Der zweite Teil des Intensivpfads beginnt dort, wo eine technisch lauffähige Plattform in einen verlässlichen Dienst überführt werden muss. Inferenzendpunkte benötigen messbare Serviceziele, Schutz vor Überlast, kontrollierte Modellversionen, nachvollziehbare Zugriffe und Wiederanlaufverfahren. Diese Aufgaben greifen eng ineinander und werden daher gemeinsam behandelt.
Die Seminarumgebung wird zu einem produktionsnahen LLM-Dienst ausgebaut. Last, Modellserver, Gateway, Cluster, Beschleuniger und Speicher werden Ende zu Ende überwacht. Anschließend werden Sicherheitskontrollen, Rollouts, Backup und Ausfallszenarien angewendet, bis ein prüfbarer Betriebszustand entsteht.
Zielgruppe
Erfahrene Plattform-, Kubernetes-, Security- und Betriebsadministratoren, DevOps- und MLOps-Teams sowie technische Verantwortliche für produktive AI-Dienste.
Voraussetzungen
Sichere Linux-, Container- und Kubernetes-Kenntnisse sowie Grundkenntnisse zu GPU-Ressourcen, Speicher und Netzwerken. Der vorherige Besuch des Intensivseminars Plattform- und GPU-Betrieb oder gleichwertige Praxis wird empfohlen.
Seminarinhalte
Inferenzarchitektur und Serviceziele
- Batch-, Online- und Streaming-Inferenz mit passenden Latenz-, Durchsatz- und Verfügbarkeitszielen verbinden
- Gateway, Routing, Modellserver, Scheduler, Modellablage und Telemetrie als Dienstkette strukturieren
- OpenAI-kompatible Endpunkte, interne APIs, Authentisierung und Mandantengrenzen festlegen
- Zeit bis zum ersten Token, Tokenrate, Warteschlange, Fehlerquote und Sättigung als SLIs definieren
LLM-Serving und Parallelisierung
- Modellserver containerisieren, Gesundheitsprüfungen konfigurieren und lange Ladezeiten berücksichtigen
- Batching, KV-Cache, Prefix Caching, Quantisierung und Kontextgrenzen betrieblich abstimmen
- Tensor-, Pipeline-, Daten-, Experten- und Kontextparallelität für Einzel- und Mehrknotenbetrieb auswählen
- Disaggregiertes Prefill und Decode sowie KV-Cache-Transfer mit klarer Reifegradbewertung einordnen
- Modellreplikate, Adapter, Versionen und Freigabestatus kontrolliert verwalten
Skalierung und Verkehrssteuerung
- Anfrage-, Warteschlangen- und Tokenmetriken für horizontale Skalierung nutzen
- Warm Pools, Scale-to-zero und Vorladeverfahren anhand von Kosten und Startlatenz bewerten
- LLMInferenceService, LeaderWorkerSet und ModelCache für verteilte Serving-Workloads einordnen
- InferencePool, InferenceModel und modellbewusstes Routing nach Cachelokalität und Last bewerten
- Rate Limits, Quoten, Prioritäten, Admission Control und faire Nutzung kombinieren
- Canary, Blue-Green, Fallback und Rollback für Modelle und Serving-Runtimes durchführen
Observability und Fehlerdiagnose
- Host-, Kubernetes-, GPU-, Storage-, Netzwerk- und Inferenzmetriken in einem Messmodell verbinden
- Prometheus, herstellerneutrale GPU-Telemetrie und OpenTelemetry-Semantik für generative AI konsistent kennzeichnen
- Baseline, Lastprofil, Sättigungspunkt und Kapazitätsreserve reproduzierbar bestimmen
- Speicherfehler, Drosselung, Datenengpass, Warteschlange und Netzwerkproblem systematisch unterscheiden
Performance- und Kapazitätsmanagement
- Modellgröße, Zahlenformat, Kontext, Parallelität und KV-Cache in VRAM-Bedarf übersetzen
- Durchsatz und Latenz unter realistischer Ankunftsrate und gemischten Anfragegrößen messen
- Beschleuniger-, CPU-, RAM-, Storage- und Netzkapazität gemeinsam planen
- Kapazitätsbericht, Schwellenwerte und Beschaffungsvorlauf in einen Regelprozess überführen
Sicherheit und Mandantenfähigkeit
- SSO, Dienstidentitäten, kurzlebige Zugangsdaten, RBAC und API-Autorisierung umsetzen
- Namespaces, Netzwerkpolicies, Quoten, Knotentrennung und DRA-Autorisierung als Isolationsschichten einsetzen
- Registries, Images, Softwareartefakte und Modelle mit Signaturen, Prüfsummen und Freigaben absichern
- Geheimnisse, Nutzdaten, Promptprotokolle und Telemetrie nach Schutzbedarf behandeln
- Vertrauliche Container, zusammengesetzte Attestierung und attestierungsgebundene Geheimnisfreigabe bewerten
Hochverfügbarkeit und Sicherung
- Fehlerdomänen für Pod, Knoten, Rack, Speicher, Netzwerk und Standort abbilden
- Control Plane, Modellablage, Registry, Datenbanken und Inferenzendpunkte redundant auslegen
- Modelle, Adapter, Vektordaten, Konfigurationen, Metadaten und Schlüssel differenziert sichern
- RPO, RTO, Notkapazität und geordnete Wiederanlaufsequenzen dokumentieren
Notfalltest und Betriebsabnahme
- Ausfall- und Wiederherstellungsszenarien mit messbaren technischen und funktionalen Kriterien planen
- Einen kontrollierten Restore durchführen und Abhängigkeiten in der richtigen Reihenfolge starten
- Notbetrieb, Rückkehr zum Normalbetrieb und Datenabgleich absichern
- Runbooks, offene Risiken, Verantwortlichkeiten und erneute Wirksamkeitstests festhalten
Praktische Übungen
- Einen LLMInferenceService mit Gateway, Gesundheitsprüfungen, ModelCache und kontrollierter Modellversion bereitstellen
- Eine realistische Last erzeugen und Latenz, Tokenrate, Warteschlange und GPU-Sättigung korrelieren
- Modellbewusstes Routing, Autoskalierung, Rate Limit und Priorisierung für zwei Mandanten testen
- Eine neue Modellversion per Canary ausrollen und anhand definierter Messwerte bewerten
- Zugriffsrechte, Netzwerkgrenzen, Geheimnisse und Artefaktprüfung für den Dienst absichern
- Sicherungsumfang und Wiederanlaufreihenfolge für Plattform und Modelle umsetzen
- Einen kombinierten Knoten- und Speicherfehler bearbeiten und die Wiederherstellung nachweisen
Methodik
Ein produktionsnahes Betriebsszenario verbindet Serving, Lasttest, Überwachung, Sicherheit und Wiederherstellung. Jede Konfiguration wird praktisch geprüft; Störungen werden anhand derselben Telemetrie und Runbooks bearbeitet, die zuvor aufgebaut wurden.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Plattform-, Kubernetes- und Betriebsadministratoren |
| Voraussetzungen: | Linux, Container und Kubernetes; GPU-, Storage- und Netzwerkgrundlagen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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