Seminar Endian UTM – Intensivseminar Administration und Netzwerksicherheit

Das fünftägige Intensivseminar konsolidiert die administrativen, netztechnischen und sicherheitsbezogenen Kernkompetenzen des Gesamtportfolios. Von Architektur und Erstinbetriebnahme über Zonen, VLANs, Routing, Multi-WAN, Firewall, NAT, IDS/IPS, DNS Security und Identitäten bis zu Hardening und QoS entsteht eine vollständig getestete Referenzumgebung. Der Lernpfad ist für den beschleunigten Aufbau einer belastbaren Administratorqualifikation ausgelegt.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Lernziele

  • eine Endian-UTM-Umgebung von der Planung bis zur Abnahme aufbauen
  • komplexe Zonen-, VLAN-, Routing- und Uplink-Architekturen beherrschen
  • restriktive Firewall-, NAT- und Sicherheitsrichtlinien umsetzen
  • IDS/IPS, DNS Security, Benutzer und Zertifikate integrieren
  • Hardening, QoS, Tests und Dokumentation in den Regelbetrieb überführen

Zielgruppe

Künftige oder erfahrene Endian-Administratoren, Netzwerk- und Security-Engineering, technische Consultants und Infrastrukturarchitektur

Voraussetzungen

Gute TCP/IP- und Routingkenntnisse; grundlegende Firewallkenntnisse; für den vollständigen Praxisanteil wird eine vorbereitete Endian-UTM-Laborumgebung benötigt

Seminarinhalte

Modul 1: EndianOS- und UTM-Architektur einordnen

  1. Rollen von EndianOS, UTM-Appliance, Managementoberfläche, Diensten und Sicherheitszonen voneinander abgrenzen.
  2. Datenpfade für Internetzugang, interne Kommunikation, Veröffentlichungen und Remote-Zugriffe anhand eines Referenznetzes nachvollziehen.
  3. Lizenz-, Plattform- und Bereitstellungsvarianten für Hardware, virtuelle Systeme und Cloud-Umgebungen fachlich bewerten.
  4. Ein Zielbild mit Zuständigkeiten, Schutzbedarf und betrieblichen Abhängigkeiten dokumentieren.

Modul 2: Erstinstallation und Konfigurationsassistent durchführen

  1. Installations- oder Appliance-Start prüfen und einen abgesicherten Administrationszugang vorbereiten.
  2. Zeitzone, Gerätename, Netzwerkmodus, primären Uplink und gegebenenfalls eine Ersatzverbindung konfigurieren.
  3. Interne Zonen und Schnittstellen zuweisen sowie die Basiskommunikation schrittweise freigeben.
  4. Registrierung, Lizenzstatus, Updates und erste Sicherung kontrollieren.

Modul 3: Netzanforderungen und Kommunikationsmatrix erarbeiten

  1. Standorte, Netze, VLANs, Adressbereiche, Dienste, Sicherheitsklassen und Eigentümer vollständig erfassen.
  2. Erforderliche Kommunikationsbeziehungen nach Quelle, Ziel, Dienst, Richtung und Schutzbedarf beschreiben.
  3. Abhängigkeiten von DHCP, DNS, NTP, Routing, Providern und externen Netzen sichtbar machen.
  4. Konflikte, überlappende Netze und nicht dokumentierte Übergänge vor der Umsetzung bereinigen.

Modul 4: Zonen, Schnittstellen und VLANs konfigurieren

  1. Interne, externe und demilitarisierte Bereiche nach Schutzbedarf und Vertrauensniveau in Zonen gliedern.
  2. Physische und virtuelle Schnittstellen zuordnen sowie VLAN-Tagging und ungetaggten Verkehr kontrolliert konfigurieren.
  3. Managementzugriffe und zentrale Dienste je Zone auf das erforderliche Minimum begrenzen.
  4. Zonenzuordnung durch Adress-, Routing- und Firewalltests verifizieren.

Modul 5: Bridging, Bonding und transparente Einbindung umsetzen

  1. Einsatzkriterien für Routing-Modus, transparenten Bridge-Modus und kombinierte Architekturen vergleichen.
  2. Bridges, beteiligte Schnittstellen und Schleifenvermeidung strukturiert planen.
  3. Bonding für Verfügbarkeit oder Durchsatz mit passenden Betriebsparametern konfigurieren.
  4. Layer-2-Kommunikation, Spanning-Tree-Verhalten und Fehlerfälle kontrolliert testen.

Modul 6: Statisches und richtlinienbasiertes Routing aufbauen

  1. Direkt verbundene Netze, statische Routen, Standardrouten und Rückwege vollständig modellieren.
  2. Quell-, ziel- und richtlinienbasierte Weiterleitung für definierte Verkehrsflüsse konfigurieren.
  3. Asymmetrisches Routing, konkurrierende Routen und unerwünschte Umgehungspfade erkennen.
  4. Routingentscheidungen mit Traceroute, Verbindungstabellen und Protokollen nachvollziehen.

