Seminar Apache Avro Qualität, Performance & Betrieb

Inhaltsverzeichnis

 

  • Kurzprofil
  • Rahmendaten
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Inhalte
  • Praxisübungen
  • Technische Umgebung
  • Runbook- und Governance-Bausteine

Kurzprofil

Das Seminar fokussiert Qualitätssicherung, Performance und Betriebsaspekte rund um Avro-basierte Datenverträge. Behandelt werden Schema-Konventionen, automatisierte Checks, Observability, Fehlersuche, Stabilität sowie organisatorische Bausteine für produktive Plattformen. Übungen führen Schritt für Schritt durch Checklisten, CI-Gates, Diagnoseabläufe und Runbook-Strukturen.

Rahmendaten

 

  • Dauer: 1 Tag
  • Niveau: Aufbau
  • Format: Pattern-Workshop, Praxisfälle, Diagnose-Labs

Zielgruppe

 

  • Plattform- und Operations-Teams
  • Engineering Enablement, Qualitätssicherung, Architektur
  • Teams mit hoher Änderungsfrequenz an Events/Datenfeeds

Voraussetzungen

 

  • Avro-Grundlagen und Schema Evolution Grundverständnis
  • Erfahrung mit CI/CD und Monitoring-Grundlagen

Lernziele

 

  • Schema-Qualität messbar machen und Standards definieren
  • Kompatibilitätsprüfungen als automatisiertes Gate etablieren
  • Performance-Stellhebel identifizieren und zielgerichtet anwenden
  • Typische Fehlerbilder schnell eingrenzen (Schema, Daten, Tooling)
  • Runbooks und Governance-Bausteine für den Betrieb aufbauen

Inhalte

Modul 1: Schema-Qualitätsstandards

 

  • Naming, Namespace, Doc-Felder, Konventionen für Nullability
  • Default Values als Stabilitätsmechanismus
  • Logical Types und deren Risiken für Tool-Interop

Modul 2: Automatisierte Checks und CI-Gates

 

  • Validierung (Schema-Parsing, Konventionen, Linting)
  • Kompatibilitätschecks (Backward/Forward/Full) pro Domäne/Subject
  • Golden Messages und Regressionstests

Modul 3: Observability und Fehlersuche

 

  • Schema-Version/ID als Diagnoseinformation in Logs und Metriken
  • Fehlerkategorien: inkompatible Änderungen, fehlende Defaults, Typmismatch
  • Quarantäne- und Reprocessing-Strategien

Modul 4: Performance und Stabilität

 

  • Encoding- und Decoder-Strategien, Caching, Buffering
  • Kompression, Blockgrößen, Throughput vs. Latenz
  • Ressourcenlimits und Schutz vor fehlerhaften/untrusted Payloads

Modul 5: Betriebs- und Governance-Strukturen

 

  • Schema-Katalog als Single Source of Truth
  • Rollenmodell: Owner, Reviewer, Plattformteam
  • Release- und Deprecation-Prozess

Praxisübungen

Lab 1: Schema-Review-Checkliste anwenden

 

  1. Beispielschema gegen Konventionen prüfen.
  2. Risiken markieren (Unions, Defaults, Enums, Logical Types).
  3. Verbesserungen einarbeiten und erneut prüfen.
  4. Checkliste als verbindliche Freigaberegel formulieren.

Lab 2: CI-Gate entwerfen

 

  1. Pflichtchecks festlegen (Validierung, Naming, Compatibility).
  2. Schwellenwerte und Abbruchkriterien definieren.
  3. Artefaktstrategie beschreiben (Schema-Paket, Changelog, Tagging).
  4. Freigabefluss als Pipeline-Skizze dokumentieren.

Lab 3: Diagnosepfad für Produktionsfehler

 

  1. Fehlerfall simulieren (inkompatible Änderung oder Datenanomalie).
  2. Relevante Signale definieren (Logs, Metriken, Schema-ID, Consumer Lag).
  3. Hypothesenbaum erstellen und schrittweise ausschließen.
  4. Runbook-Eintrag mit Sofortmaßnahmen und Follow-ups erstellen.

Technische Umgebung

 

  • CI-Umgebung oder CI-Simulation (lokal)
  • Beispiel-Repository mit Schemas und Testartefakten

Runbook- und Governance-Bausteine

 

  • Schema-Owner pro Domäne benennen und Verantwortlichkeiten definieren.
  • Kompatibilitätsmodus pro Event-/Datendomäne festlegen.
  • Deprecation-Regeln und Übergangsfristen dokumentieren.
  • Reprocessing-Strategie: Trigger, Ablauf, Datenkonsistenz.
  • Monitoring-Set: Fehlerquote, Inkompatibilitäts-Events, Drift-Indikatoren.
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