In vielen Projekten scheitert ein Diagrammeditor nicht an der Grundfunktion, sondern an der Bedienbarkeit. Dieses zweitägige Praxisseminar konzentriert sich deshalb auf das, was Anwender tatsächlich sehen und spüren: Darstellung, Zustände, Reaktionen auf Eingaben und die saubere Trennung zwischen Fachobjekt und visueller Repräsentation.
Zielgruppe
Das Seminar eignet sich für Entwickler, die Sprotty-Oberflächen an eine Fachdomäne anpassen, für Teams mit hohen UX-Anforderungen und für Projekte, in denen Standarddarstellungen erkennbar nicht ausreichen.
Voraussetzungen
Hilfreich sind erste Erfahrungen mit Sprotty, sichere CSS-Kenntnisse und ein solides Verständnis von SVG. Wer bereits ein bestehendes Diagrammprojekt mitbringt, profitiert besonders.
Inhalte
- Aufbau und Anpassung eigener Views für Knoten, Kanten, Labels und Spezialelemente
- Sinnvolle Typisierung und CSS-basierte Gestaltung für projektfähige Diagramme
- Zustandsabhängige Klassen, Auswahlzustände, Hervorhebungen und visuelles Feedback
- Maus- und Tastaturinteraktionen, Listener und typische Bedienmuster
- Gestaltung von Werkzeugleisten, Kontextaktionen und domänenspezifischen Editierhilfen
- Abgrenzung von Darstellungslogik, Fachlogik und Interaktionslogik
- Fehlerbilder bei Styling und Rendering und deren systematische Behebung
- Kriterien für gut bedienbare Diagrammeditoren statt bunt lackierter Fehlkonstruktionen
Praxisanteil
Die Teilnehmer setzen eigene Views und Interaktionen um, testen verschiedene Bedienkonzepte und überarbeiten ein Beispielprojekt so, dass es nicht nur funktioniert, sondern auch vernünftig benutzt werden kann.
Nutzen im Projektalltag
Nach dem Seminar können Teams die Oberfläche eines Sprotty-Editors fachlich passend, konsistent und nachvollziehbar gestalten. Das verbessert Akzeptanz, reduziert Rückfragen und spart später teure Korrekturschleifen.