Modul 7: Uplinks, Multi-WAN und Leitungsüberwachung einrichten

  1. Provideranschlüsse, Adressierungsarten, Gateways, Prüfziele und Qualitätsanforderungen erfassen.
  2. Mehrere Uplinks mit Prioritäten, Überwachungsparametern und zulässigen Verkehrsarten konfigurieren.
  3. Failover- und Failback-Verhalten einschließlich bestehender Sitzungen fachlich bewerten.
  4. Ausfälle, instabile Leitungen und Rückkehr zum Primärpfad reproduzierbar testen.

Modul 8: Firewall-Regelwerk und Governance entwerfen

  1. Schutzbedarf, Kommunikationsmatrix, Verantwortlichkeiten und Genehmigungswege in ein Regelkonzept überführen.
  2. Standardverhalten, Regelreihenfolge, Objektverwendung, Protokollierung und zeitliche Gültigkeit festlegen.
  3. Ausnahmen mit Begründung, Ablaufdatum und kompensierenden Kontrollen versehen.
  4. Prüf- und Bereinigungszyklen für technische sowie fachliche Regelverantwortung definieren.

Modul 9: Ausgehenden, zonenübergreifenden und VPN-Verkehr steuern

  1. Regelbereiche nach Verkehrsrichtung und Sicherheitskontext korrekt auswählen.
  2. Quellen, Ziele, Dienste, Benutzerbezug und Zeitbedingungen präzise konfigurieren.
  3. Regelreihenfolge, Überschneidungen und unbeabsichtigte Freigaben mit Testfällen prüfen.
  4. Erlaubte und blockierte Verbindungen anhand der Firewall-Protokolle nachvollziehen.

Modul 10: Portweiterleitung und Destination NAT umsetzen

  1. Veröffentlichungsbedarf, interne Ziele, externe Adressen, Ports und Protokolle erfassen.
  2. Portweiterleitungen mit passenden Quellbeschränkungen und Firewall-Beziehungen konfigurieren.
  3. Hairpin-, Mehr-Uplink- und Übersetzungsfälle auf Rückwege und Zustandsbehandlung prüfen.
  4. Veröffentlichungen von externen und internen Testpunkten kontrolliert validieren.

Modul 11: Source NAT und eingehend gerouteten Verkehr konfigurieren

  1. Anwendungsfälle für Masquerading, statische Quellübersetzung und unveränderte Quelladressen unterscheiden.
  2. Source-NAT-Regeln nach Uplink, Quelle, Ziel und Dienst eindeutig aufbauen.
  3. Eingehend gerouteten Verkehr ohne Destination NAT mit passenden Sicherheitsregeln absichern.
  4. Adressübersetzung und Rückverkehr über Verbindungsstatus und Protokolle überprüfen.

Modul 12: Bedrohungsmodell und Schutzstrategie ableiten

  1. Kritische Dienste, typische Angriffswege, schützenswerte Daten und relevante Netzwerkgrenzen erfassen.
  2. Präventive, erkennende und reaktive Kontrollen den identifizierten Risiken zuordnen.
  3. Zusammenspiel von Firewall, IDS/IPS, Application Control, DNS-Sicherheit und Proxys planen.
  4. Messbare Kriterien für Wirksamkeit, Fehlalarmquote und Reaktionszeit festlegen.

Modul 13: IDS- und IPS-Betriebsarten konfigurieren

  1. Erkennungs- und Blockierbetrieb anhand von Risiko, Leistung und Betriebsreife auswählen.
  2. Überwachte Zonen, Schnittstellen und Verkehrsrichtungen schrittweise festlegen.
  3. Grundparameter und Sicherheitsprofile zunächst beobachtend aktivieren.
  4. Übergang in den Blockierbetrieb mit klaren Abnahme- und Rückfallkriterien steuern.

Modul 14: DNS-Proxy, Routing und Schutzfunktionen absichern

  1. Zulässige DNS-Pfade und interne sowie externe Resolver festlegen.
  2. DNS-Proxy und DNS-Routing zonengerecht konfigurieren und direkte Umgehung begrenzen.
  3. Schutz gegen bekannte Schad- und Phishing-Ziele aktivieren und Ausnahmen restriktiv verwalten.
  4. Namensauflösung, Blockierungen und Fehlklassifikationen anhand von Protokollen prüfen.

Modul 15: Identitäts-, Rollen- und Dienstemodell planen

  1. Benutzergruppen, Administratorrollen, externe Verzeichnisse und geschützte Dienste erfassen.
  2. Authentifizierungsquellen, Prioritäten, Ausfallverhalten und Namenskonventionen festlegen.
  3. Minimalrechte, Funktionstrennung und Lebenszyklus von Konten definieren.
  4. Nachweisbare Freigabe- und Rezertifizierungsprozesse für Berechtigungen entwerfen.

