Seminar FRRouting – Linux-Routing, VRF und Policy-Based Routing

Seminarbeschreibung

Mehrere Routing-Instanzen und abweichende Verkehrswege erfordern ein klares Verständnis des Linux-Datenpfads. Das Seminar untersucht die Beziehung zwischen FRRouting, Routingtabellen und Interface-Zuordnung. VRFs werden für getrennte Mandanten aufgebaut und mit kontrollierten Übergängen verbunden. Die Abgrenzung zu Network Namespaces verhindert Fehlannahmen über Isolation und Verwaltungszustand.

Policy-Based Routing wird für konkrete Anforderungen eingesetzt, etwa die Wahl eines abweichenden Ausgangspfads für definierte Quellnetze. Dabei werden Regelprioritäten, Next-Hop-Erreichbarkeit und mögliche asymmetrische Rückwege geprüft. FRRouting-PBR ersetzt weder eine Firewall noch eine Zugriffsrichtlinie. Die Übungen berücksichtigen die Fähigkeiten des verwendeten Linux-Datenpfads und vermeiden pauschale Zusagen zu dort nicht unterstützten Match- oder Änderungsfunktionen. Fehlersuche mit iproute2 und FRRouting-Ausgaben bildet einen wesentlichen Teil des Kurses.

Lernziele

  • VRFs mit eindeutigen Interface- und Routingtabellen-Zuordnungen betreiben.
  • Policy-Based Routing mit überprüfbaren Regeln und Next Hops umsetzen.
  • Segmentierung und tatsächliche Isolation durch gezielte Kommunikationstests nachweisen.

Zielgruppe

Linux- und Netzwerkadministratoren, Plattformbetreiber sowie Teams mit Mandanten- oder Mehrprovider-Anforderungen.

Voraussetzungen

FRRouting-Grundkenntnisse, sichere Linux-Interface-Verwaltung und IPv4-/IPv6-Routing. Grundlegende BGP-Kenntnisse sind für kontrollierte VRF-Übergänge hilfreich.

Seminarinhalte

Inhaltsübersicht: Linux-Routing verstehen; VRFs und Mandanten; Policy-Based Routing; Kontrollierte Übergänge; Fehleranalyse und Abnahme.

Linux-Routing verstehen

  • RIB, FIB und Routing Policy Database unterscheiden.
  • Routingtabellen, Regelprioritäten und lokale Routen untersuchen.
  • Forwarding, Reverse-Path-Prüfung und Rückwege im Zusammenhang bewerten.

VRFs und Mandanten

  • VRF-Interfaces erstellen und Netzschnittstellen zuordnen.
  • FRRouting-Instanzen im richtigen Routing-Kontext verwalten.
  • VRF-Lite und Network Namespaces nach ihrem Isolationsmodell vergleichen.

Policy-Based Routing

  • pbrd, PBR-Maps und Next-Hop-Gruppen einsetzen.
  • Quell- und Zielmerkmale für begrenzte Anwendungsfälle verwenden.
  • Die Installation und Wirksamkeit der Regeln im Kernel kontrollieren.

Kontrollierte Übergänge

  • Gemeinsame Dienste und gezielten Routenaustausch zwischen VRFs planen.
  • Routing-Policies von Firewall-Freigaben unterscheiden.
  • Asymmetrische Pfade und unbeabsichtigte Mandantenverbindungen vermeiden.

Fehleranalyse und Abnahme

  • VRF-Kontext, IP-Regeln und ausgewählten Next Hop gemeinsam prüfen.
  • Fehlende Interface-Zuordnungen und nicht installierte PBR-Regeln finden.
  • Positiv- und Negativtests für getrennte Mandanten durchführen.

Praxisübungen

  1. Zwei Mandanten mit getrennten VRFs und Routingtabellen anlegen.
  2. Interfaces und FRRouting-Konfiguration dem passenden Mandanten zuordnen.
  3. Einen ausgewählten Verkehrsstrom über einen alternativen Ausgangspfad leiten.
  4. Einen gemeinsamen Dienst mit gezieltem Routenaustausch erreichbar machen.
  5. Unerlaubte Querkommunikation und falsche Rückwege durch konkrete Tests erkennen.

Ansprechpartner

Seminardetails

Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux- und Netzwerkadministratoren, Plattformbetreiber sowie Teams mit Mandanten- oder Mehrprovider-Anforderungen.
Voraussetzungen: FRRouting-Grundkenntnisse, sichere Linux-Interface-Verwaltung und IPv4-/IPv6-Routing. Grundlegende BGP-Kenntnisse sind für kontrollierte VRF-Übergänge hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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