Seminar eduVPN / Let’s Connect! – Migration und produktive Einführung

Vom Bestands-VPN zum kontrollierten Produktivgang

Das Seminar verbindet Ist-Aufnahme, Zielbild, Pilot, Koexistenz, Clientumstellung, Cutover, Rückfall und Nachbetreuung zu einem belastbaren Migrationsplan.

Die Inhalte werden anhand einer konsistenten Laborumgebung schrittweise aufgebaut. Jede Änderung wird vor der nächsten Ausbaustufe geprüft, dokumentiert und in den betrieblichen Gesamtzusammenhang eingeordnet.

Inhaltsübersicht

  1. Plattform, Varianten und Einsatzmodelle einordnen
  2. Anforderungen, Kapazität und Einführung planen
  3. Migration und produktiven Cutover steuern
  4. Clients ausrollen und Supportfälle reproduzieren
  5. LDAP- und RADIUS-Authentisierung integrieren
  6. VPN-Profile und Zugriffsarten konfigurieren
  7. Monitoring, Logging und Fehleranalyse etablieren
  8. Backups, Updates und Upgrades absichern
  9. Datenschutz, Protokollierung und Governance verankern

Zielgruppe

  • Projektleitung
  • Plattform- und Netzwerkbetrieb
  • IAM
  • Service Management

Voraussetzungen

  • Kenntnis des bestehenden VPN-Dienstes
  • Zugriff auf Testumgebung
  • Beteiligung der relevanten Betriebsrollen

Seminarinhalte

Kapitel 1: Plattform, Varianten und Einsatzmodelle einordnen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: gemeinsame Serverplattform; eduVPN und Let’s Connect!; Institute Access; Secure Internet; Verantwortungsgrenzen.

  1. Schritt 1: Die gemeinsame technische Basis von eduVPN und Let’s Connect! wird von Branding, Zielgruppe und organisatorischem Betrieb getrennt betrachtet.
  2. Schritt 2: Die Einsatzmodelle Institute Access und Secure Internet werden anhand von Datenfluss, Vertrauensgrenzen und Nutzerweg gegenübergestellt.
  3. Schritt 3: Portal, VPN-Knoten, Identitätsdienst, Client und Netzwerkdienste werden als getrennte Betriebsbausteine erfasst.
  4. Schritt 4: Für jeden Baustein werden fachliche Zuständigkeit, technische Administration und Eskalationsweg festgelegt.
  5. Schritt 5: Ein belastbares Zielbild wird als Systemkontext mit Abhängigkeiten, Annahmen und Abnahmekriterien dokumentiert.

Kapitel 2: Anforderungen, Kapazität und Einführung planen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Nutzergruppen; Standorte; Bandbreite; Adressräume; Serviceziele; Abnahme.

  1. Schritt 1: Nutzerzahlen, gleichzeitige Sitzungen, Endgeräte, Standorte und Schutzbedarfe werden in einem Anforderungskatalog zusammengeführt.
  2. Schritt 2: Adressräume, Namensauflösung, Zielnetze, Internetzugang und Split-Tunnel-Vorgaben werden auf Überschneidungen geprüft.
  3. Schritt 3: Kapazitätsannahmen für Portal, Authentisierung, VPN-Knoten, Netzwerk und Protokollierung werden mit Reserven versehen.
  4. Schritt 4: Pilot, gestufter Rollout, Supportbereitschaft und Rückfalloptionen werden in eine umsetzbare Einführungsfolge überführt.
  5. Schritt 5: Abnahmekriterien für Funktion, Sicherheit, Leistung, Wiederherstellung und Endanwendererlebnis werden vor der Umsetzung festgeschrieben.

Kapitel 3: Migration und produktiven Cutover steuern

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Ist-Aufnahme; Zielbild; Pilot; Koexistenz; Cutover; Rollback.

