheitsmeldungen und Geräteausfällen definieren.
  2. Betroffene Geräte, Firmwareversionen, GUIDs, Standorte und Freigabestufen schnell eingrenzen.
  3. Weitere Verteilung stoppen und sichere Zwischenmaßnahmen für bereits betroffene Systeme festlegen.
  4. Diagnosedaten reproduzierbar sichern und technische Eskalation mit klarer Fehlerbeschreibung vorbereiten.
  5. Freigabe einer korrigierten Version, Wiederanlauf und Abschlusskontrolle nachvollziehbar steuern.

Praxisarbeiten

  1. Praxisfall „Architektur von fwupd und LVFS“ bearbeiten und als Ergebnis verantwortlichkeiten zwischen Gerätehersteller, Distribution, Betrieb und Anwenderbetrieb dokumentieren.
  2. Praxisfall „Geräteinventarisierung, GUIDs und Identitäten“ bearbeiten und als Ergebnis ein Inventarschema erstellen, das Geräteklasse, Modell, Firmwarestand, Aktualisierbarkeit und Wartungsfenster enthält.
  3. Praxisfall „Remotes, Metadaten und Vertrauensgrenzen“ bearbeiten und als Ergebnis ausfall-, Manipulations- und Rückrollszenarien für die Metadatenversorgung dokumentieren.
  4. Praxisfall „Host Security ID und Sicherheitsattribute“ bearbeiten und als Ergebnis eine wiederholbare HSI-Prüfung vor und nach Änderungen in den Härtungsprozess integrieren.
  5. Praxisfall „Automatisierung mit JSON-Ausgaben und Exitcodes“ bearbeiten und als Ergebnis nachkontrolle, Historienabgleich und Alarmierung bei Abweichungen in den Ablauf aufnehmen.
  6. Praxisfall „Integration in Konfigurations- und Endpoint-Management“ bearbeiten und als Ergebnis ergebnisdaten zentral konsolidieren und Abweichungen auf Geräteebene zurückverfolgbar halten.
  7. Praxisfall „Protokollierung und reproduzierbare Diagnose“ bearbeiten und als Ergebnis befund, wahrscheinliche Ursache, Gegenprobe und verbleibende Unsicherheit getrennt dokumentieren.
  8. Praxisfall „Firmwarebezogenes Incident Management“ bearbeiten und als Ergebnis freigabe einer korrigierten Version, Wiederanlauf und Abschlusskontrolle nachvollziehbar steuern.

Arbeitsumgebung

Linux-Testsysteme oder virtuelle Verwaltungsumgebung; für Flashübungen geeignete, wiederherstellbare Referenzhardware. Alle Übungen werden mit dokumentiertem Ausgangszustand, eindeutigen Prüfkriterien und einer abschließenden technischen Kontrolle durchgeführt.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Systemadministration, Client- und Endpoint-Management, IT-Betrieb, technischer Support und Verantwortliche für Wartungsprozesse.
Voraussetzungen: Sichere Linux-Grundkenntnisse, Arbeit mit Shell, systemd und Paketverwaltung sowie Grundverständnis von Hardware und Firmware.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Schritt-für-Schritt-Arbeitsaufträge
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Paderborn 5 Tage
Essen 5 Tage
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Freiburg 5 Tage
Potsdam 5 Tage
Flensburg 5 Tage
Konstanz 5 Tage
Hamm 5 Tage
Rostock 5 Tage
Hamburg 5 Tage
Leipzig 5 Tage
Hannover 5 Tage
Stuttgart 5 Tage
Dresden 5 Tage
Luxemburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
Trier 5 Tage
Madgeburg 5 Tage
Friedrichshafen 5 Tage
Kassel 5 Tage
Ulm 5 Tage
München 5 Tage
Nürnberg 5 Tage
Köln 5 Tage
Wuppertal 5 Tage
Münster 5 Tage
Mainz 5 Tage
Erfurt 5 Tage
Bremen 5 Tage
Berlin 5 Tage
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Paderborn 5 Tage
Essen 5 Tage
Konstanz 5 Tage
Freiburg 5 Tage
Potsdam 5 Tage
Flensburg 5 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.de All rights reserved. | Kontakt | Impressum | Nach oben