Modul 16: LDAP, Active Directory und RADIUS anbinden

  1. Verbindungsdaten, Suchbasen, Gruppenattribute, Zertifikatsvertrauen und Dienstkonten vorbereiten.
  2. Provider schrittweise einrichten und sichere Transportwege verwenden.
  3. Benutzer- und Gruppenauflösung sowie Fehlerfälle bei Nichterreichbarkeit testen.
  4. Berechtigungszuordnungen mit ausgewählten Testidentitäten validieren.

Modul 17: Zertifikate, Zertifizierungsstellen und Sperrlisten verwalten

  1. Interne oder externe Zertifizierungsstellen, Zertifikatszwecke und Laufzeiten planen.
  2. Zertifikate und Enrollment-Anfragen sicher erzeugen, importieren und zuordnen.
  3. Vertrauenskette, Hostnamen, Schlüsselverwendung und Ablaufdaten kontrollieren.
  4. Sperrung, Erneuerung und Notfalltausch mit nachvollziehbaren Verfahren vorbereiten.

Modul 18: Schutzbedarf und Hardening-Baseline erstellen

  1. Schutzobjekte, Bedrohungen, regulatorische Anforderungen und kritische Kommunikationswege erfassen.
  2. Sicherheitsziele für Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Nachvollziehbarkeit ableiten.
  3. Mindestkonfiguration für Zonen, Dienste, Administrationszugänge und Protokollierung definieren.
  4. Abweichungen mit Risiko, Genehmigung und Befristung dokumentieren.

Modul 19: Verkehrsklassen und Qualitätsziele definieren

  1. Geschäftskritische Anwendungen, Echtzeitverkehr, Massendaten und unerwünschte Lasten erfassen.
  2. Bandbreitenbedarf, Latenz-, Jitter- und Verlustanforderungen je Verkehrsart festlegen.
  3. Uplink-Kapazitäten und realistische Reserven anhand von Messwerten bestimmen.
  4. Priorisierungsregeln und Grenzen mit Anwendungseigentümern abstimmen.

Modul 20: Priorisierung unter Last validieren

  1. Vergleichsmessung ohne und mit QoS bei kontrollierter Auslastung durchführen.
  2. Durchsatz, Latenz, Jitter und Paketverlust je Klasse erfassen.
  3. Grenzfälle bei Uplink-Wechsel, VPN und gleichzeitiger hoher Last prüfen.
  4. Ergebnisse dokumentieren und Klassen sowie Regeln iterativ feinjustieren.

Modul 21: Regeländerungen testen, dokumentieren und zurückrollen

  1. Ausgangszustand sichern und technische sowie fachliche Abnahmekriterien festlegen.
  2. Änderungen in kleinen, nachvollziehbaren Schritten mit Protokollierung umsetzen.
  3. Erlaubnis-, Sperr-, Rückweg- und Ausfallszenarien kontrolliert prüfen.
  4. Rollback durchführen, falls Abnahmekriterien nicht erfüllt sind, und Regelstand dokumentieren.

Modul 22: Grundkonfiguration prüfen und dokumentieren

  1. Erreichbarkeit von Verwaltung, DNS, NTP, Standardgateway und definierten Testzielen kontrollieren.
  2. Zonenübergänge mit Positiv- und Negativtests gegen die geplante Kommunikationsmatrix verifizieren.
  3. Systemstatus, Dienste, Updates, Lizenz und Ereignismeldungen auf Auffälligkeiten prüfen.
  4. Ausgangskonfiguration sichern und eine belastbare Betriebsdokumentation erstellen.

Praxisübungen

  • Aufbau einer mehrzonigen Referenzumgebung mit VLANs und mehreren Uplinks
  • Implementierung einer vollständigen Kommunikationsmatrix mit Firewall und NAT
  • Aktivierung und Tuning von IDS/IPS sowie DNS-Sicherheitskontrollen
  • Anbindung eines Verzeichnisdienstes und Aufbau einer Zertifikatsstruktur
  • Hardening-Review, Lasttest, Negativtests und dokumentierte technische Abnahme

Methodik

Fachliche Einordnung, nachvollziehbare Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System, Positiv- und Negativtests, strukturierte Fehleranalyse sowie dokumentierte Abnahme der erarbeiteten Konfiguration.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Künftige oder erfahrene Endian-Administratoren, Netzwerk- und Security-Engineering, technische Consultants und Infrastrukturarchitektur
Voraussetzungen: Gute TCP/IP- und Routingkenntnisse; grundlegende Firewallkenntnisse; für den vollständigen Praxisanteil wird eine vorbereitete Endian-UTM-Laborumgebung benötigt
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Luxemburg 5 Tage
Hannover 5 Tage
Stuttgart 5 Tage
Dresden 5 Tage
Madgeburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
Trier 5 Tage
München 5 Tage
Friedrichshafen 5 Tage
Kassel 5 Tage
Ulm 5 Tage
Münster 5 Tage
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