  1. Schritt 1: Bestehende VPN-Dienste, Nutzergruppen, Profile, Adressräume, Authentisierung, Clients und Betriebsprozesse werden vollständig aufgenommen.
  2. Schritt 2: Das Zielbild wird in Muss-, Soll- und spätere Ausbaustufen gegliedert, damit der erste Produktivgang beherrschbar bleibt.
  3. Schritt 3: Ein Pilot prüft Identität, Berechtigungen, Netzwerkpfade, Clientverhalten, Leistung, Protokollierung und Support mit realistischen Nutzergruppen.
  4. Schritt 4: Koexistenz und Übergang werden so geplant, dass Rückwege, Profilnamen und Supportkommunikation keine Doppelzuständigkeit erzeugen.
  5. Schritt 5: Cutover, Rückfall, Erfolgsmessung und Nachbetreuung werden mit Entscheidungspunkten, Verantwortlichen und Zeitfenstern festgelegt.

Kapitel 4: Clients ausrollen und Supportfälle reproduzieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Clientlandschaft; Profilbezug; Anmeldung; Tunnelstatus; Supportdaten; Lebenszyklus.

  1. Schritt 1: Unterstützte Desktop- und Mobilplattformen, Betriebssystemstände, Installationswege und Zuständigkeiten werden inventarisiert.
  2. Schritt 2: Serverauswahl, Anmeldung, Profilauswahl und Tunnelaufbau werden als standardisierter Nutzerweg beschrieben.
  3. Schritt 3: Clientmeldungen werden in Kategorien für Discovery, Authentisierung, Berechtigung, Protokoll, Routing und Namensauflösung übersetzt.
  4. Schritt 4: Supportdaten werden datensparsam erhoben und mit Serverprotokollen über Zeit, Benutzerkontext und Profil korreliert.
  5. Schritt 5: Installation, Update, Gerätewechsel, Profiländerung, Abmeldung und Deinstallation werden als vollständiger Clientlebenszyklus geprüft.

Kapitel 5: LDAP- und RADIUS-Authentisierung integrieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Verzeichnisbindung; TLS; Attributzuordnung; RADIUS; Gruppen; Fehlerdiagnose.

  1. Schritt 1: Identitätsquelle, eindeutiger Benutzerbezug, benötigte Attribute und Gruppen werden vor der technischen Kopplung fachlich festgelegt.
  2. Schritt 2: LDAP-Verbindungen werden mit abgesicherter Transportstrecke, begrenztem Dienstkonto, Suchbasis und eindeutigen Filtern aufgebaut.
  3. Schritt 3: RADIUS wird mit klaren Shared-Secret-, Quelladress-, Zeitüberschreitungs- und Redundanzregeln integriert.
  4. Schritt 4: Attribute und Gruppen werden in Berechtigungen überführt, ohne die Authentisierung mit zu vielen fachlichen Entscheidungen zu überladen.
  5. Schritt 5: Positive Anmeldung, falsches Kennwort, gesperrtes Konto, fehlende Gruppe, Ausfall und Zeitüberschreitung werden systematisch getestet.

Kapitel 6: VPN-Profile und Zugriffsarten konfigurieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Profilstruktur; Full Tunnel; Split Tunnel; IPv4 und IPv6; Client-zu-Client; Diensttrennung.

  1. Schritt 1: Profile werden nach fachlichem Zweck, Nutzergruppe, Zielnetz, Protokoll und Sicherheitsniveau eindeutig benannt und abgegrenzt.
  2. Schritt 2: Full-Tunnel- und Split-Tunnel-Varianten werden mit ihren Auswirkungen auf Routing, Datenschutz, Support und Internetzugang bewertet.
  3. Schritt 3: IPv4- und IPv6-Adresspools werden konfliktfrei dimensioniert und mit Rückwegen, NAT sowie Namensauflösung abgestimmt.
  4. Schritt 4: Client-zu-Client-Kommunikation wird nur dort zugelassen, wo ein dokumentierter Anwendungsfall und passende Segmentierung vorliegen.
  5. Schritt 5: Jedes Profil wird mit einer Testmatrix aus berechtigten, unberechtigten, internen, externen und fehlerhaften Zugriffen abgenommen.

Kapitel 7: Monitoring, Logging und Fehleranalyse etablieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dienststatus; Metriken; Protokolle; Alarmierung; Korrelation; Runbooks.

  1. Schritt 1: Portal, Authentisierung, VPN-Knoten, Netzwerkpfade und externe Abhängigkeiten erhalten jeweils messbare Zustandskriterien.
  2. Schritt 2: Metriken für Erreichbarkeit, Sitzungen, Fehlerquoten, Latenz, Kapazität und Ressourcen werden mit sinnvollen Schwellen versehen.
  3. Schritt 3: Protokolle werden nach technischer Diagnose, Sicherheitsnachweis und Datenschutzbedarf getrennt aufbewahrt und zugänglich gemacht.
  4. Schritt 4: Alarmierungen werden priorisiert, entdoppelt und mit einer klaren Erstmaßnahme sowie einem Verantwortungsbereich verbunden.
  5. Schritt 5: Typische Störungen werden über Zeitbezug, Profil, Protokoll, Nutzerkontext und Netzwerkpfad reproduzierbar eingegrenzt.

Kapitel 8: Backups, Updates und Upgrades absichern

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dateninventar; Sicherung; Wiederherstellung; Updatefenster; Upgradepfad; Rollback.

  1. Schritt 1: Konfiguration, Schlüssel, Datenbanken, Portalzustand, Systemanpassungen und externe Abhängigkeiten werden als Sicherungsumfang inventarisiert.
  2. Schritt 2: Sicherungen werden verschlüsselt, versioniert, außerhalb des Systems aufbewahrt und mit klarer Aufbewahrungsdauer versehen.
  3. Schritt 3: Eine Wiederherstellung wird regelmäßig auf einer getrennten Umgebung mit Funktions- und Integritätsprüfung geprobt.
  4. Schritt 4: Updates werden über Vorprüfung, Sicherung, Wartungsfenster, technische Prüfung und fachliche Abnahme kontrolliert eingespielt.
  5. Schritt 5: Größere Upgrades erhalten einen dokumentierten Pfad mit Kompatibilitätsprüfung, Pilot, Rückfallpunkt und Nachkontrolle.

Kapitel 9: Datenschutz, Protokollierung und Governance verankern

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dateninventar; Minimierung; Aufbewahrung; Zugriff; Nachweis; Rezertifizierung.

  1. Schritt 1: Verarbeitete Identitäts-, Geräte-, Sitzungs-, Netzwerk- und Protokolldaten werden nach Zweck und Schutzbedarf inventarisiert.
  2. Schritt 2: Attribute, Protokollumfang und Aufbewahrungsdauer werden auf das für Betrieb, Sicherheit und Nachweis notwendige Maß reduziert.
  3. Schritt 3: Zugriff auf administrative Funktionen und Protokolle wird rollenbasiert getrennt und regelmäßig überprüft.
  4. Schritt 4: Änderungen an Profilen, Berechtigungen, Identitätskopplungen und Sicherheitseinstellungen erhalten nachvollziehbare Freigaben.
  5. Schritt 5: Löschung, Auskunft, Incident-Bearbeitung, Berechtigungsrezertifizierung und Auditnachweis werden als wiederholbare Prozesse beschrieben.

Praxisübungen

  • Ist-Inventar für Nutzer, Profile, Netze, Identität, Clients, Betrieb und Support erstellen.
  • Zielbild und Abnahmekriterien in Muss-, Soll- und Ausbauumfang gliedern.
  • Pilotgruppe mit realistischen Rollen, Geräten, Standorten und Anwendungen planen.
  • Koexistenz, Kommunikationsplan, Cutover und Rückfallentscheidung detaillieren.
  • Nachbetreuung über Kennzahlen, Supporttrends, offene Risiken und Abschlusskriterien steuern.

Lernziele

  • Bestandsumgebung und Abhängigkeiten vollständig aufnehmen.
  • Ein realistisches Zielbild und einen prüfbaren Pilot definieren.
  • Identität, Netz, Profile und Clients migrationsfähig gestalten.
  • Cutover und Rollback mit klaren Entscheidungspunkten durchführen.
  • Produktivstart über Monitoring, Support und Governance stabilisieren.

Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Projektleitung, Plattform- und Netzwerkbetrieb, IAM, Service Management
Voraussetzungen: Kenntnis des bestehenden VPN-Dienstes; Zugriff auf Testumgebung; Beteiligung der relevanten Betriebsrollen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Luxemburg 3 Tage
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Dresden 3 Tage
Madgeburg 3 Tage
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Jena 3 Tage
Trier 3 Tage
München 3 Tage
Friedrichshafen 3 Tage
Kassel 3 Tage
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